Donnerstag, 27. September 2012

Paulus und die aktuelle Lage der Nation

Manchmal weiß man bei Lektüre der Zeitung und dem Surfen auf den Nachrichtenseiten im Netz nicht, ob man lachen, oder weinen soll.
Da stellt sich Frau Merkel, die ansonsten ja gerne den Heiligen Vater telefonisch "in den Senkel stellt" und von der man noch nie gehört hat, das sie irgendwelches antichristliche "Kulturschaffen" störe, schützend vor den Islam.
Irgendwo wurde eine Frau in Großbritannien zu 8 Jahren Haft verurteilt, wegen einer eigenhändig vorgenommenen Abtreibung.
Dann traf ich gestern einen Schulfreund  der sagte "Mensch die CDU kann man auch nicht mehr wählen, die wollen dass man bis 70 schaffe gehe muss" Sag ich:  "google man Statistisches Bundesamt Bevölkerungsentwicklung"  Und passend dazu eröffnet mir heute ein alter, nicht christlicher  Arzt, dass es immer lockerer würde mit der Euthanasie, bald dürfe man "eine Giftspritze" geben.

Beim Nachdenken über all das, und auch den Zustand in der deutschen Kirche,  fiel mir folgendes Paulus Zitat in die Finger:

Wenn unser Evangelium dennoch verhüllt ist, ist es nur denen verhüllt, die verloren gehen; denn der Gott dieser Weltzeit hat das Denken der Ungläubigen verblendet. So strahlt ihnen der Glanz der Heilsbotschaft nicht auf, der Botschaft von der Herrlichkeit Christi, der Gottes Ebenbild ist” (2 Kor 4,2-4).

Dem ist eigentlich nichts hinzuzufügen!

Jedoch folgendes Gedicht, mit dem Titel "Narrenschiff" bringt die allgemeine Befindlichkeit, diese seltsame, merkwürdige partielle Blindheit,  sehr gut auf den Punkt:


Den schwarzen Anker
gelichtet, die Leinen los
und abgelegt vom Pier
des sicheren Hafens.

Wie schmettern die
Klänge der Bordmusik:
Sie vertreiben dir alle
trüben Gedanken.

Nachts aber, nach Hummer
und Sekt, tief unter den
kreisenden Sternen,
kommen dir Fragen:

Der redselige Kapitän, wie
steht es um sein Patent?
Die Mannschaft, wer hat sie ausgewählt?

Und die anderen Gäste?
Verdächtig erscheint ihr
kreischender Frohsinn, ihre
Sucht nach Vergnügung.

Dich erfasst schwarze Unruh.
Du schluckst bittre Pillen. –
Geschaukelt von den Wellen, fällst
Du zuletzt in Schlaf.

Von Gerold Effert, mit freunlicher  Genehmigung des Corvinus Verlag

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