Dienstag, 18. September 2012

Unterschreiben Sie mit Ihrem guten Namen

So ähnlich klang in den 90ern mal der Slogan eines amerikanischen Kreditkartenunternehmens.
Inzwischen sind Unterschriftenlisten eine gute Möglichkeit, guten Dingen oder Menschen unsere Unterstützung zu zeigen.  Z.B. mit den diversen Aktionen pro Papst Benedikt oder mit der Aktion "Pro ecclesia". Eine Unterschriftensammlung an sich kann also viel Positives bewirken.

Ganz anders sieht es aber aus, wenn man die Unterschriften dazu benutzt, Dinge oder Forderungen zu unterstützen, die eigentlich unrealistisch sind. Ein schönes Beispiel konnten wir gerade kürzlich erleben: Die Initiative "Pro Ökumene", die in Deutschland eine Einheitskirche erzwingen will. Oder die Unterschriftenaktion des KFD, die eine Änderung des 6. Gebotes in Bezug auf Ehebruch erzwingen wollte.

Aber auch die "andere Seite" hat diese Art der Nötigung entdeckt. Da gibt es ein Ehepaar in Brasilien, das mit viel Tamtam eine Unterschriftenaktion startete, um den Papst dazu zu zwingen, eine Tridentinische Messe zu feiern. Lt. aktueller Website haben sie seit dem Start "der Aktion" weltweit noch keine 2000 Unterschriften zusammenbekommen. Die meisten Menschen scheinen ein gutes Gespür dafür zu haben, dass es unredlich ist, dem Papst etwas aufzunötigen.


Das beeindruckt die Auslöser dieser Aktion aber offensichtlich überhaupt nicht. Soeben haben sie die zweite Stufe der Nötigungsaktion gezündet. Sie verschicken emails an ihre Unterschreiber, mit dem Hinweis, dass es demnächst Gespräche mit Menschen im Vatikan geben würde, die den Papst dazu bringen müssten, öffentlich eine Tridentinische Messe zu feiern. Die Aussichten seien gut und der Papst würde im November eine sog. "Alte Messe" in Rom feiern.

Als Beleg werden einige italienische Websites genannt, die dazu aber gar nichts schreiben, sondern ganz andere Inhalte, was die Tridentinische Messe angeht, haben.

Sind da manche Leute wirklich der Meinung, sie müssten Papst Benedikt, der in erster Linie unser aller Unterstützung bedarf, auch noch mit solchen Dingen zusätzlich unter Druck setzen?

Ich denke nein, und wir sollten solche Aktionen wirklich nicht unterstützen.

Warum sich die Seite MessainLatino nicht als Gewürz für die Gerüchteküche eignet.
Zu der italienischen Website "Messainlatino" auf die sich einige der Gerüchteköche auch der blogozoese berufen haben, um ihr Wunschdenken von einer bevorstehenden Messe, die der Hl. Vater nach dem Vetus Ordo feiert, plausibler und überzeugender zu gestalten, ist  zu sagen, daß sich unter dem Titel " Die Gründe für einen Namen" (Ragioni di un nome) ein Artikel findet, in dem über den unpräzisen und falschen Gebrauch des Begriffes Lateinische Messe nachgedacht, über das II.Vaticanum, die Konzilsinterpretationen, die Hermeneutik des Bruches mit ihren Auswirkungen und die der Kontinuität sehr fundierrt geschrieben wird.
Mit keinem einzigen Wort allerdings wird dabei der Wunsch oder die Forderung- ja auch nur der Gedanke, der Papst möge, solle, müsse bald eine Außerordentliche Messe zelebrieren, geäußert. Sie wünschen sich eine Reform der Reform, die Resakralisierung der Liturgie.
Jede kämpferische Äußerung sei dann besonders inakzeptabel, wenn sie die Hl. Messe beträfe."Wir halten uns an die Goldene Regel"-sagen sie- "alles mit Liebe!"
d.

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