Donnerstag, 13. September 2012

Vor der Libanonreise von Papst Benedikt

Es ist ja eher wenig, was man derzeit in den deutschen Medien über den Papstbesuch im Libanon erfährt. Sie schweigen gerne, wenn das Oberhaupt unserer Kirche sich auf Reisen begibt. Und vor allem, wenn er an die Orte der Welt reist, wo es den meisten dann doch viel zu gefährlich wäre.
So auch heute. Mut, eine der Hauptbausteine des christlichen Glaubens, ist für einen Atheo-Journalisten deshalb einfach abwegig. Und wieso sollte man dem Papst etwas zugestehen, was man selbst nicht hat.

Einmal mehr zeigt sich der Papst hier als großes Vorbild. Trotz der Gefahren, die im Libanon nicht zu übersehen sind, wird er sein Besuchsprogramm durchziehen und am Sonntag mit 300.000 Menschen eine heilige Messe feiern.
Der Tagesspiegel schreibt dazu, dass es nicht nur seine bisher schwierigste, sondern auch die bisher brisanteste Reise des Papstes ist. Noch nie, sei Papst Benedikt XVI so nah an Gewalt und Blutvergießen gewesen. Und dass das schwierigste an seiner Aufgabe sei, dass der Papst mit seinem Besuch auch der wachsenden Zukunftsangst der Christen begegnen will, die neue religiöse Konfrontationen in allen Ländern des Nahen Ostens heraufkommen sehen.


Das Bayerische Fernsehen brachte gestern abend im Rahmen des Stationen Magazins einen Bericht über die Lage der Christen in Syrien (hier liegt der christliche Bevölkerungsanteil derzeit bei 15%).  Es ist wirklich nicht sehr ermutigend, wenn man sieht, was dort los ist.

Doch der Libanon freut sich. Lt. dem Bericht des Tagesspiegels ist Beirut seit Tagen "im Papstfieber". Die großen Boulevards seien mit gelbweißen Fahnen geschmückt. Brücken mit Willkommensgrüßen in arabisch, französisch und englisch drapiert. Von den Hochhäusern grüßen Benedikt-Plakate  mit "Friede sei mit Euch". Die schiitische Hisbollah habe den christlichen Bischöfen bereits bestätigt, dass ihre Anhänger den Papst mit Jubel begrüßen würden.
Im Vorfeld des Besuches hielten gestern abend Tausende christliche und muslimische Jugendliche eine Gebetsvigil im "Garden of Mary" von Beirut ab.

Mehr als zehntausend Polizisten und Soldaten werden für die Sicherheit des Papstes sorgen.
Beten wir also weiter, dass der Herr und alle Heiligen ihn beschützen und vor allem, dass Gott ihm seine ganze Schutzengelschar an die Seite stellt.

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