Sonntag, 30. September 2012

Was für ein Fest!

Wenn in unserer Innenstadtkirche St. Michael das Patroziniumsfest gefeiert wird, lauschen die Engel und Erzengel und freuen sich ob all dieser Schönheit!

Auch heute war es wieder einmal etwas ganz besonderes. Natürlich verlangt einem so ein Festtag einiges ab. Denn erfahrungsgemäß wird es so voll in St. Michael, dass man entweder zwei Stunden Stehen oder frühes Aufstehen in Kauf nehmen muss.
Ich hatte mich für das Letztere entschieden. Denn zwei Stunden vor Messebeginn steigert sich die Vorfreude, man hat Zeit für Gebete zum heiligen Erzengel Michael, die in diesem Jahr ganz besonders intensiv ausgefallen sind.
Und es gibt dann auch viel zu sehen und zu beobachten. Um 7:00 war die Kirche noch fast dunkel und fast leer. Einzelne Frauen saßen schon dort, aber es gab noch Platz in der ersten Reihe - die einzige Reihe, wo man die heilige Messe mit allen Sinnen feiern kann. Ab ca. 8:00 sind dann die Sitzplätze weg und es wird dann auch etwas lauter in der Kirche, so dass die Zeit für Gebete erst mal vorbei ist.
Dann rückten die Musikfreunde mit ihren Campingstühlen an, denn ein Campingstuhl ist ja doch besser, als die ganze Zeit zu stehen, Die Ministranten begannen, Zettel auszuteilen mit den Liedtexten für Eingangs- und Ausgangslied. Das war die erste große Freude:
GL606:
"Unüberwindlich starker Held - Sankt Michael
Komm uns zu Hilf, zieh mit zu Feld
Hilf uns im Streite, zum Sieg uns leite, Sankt Michael"
und zwar alle 5 Strophen.
Ja, was ist denn da passiert? Das Lied wurde noch nie gesungen, seit dem ich dort das Patroziniumsfest mitfeiere und meine Banknachbarin, die schon viel länger dort hin geht, meinte, sie kann sich auch nicht dran erinnern, dass es in den letzten Jahren überhaupt mal gesungen wurde.

Was für die Augen gab es dann beim Einzug. Die Priester trugen alte barocke Caseln, mit Brokat und prächtiger Stickerei. Es war einfach ein überwältigender Anblick!

Pater Kern predigte von der Kanzel (!), und legte uns nahe, die Kraft des heiligen St. Michael auch in uns zu nutzen. Eine wunderbare Predigt, von der man viel "mitnehmen" konnte und dem Anlass angemessen.

Und wie es in vielen Jahren zur Tradition wurde: zum Patroziniumsfest gibt es die "Cäcilienmesse" von Gounod. Nirgends sonst klingt es so schön wie in St. Michael. Und einmal im Leben muss das jeder erlebt haben.

Hier ist das Benedictus aus dieser Messe - auch wenn diese Aufnahme nicht aus St. Michael stammt. Es ist einfach Gänsehaut pur - Wunderschön!



Erstaunlich ist es auch, wie es Pater Kern gelungen ist, das Gedränge zum Kommunionempfang zu vermeiden und die Leute anzuhalten einzeln zur Kommunionausteilung zu treten. Selbst heute in der übervollen Kirche hielten alle Disziplin!

Zum Abschluss sangen wir natürlich "Großer Gott, wir loben dich" -  Welches Lied würde zum Ende einer solch wunderbaren Messe auch besser passen?

Jetzt hoffen wir alle, dass der heilige Erzengel Michael in den nächsten Tagen in "seiner" Kirche bleibt,  damit er am 3. Oktober den dort Anwesenden seine Kraft im Kampf gegen Neid, Missgunst, Lügen, Rechthaberei usw. spenden kann!

Beten wir noch ein paar Tage weiter!

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