Donnerstag, 13. September 2012

Wies'nzeit!

Am Samstag, dem 22. September heißt es ab 12 Uhr wieder "O'zapft is"! Aus der ganzen Welt werden sie hereinströmen in unsere Stadt und sich an Hendl, Wies'nbier und vielen anderen Amüsements erfreuen.
Und einer freut sich mal wieder ganz besonders. Der freut sich sogar so sehr, dass er es gar nicht mehr erwarten kann, bis es endlich los geht. Der "designierte Wies'nkellner" Rainer Maria Schießler, seines Zeichen Pfarrer in St. Maximilian im Münchner "in"-Viertel Glockenbach,



will nämlich schon bald ganzjährig "Oktoberfest" feiern - in seiner Kirche. Laut dem Münchner Boulevardblatt tz plant er: "In dieser Kirche soll es bald Bier geben"!

Lt. tz hat die Diözese (!) beschlossen, dass ein Teil der Kirche St. Maximilian umgewidmet werden soll. Die Kirche sei mit 3.000 Plätzen einfach zu groß, für die 5000 Katholiken im Umfeld. Dabei gibt Pfarrer Schießler doch immer so an, wie voll seine Kirche wegen seiner tollen Party-Messen angeblich immer sei. Watt denn nu?

Eine der Ideen, was man mit der umzubauenden Fläche anfangen könnte, ist der Umbau in eine Wirtschaft, in der sich die Gläubigen dann nach der Messe treffen können. Die Außenanlagen sollen dann zu einem Biergarten werden.
Prima, das wird die Heilige Messe in St. Maximilian dann um ein weiteres sinnliches Erlebnis reicher machen. Man braucht keinen Weihrauch mehr, denn der Aufstrebende Duft der guten bayerischen Küche und von frisch gezapftem Bier wird den Gläubigen das Wasser im Mund zusammenlaufen lassen. Und statt dem "Sanctus" könnte man ja auch "Ein Prosit der Gemütlichkeit" singen.
Gut trifft es sich da auch, dass der Vorsitzende des Pfarrgemeinderats ein erfolgreicher Gastwirt ist, der schon jetzt mehrere Kneipen sein eigen nennt.

Für den Umbau der Kirche steht wohl gerade ein Architektenwettbewerb aus. Warten wir also ab, ob die Erzdiözese es tatsächlich zulässt, "dass der Tempel des Herrn zu einer Räuberhöhle wird ..."

Ansonsten kann ich hier nur einen der Kommentatoren unterhalb des Artikels zitieren. Ein Johannes Schlund schreibt dort:
"
Unter einem Kardinal Ratzinger hätte es das nicht gegeben."





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