Mittwoch, 31. Oktober 2012

Beitrag der deutschen Kirche zu Halloween (nicht ganz ernst gemeint)

Um mal was Prinzipielles loszuwerden:
Es  ist schon richtig, dass das Halloweenfest schwer an germanische Mythen, die ja seher düster sind erinnert.
Es handelt sich bei Halloween auch nicht darum, dass irgendwelche heidnischen Mythen sozusagen getauft wurden (Inkulturiert nennt man das in der Fachsprache), sagen die Kritiker,  oder vielleicht doch?
Schließlich gibt es in Sardinien einen ähnlichen, dezidiert christlichen Brauch und irgendwo habe ich mal gelesen, dass Halloween von den Iren nach Amerika gebracht wurde, und die Iren sind katholisch, daran dürfte wohl kein Zweifel herrschen, auch wenn nicht alle Iren lebende Heilige sind, aber das sind wir ja auch nicht.
Man könnte also all diesen Leuten, die vergessen haben, dass der Teufel das Weihwasser fürchtet und man ihn deshalb an den Kathedralen als Wasserrinne gebildhauert hat, entgegenhalten, dass ja schließlich die Ostereier, die Lebkuchen und selbst die Lichter am Weihnachtsbaum schwer heidnisch sind.
Aber das hier ist der Satirethread unseres Bootes und so präsentiere ich stolz, den Beitrag der katholischen Kirche zu Halloween:
Unsere Meenzer Karlsche äußert sich zu alten Hüten:
http://de.radiovaticana.va/articolo.asp?c=634207
Um allerdings im Bereich des Heidnischen zu bleiben so ist laut der Apostelgeschichte (16,16ff),  Hellsehen was heidnisches Ungutes, verursacht durch einen Dämon, den es auszutreiben gilt.
Trotzdem haben wir es gewusst, schon am 26 Oktober wussten wir, was er sagen wird.
Aber das ist wohl kein wirkliches hellsehen , sondern eher Erfahrung.



Wobei, und das ist das absolut erstaunliche an ihm, aus dessen Bistum ich ja stamme, ab und an hat er eine absolut klare Sicht der Dinge.
Nämlich hier:
Weiter warnte der Kardinal davor, dem Konzil Dinge anzulasten, die „schon vorher zerbrochen“ seien. Die Zahl der Berufungen etwa sei schon vor dem Vatikanum zurückgegangen
Vielleicht liegt hierin das Grundproblem dieser Generation von Theologen (Ausnahmen wie unser Papst bestätigen hier eher die Regel). Katholisch sozialisiert im Triumphalismus  (wir die Katholiken sind die Besten) der Nachkriegszeit und aber so sensibel gewesen, dass sie die Zerfallserscheinungen, die z.B. Guardini u. a. in der Vorkriegszeit schon thematisiert haben, spürten. Und sich dann eben nicht beim Herrn geborgen gefühlt, sondern geglaubt, dass das Vatikanum die "gute, alte Zeit" wiederbringen würde.
Und so unterliegen die Modernisten  dem gleichen Irrtum, wie  die extremen Tradis.
Aber dem mag sein, wie es will, es geht um den Beitrag in Radio Vatikan und da zeigt der Titel, dass er, der gelehrte Kardinal,  das Grundwesen der Kirche nicht verstanden hat.
Der Zentralismus ist nämlich nicht  das Problem der Kirche, das ist ihr Wesen !
Ganz zentral läuft die Kirche und all ihr Tun und Sein auf Christus zu. bzw. geht von ihm aus. 
Hier noch ein Bericht von Felizitas Küble zum Thema.
 

1 Kommentar:

  1. man weiß nicht ob man sich freuen soll oder traurig sein, daß man doch Recht hatte und es immer schon wußte, wie es um die Treue und den Wahrheitsgehalt der Treuebezeugungen ( als er noch auf eine Karriere in der Kurie hoffte) des Mainzer Kardinals bestellt war. Sein Münchner Auftritt - ein Fall zum Fremdschämen.

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