Freitag, 26. Oktober 2012

Gedanken zum Evangelium vom Tage

Heute, war im Evangelium die Rede von den Galiläern die Pilatus hat beim Opfern umbringen lassen, und Jesus sagt zu den Leuten "Meint ihr dass nur diese Galiläer Sünder waren?............."
Zu dieser Zeit kamen einige Leute zu Jesus und berichteten ihm von den Galiläern, die Pilatus beim Opfern umbringen ließ, so daß sich ihr Blut mit dem ihrer Opfertiere vermischte. 2 Da sagte er zu ihnen: Meint ihr, daß nur diese Galiläer Sünder waren, weil das mit ihnen geschehen ist, alle anderen Galiläer aber nicht? 3 Nein, im Gegenteil: Ihr alle werdet genauso umkommen, wenn ihr euch nicht bekehrt. 4 Oder jene achtzehn Menschen, die beim Einsturz des Turms von Schiloach erschlagen wurden - meint ihr, daß nur sie Schuld auf sich geladen hatten, alle anderen Einwohner von Jerusalem aber nicht? 5 Nein, im Gegenteil: Ihr alle werdet genauso umkommen, wenn ihr euch nicht bekehrt. 6
Je nun da sind wir im Gegensatz zu den Juden  zur Zeit Jesu beim anderen Extrem angekommen.
Galten den Juden, zur Zeit Jesu, alle Opfer von Katastrophen und Unglücken, als "selber schuld", so ist dem heute genau umgedreht, alle diese Leute gelten als per se unschuldig und nur die Lebenden sind die Schuldigen.
Wobei die öffentliche Meinung, da allerdings eine Ausnahme macht, nämlich bei den Märtyrer, aber das ist eine andere Sache.

Allerdings bleibt die öffentlichen Meinung da auch wieder inkonsequent, weil, auch wenn alle Opfer irgendwelcher Katastrophen und wenn es auch der Tod ist, der die alte Tante im zarten Alter von 97 ereilt, per se als gute Menschen gelten, für die natürlich nur unverbesserliche, vorkonziliare Fanatiker an Allerseelen beten, weil wir ja alle, alle in den Himmel kommen; so bleibt immer noch die beunruhigende Tatsache, dass trotz Demokratie, Schulpflicht, Antibiotika, Jugendämtern, elektrischen Heizkissen, Kühlschränken für alle,  und all den anderen Errungenschaften der Moderne, es immer noch (und wenn wir ehrlich sind, immer bedrängender) Not, Leid. Elend, Schuld, Versagen, Tränen, Verzweiflung und Irrtum und eine fast schon bedrückende Freudlosigkeit, gibt.


So hat diese Welt ein weiters Dilemma, einerseits, sind wir die Besten, Schönsten., Tollsten, die die alles besser wissen und machen, an dererseits kauen uns die Medien jeden Tag,  gerne die Sünden anderer Leute vor, so dass dem Sünder nur noch bleibt zu japsen "Ja ich war's" .
Und wenn man sich auch drüber wundern kann,. dass diese Welt, das was sie an den Pranger stellt, dann in Film, Musik und Literatur feiert wie was ganz tolles, So kennt diese Welt eines nicht, das Wesentliche und das ist die Vergebung der Sünden!

Leider denkt  die Kirche auch mittlerweile sehr in der Kategorien der Welt , die sich seit den Zeiten der Aufklärung bemüht und immer wieder brutal scheitert, das Paradies auf Erden zu errichten, also aus dem goetheschen Konjunktiv, der früher massenweise die Poesiealben zierte "Edel sei der Mensch hilfreich und gut" eine Behauptung zu machen "Der Mensch ist edel hilfreich und gut" wenn er den in einer Demokratie lebt, gebildet ist, und gut Geld verdient und die Wallungen seiner Hormone politsch korrekt ´, verhütenderweise austobt.
Ja und so wären wir nach all den Dingen die hier nur gestreift sind, wieder bei unserem Papst und seinem Wort von der Entweltlichung der Kirche.
Wenn die Kirche nicht mehr darum weiß, das alle Menschen, außer der allerseligsten Jungfrau und Gottesmutter  Maria, Sünder sind, wenn die Kirche genauso wie alle Welt völlig entsetzt reagiert, wenn sich herausstellt, ihre Leute sind, das was ihr Gründer sagt "Sünder bin ich gekommen zu berufen, nicht Gerechte"
dann läuft da was verkehrt.
Nebenbei, wir  lesen in den  Confessionens, Augustinus hat nicht, wie es heutzutage immer so heißt eine Freundin gehabt., die er dann in die Wüste geschickt hat (wie kann er nur der Böse, hab ich schon von Theologen gehört) Augustinus hat sein ganzes Leben lang wüst geträumt, weil er zu tief in den Becher der Venus geguggt hat. Er wäre heutzutage für alle Zeiten unten durch .
Paulus hat die Verantwortung für einen Lynchmord übernommen, heutzutage dürfte er vielleicht in Badisch Sibirien unter falschen Namen Messner sein!
Chesterton schreibt irgendwo "Die Kirche der Beichtstühle muss sich von niemandem drüber belehren lassen, was Sünde ist" vielleicht liegt es an der Krise des Beichtsakramentes dass die Kirche nicht's  mehr weiß von der Vergebung der Sünden (Obwohl das ja im Glaubensbekenntnis steht) sondern auch nur noch anklagend und kopfschüttelnd vor der Realität der Sünde steht und damit ist dann niemandem geholfen, man kann sich nur ungeheuer gut vorkommen.

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