Dienstag, 30. Oktober 2012

Was wollt ihr denn?


Auf der Suche nach unterhaltsamer Lektüre hat's mich nach einem Hinweis von Mitbloggerin Ester auch mal wieder auf die wunderschön gestalteten Seiten von katholisch.de verschlagen. Wenn man sich dort von der Hauptseite aus in die Tiefen der „Dossiers“ begibt, kann man tatsächlich das eine oder andere „Schmankerl“ finden.

Da gibt es z.B. unter dem Oberbegriff  „Bischofssynode“ den Unterbegriff „Dialogprozess“ . Was das eine mit dem anderen zu tun hat,  wissen wir auch nicht. Aber wird sind auch nicht so intelligent, dass wir um mehrere Ecken denken können.

Unter den ganzen Beiträgen innerhalb des Dossiers gibt es einen sehr unterhaltsamen Beitrag zum Thema „Die Glaubenskrise verschärft sich“. Da wird tatsächlich ganz offen davon geschrieben, dass eben doch nicht alles Gold ist, so wie man es doch so gerne nach außen darstellt. Offensichtlich wollte der Autor  Ludwig Ring-Eifel uns mit diesem Artikel darauf aufmerksam machen, dass es dringend noch mehr Dialog und noch mehr SchiSchi, noch mehr Räte, noch mehr Gremien, noch mehr Liberalität und noch mehr Modernität und „wie binde ich die Gläubigen ein“  und dafür aber viel weniger Papst geben muss, denn seine Vorgaben in Sachen Katechismus etc. seien für die deutsche Kirche doch völlig unerheblich.

Leider hat ihm dann aber die Statistik einen Strich durch die Rechnung gemacht, denn er schreibt:


„Den höchsten Anteil an Messbesuchern verzeichnen die ostdeutschen Bistümer, wo die Katholiken eine kleine Minderheit bilden und innerkirchliche Modernisierungen zurückhaltend erfolgten (mit Görlitz im Osten an der Spitze, wo noch fast ein Viertel der Katholiken jeden Sonntag zur Messe gehen). Vergleichsweise gute Werte verzeichnen auch die ländlicheren Bistümer Bayerns. In den eher liberal-katholischen Gegenden des Südwestens und des Rheinlandes hingegen liegen die Zahlen unter dem Bundesdurchschnitt.“

Was will uns also der Autor mit seinem Beitrag sagen? Weniger Papst und weniger Katechismus, dafür aber mehr Liberalität wie im Südwesten führen automatisch zu mehr Kirchenbesuchern? Da hätte er aber seine Statistik und die daraus abzuleitenden Ergebnisse schleunigst verschwinden lassen müssen.
Denn die wahre Erkenntnis, die uns Herr Ring-Eifel ungewollt vermittelt hat, heißt:
Weniger Wisiniki, weniger Dialog, weniger BDKJ, weniger Liberalität, weniger Unterhaltungsmessen oder Kindergottesdienste für Erwachsene, dafür mehr Papst, mehr Katechismus, mehr richtig gefeierte Heilige Messen und mehr Tradition führen automatisch zu mehr Glauben und erhöhen den prozentualen Anteil an Kirchenbesuchern.

Die Moral von dieser Geschicht:
Diese ganzen Gremien und Räte, derDialog oder die Kirche von unten können getrost dem Rotstift zum Opfer fallen oder ganz einfach
„Let it be“.

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