Samstag, 10. November 2012

Die EU, Gender und die Schwierigkeit keine Satire zu schreiben

Kath.net berichtet hier  über den neuesten Einfall, der EU in Bezug auf die Erziehung zur Androgynität, oder wie das heißt.
Ich meine irgendwie ist das ja nur noch dämlich und so origniell auch nicht.
Als ich vor nunmehr einem viertel Jahrhundert schwanger war,  wurde mir  von ausnahmslos jedem, aus meinem studentischen Umfeld, folgendes gesagt "Hey cool (oder auch, da kann man doch heutzutage was gegen machen!) und dann mit bedeutungsschwerer Miene ans Herz gelegt "Du musst aber darauf achten, dass du das Kind frei entscheiden lässt, mit was es spielen will. Du darfst das nicht geschlechtsspezifisch erziehen. Du musst das Buch "Wir werden nicht als Mädchen geboren, wir werden dazu gemacht" lesen.
Ich hab das Buch nicht gelesen und ich war damals viel zu sehr mit ganz praktischen Problemen beschäftigt, um mir großartig Gedanken zu machen.
Wir hatten aus praktischen (finanziellen Gründen) geplant, dass ich arbeiten geh und der Kindsvater Hausmann spielt. Um es kurz zu machen, es ging einfach nicht!
Das Kind wurde geboren und es war ein Junge! Ich hatte beschlossen, einfach mal abzuwarten und er war einfach männlich. Er war kaum ein halbes Jahr alt, da fingen die Mädchen! an, ihm nachzulaufen (zunächst nachzukrabbeln)   und egal wie robust und unverwüstlich das Spielzeug auch angeblich war, er hat es zerlegt und ruiniert.
Das mit dem Nachlaufen ging den ganzen Kindergarten und die ganze Schulzeit hindurch, und ich fand das schon blöd, einerseits wegen dem beständig besetzten Telefon, anderseits dachte ich "Was ist nur mit den Mädels los? Da werden die emanzipiert erzogen, seit dem Kindergarten und dann kommt da so ein halbwegs gutaussehender Bengel der sportlich und nicht  blöd ist und die führen sich alle auf, wie man sich Mädchen im Klischee vorstellt,"
Selbstredend war er das rote Tuch sämtlicher Lehrerinnen. Naja er hat es überlebt.


Als nächstes wurde meine Tochter geboren, wir immer noch halb auf dem Trip, das an dem Gendergerede (hieß damals noch nicht so) was dran sein könnte, ließ ich den Dingen wieder ihren Lauf.
Sie war ausgesprochen weiblich, zickig von Geburt an. Madame brauchte als erstes etwas Sauerstoff um die Nase, weil Madame not so amused war nun, plötzlich, selber atmen zu müssen. Madame trank nur aus der linken Brust, die rechte war ihr nicht genehm. Madame zickte beim Essen bis heute und Madame war hübsch und goldig und wusste das auszunutzen. Madame zerlegte nie ein Spielzeug und waren die Kindergeburtstage ihres Bruders, immer mit der bangen Frage verbunden "Wie beschäftige ich die Horde schreiender, raufender, hyperaktiver Buben nur 3 Stunden lang?" so war es bei ihr anders.
Weil sie im Winter Geburtstag hat, hatten wir, durch die Erfahrungen mit dem Bruder, gewitzt, ein minutiöses Programm mit genug Alternativen ausgedacht.
Es war dann so, die geladenen  Damen kamen und waren gesittet und saßen am Tisch und verbrachten den ganzen Nachmittag am Tisch im Kinderzimmer, malten irgendwas, waren zufrieden und brauchten keine Bewegung!
Es war mir eine Lektion und seit dem halte ich das ganze Gendergeschätz für dummes Gebabbel von Leuten die entweder keine Ahnung haben oder die eigenen Kinder auf dem Altar ihrer privaten Ideologie verbiegen lassen (um nicht eine schlimmere Vokabel zu benutzen).
Und auch, wenn meine andere Tochter gerne rauft und mein anderer Sohn sehr ruhig und ordentlich ist, auch wenn mein jüngster Sohn so gut wie gar nix isst, es ist einfach anders, wenn ein Junge zickt und wenn ein Mädchen zickt. Auch  Jungs mit Ordnungsfimmel sind anders ordentlich, als Mädchen mit Ordnungsfimmel!
Es ist ein Kampf gegen die Natur, den, wie so vieles, unser Papst in dem Buch "Salz der Erde" so formuliert hat:
IN den 60ern gesellte sich zu den Befreiungskämpfen in den Kolonien, im Westen, der Kampf gegen die Natur [des Menschen].
Witzig an der Sache ist nur, dass die gleichen Leute die es immer mit der "Natur" haben, die Natur des Menschen verbiegen wollen, "auf Teufel komm heraus"
Womit wir wohl beim zugrundeliegenden Problem wären.

Kommentare:

  1. Das kontern die Genderideolog-innen aber ganz cool mit einem : da muß sich die Biologie eben der Soziologie unterordnen. Soll heißen,wenn die Kinder wirklich nicht so sind, wie wir es ideologisch fordern, dann machen wir sie eben so- auch mit mehr oder weniger sanfter Gewalt.
    Die Damen sind schließlich laut eigenem Dafürhalten unfehlbar.

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  2. Eher mit mehr Gewalt, wenn das von den Gender-Ideologen propagierte "social engineering" in Richtung Übersexualisierung im Erziehungsbereich schon der Kleinsten und Jüngsten (Krippe, Kita, Schule) nicht gestoppt wird.
    Es kann nicht ernst genug genommen werden, was die Vernichtung des Selbstverständnisses von Mann und Frau für Buben und Mädchen bedeutet, die sich gemäß ihren genetischen Vorgaben an Vorbildern entwickeln müssen (siehe Buch „Vergewaltigung der menschlichen Identität, über die Irrtümer der Gender-Ideologie“)

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