Sonntag, 18. November 2012

Die Schutzpatronin für Single-Frauen


Irgendwie hat mal wieder alles gepasst: Zu Ehren der heiligen Munditia feierten wir heute eine Messe in unserer Stadtpfarrkirche St.Peter. Die Martyrerin, deren Reliquien in einem Schrein eines  Seitenaltares der Kirche liegen,  war eine frühe Christin, in einer Zeit, wo es noch Gefahr für Leib und Leben bedeutete, sich offen zu Christus und dem Glauben zu bekennen.  Ihre Gebeine kamen im 17. Jhd. nach München.
Im abendlichen Hochamt war die heilige Märtyrerin Mittelpunkt von Gebeten und einer Predigt, die dazu motivierte sich selbst – auch gegen Widerstände – für den Glauben stark zu machen.
Prälat Jung ging in seiner Predigt auf das Martyrium von Munditia ein, die mit einem Beil hingerichtet wurde – aber trotzdem vorher den Glauben nicht nur gelebt sondern auch weitergegeben hat.
Die Weitergabe des Glaubens, war dann auch  das Hauptmotiv der Predigt. Prälat Jung betonte die Wichtigkeit der Familie für die Weitergabe des Glaubens, und dass KiTas oder Schulen nur bedingt dafür taugen würden. In diesem Zusammenhang kam er auch auf die heutigen „Werte“ zu sprechen und fragte, was sie denn seien, wenn sie nicht vom Glauben getragen würden. Erging auch kurz auf die sog. „Sterbehilfe“ für Alte ein und merkte an, dass in einigen Nachbarländern die Alten schon beginnen würden, sich zu fürchten. Eine wunderbare Predigt, wo man sicher sein konnte, dass dort weit und breit kein Mitglied aus dem närrischen Dreigestirn auftauchen würde. Sie wären sicher reihenweise in Ohnmacht gefallen – bei so viel „Fundamentalismus“... und einer Messe, die im wesentlichen auf Latein gehalten wurde.

Traditionell wird dieser Festgottesdienst mit einer Lichterprozession beendet, die direkt zum Schrein führt. Die Lichter, die wir durch die dunkle Kirche trugen, brachten Wärme und Licht in unsere Herzen, die Segnung  mit der Reliquie war Höhepunkt und Abschluss. Und – es waren auch sehr viele Männer dort, die sich mit dem Schrein segnen ließen.

So gestärkt, können wir beherzt unseren „Fundamentalismus“ weiterleben, damit sich das närrische Dreigestirn samt Anhang auch in den nächsten Jahren  wieder richtig vor uns fürchten kann.


Der Schrein der heiligen Munditia in der Stadtpfarrkirche
St. Peter in München
Bild Andrew Bossi via Wikimedia Commons

Kommentare:

  1. Hallo,
    weißt Du irgendwas darüber, warum der Schrein auf einem Libori-Altar steht?

    AntwortenLöschen
  2. Was ist ein Libori Altar??

    AntwortenLöschen
  3. Ich habe nichts darüber finden können, warum der hl. Liborius auf dem Altar zu sehen ist. Offensichtlich gibt es keine Verbindung zwischen Munditia und Liborius.
    Die Gebeine Munditias kame 1675 von Rom nach München. Es gibt aber nirgendwo einen Hinweis, warum der Schrein am Liborius-Altar steht.

    AntwortenLöschen

Mit dem Posten eines Kommentars erteilen Sie die nach der DSGVO nötige Zustimmung, dass dieser, im Falle seiner Freischaltung, auf Dauer gespeichert und lesbar bleibt. Von der »Blogger« Software vorgegeben ist, dass Ihre E-Mail-Adresse, sofern Sie diese angeben, ebenfalls gespeichert wird. Daher stimmen Sie, sofern Sie Ihre email Adresse angeben, einer Speicherung zu. Gleiches gilt für eine Anmeldung als »Follower«. Sollten Sie nachträglich die Löschung eines Kommentars wünschen, können Sie dies, unter Angabe des Artikels und Inhalt des Kommentars, über die Kommentarfunktion erbitten. Ihr Kommentar wird dann so bald wie möglich gelöscht.