Mittwoch, 14. November 2012

Doppelmoral, die zweite

Der gestrige "Shitstorm" in Dortmund war mal wieder ein gutes Beispiel:.

Es sind immer die Medien, die diese "pubertären Aktionen" zu einem virtuellen Volksaufstand hochstilisieren, und auf ihren eigenen Internet-Portalen kräftig nachlegen, wenn es ihnen in den Kram passt. Dortmund hat offenbar mal wieder gepasst.
Nicht passend finden sie es allerdings, wenn  ein von uns allen verabscheutes Pseudo-katholisches Portal in gleicher "shitstorm"-Manier ihre Lieblinge angreift. Da schreiben sie berechtigterweise von anpöbeln, unberechtigten Anschuldigungen etc.  - also berichten halbwegs wahrheitsgemäß.

Bei diesen unglaublichen Verbalattacken, die bei dem gestrigen "shitstorm" des pubertären Mobs über die Kirche ausgekübelt wurden, müssen wir allerdings heute folgendes lesen:
"Über Facebook wurde starker Druck ausgeübt", oder "es tobte ein Kulturkampf" oder "Die Entrüstung war groß"... usw. Kein Wort mehr von unsäglicher Pöbelei, kein Wort mehr von Drohungen.
Kein Wort mehr davon, dass die Medien diesen Mob wieder fleißig unterstützt haben. Selbst katholisch.de macht fleißig mit im Beschönigen und Abwiegeln. Kein Wort dazu, wie sich eigentlich die Mitglieder dieser Dortmunder Gemeinde fühlen müssen, die dem nichtgetauften Kind nichtchristlicher Eltern diesen Grabplatz zur Verfügung gestellt haben.

Ganz ehrlich, wir finden Pöbelei auch nicht toll, deshalb haben wir ja gestern schon mal das eine oder andere Beispiel gebracht. Wir finden aber auch, wir sollten Pöbelei beim Namen nennen, egal aus welcher Ecke sie kommt.

Den Vogel hat übrigens mal wieder die SZ abgeschossen, in dem sie die Holztafel, auf der der Name des Kindes steht (und die auch mit BVB-Stickern beklebt ist) als "ein Holzkreuz"  bezeichnet hat.  Oder hat sie das Spielzeugschwert, das ebenfalls das Grab ziert etwa mit einem Kreuz verwechselt?

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