Donnerstag, 15. November 2012

Ein diskreter Hinweis von ganz unten?


Wurde der „Blackout“ in München von der SZ verursacht?

Wir wissen es ja schon eine ganze Weile. Journalisten fürchten eigentlich weder Tod noch Teufel. Eigentlich!
Ganz anders sieht es da aber bei der Süddeutschen Zeitung aus, die man durch die Erwähnung bestimmter Schlüsselworte direkt in Panik versetzen kann. Dazu zählen „Opus Dei“ oder "Exorzismus". Nun, der Opus Dei-Mann Burke, der ja seit einiger Zeit im Vatikan für die Pressebetreuung zuständig ist, arbeitet wohl sehr diskret – man hat zumindest in den letzten Wochen nichts darüber gelesen, dass irgendwelche SZ-Redakeure von Opus-Dei –Albinos in irgendwelche Verliese verschleppt wurden.

Sie fühlten sich also schon fast sicher. Fast. Konnten sie doch ein paar Kirchenleute gewinnen, die ihnen immer wieder erzählen, dass es den Teufel in dieser Form doch gar nicht mehr gibt. Das dient eher der Selbstberuhigung... Denn sonst könnte man ja nicht so schreiben, wie man es weitgehend tut. Aber jetzt kam der nächste Tiefschlag: Das Wort Exorzismus wurde erwähnt und treibt sein Unwesen in den Redaktionsräumen.... die Angst kehrte zurück, denn wenn es Exorzisten gibt ... dann gibt es ja auch ........ Also wollte man Gewissheit und stieß auf das Buch „Der Teufel" von Paul Metzger.

Paniiiiik! 
Hatte man nicht erst kürzlich die evangelische Lukasschule angeschwärzt, dass dort angeblich Kindern mit dem Teufel gedroht würde, den es doch gar nicht gibt? oder doch?
Man hatte sich zu lange auf die „liberalen“ evangelischen verlassen, denn dort spielt der Teufel lt. Metzger schon seit Ende des 18. Jahrhunderts keine Rolle mehr. Nur das hat ihm wohl nicht so gefallen so ignoriert zu werden und deshalb ist er in den protestantischen Freikirchen, etwa bei den Siebenten-Tags-Adventisten oder in den sogenannten Pfingstgemeinden wieder präsent.
"Das aufgeklärte und das evangelikale-fundamentale Christentum driften hier auseinander", sagt Metzger. Das gelte sowohl für ultrakonservativ ausgerichtete Protestanten wie auch für ultrakonservative Katholiken. 

So zeige sich die junge konservativ orientierte Priestergeneration bei den Katholiken wieder deutlich aufgeschlossener für das umstrittene Exorzismus-Ritual als ihre älteren Kollegen.  Viele katholische Kirchenmänner würden gerne ganz auf das personifizierte Böse verzichten – die Redaktion der Süddeutschen natürlich auch. Mit dieser Gewissheit konnte man vorsichtshalber erstmal aufatmen.

Trotzdem fragte man vorsichtshalber doch einmal  im Ordinariat der Erzdiözese München und Freising nach, um erleichtert festzustellen, dass es dort "keinen speziellen Exorzismusbeauftragten", gebe. Aber man ließ nicht locker und fand heraus, dass die Sache inoffiziell anders aussieht. Ein Mitglied einer geistlichen Gemeinschaft in der Münchner Erzdiözese das seinen Namen nicht in der Zeitung lesen möchte, sagt, er sei der Ansprechpartner, wenn in der Erzdiözese Menschen auftauchten, die sich für besessen halten.

Das muss wohl der Grund sein, dass die SZ in den letzten Wochen relativ „brav“ über Kirchenthemen berichtet. Sie kennen den "Exorzisten", denn er steht vor der Tür.

Genutzt hat es allerdings nix, denn heute hat sich das Böse mit voller Wucht zu erkennen gegeben:
Er hat ganz München lahmgelegt und das auch noch im Berufsverkehr. Nichts ging mehr. Besonders getroffen hat es wohl die Mitarbeiter der SZ, die erst mal nicht mit dem Zug nach Zamdorf kamen, und die Autofahrer mussten dann zu Fuß in die oberen Stockwerke laufen. Vielleicht ist ja auch der eine oder andere im Aufzug stecken geblieben.
Was wäre erst passiert, wenn der Exorzist nicht vor der Tür gestanden hätte?

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