Dienstag, 20. November 2012

Hart aber wahr!

Gestern muss es wohl im TV mal wieder richtig hoch hergegangen sein.
Nachdem die ARD für diese Woche eine Themenwoche zum Thema "Sterben" ausgerufen hatte - und das sogar via Plakaten bewirbt, nehmen sich auch die diversen Talkshows dieses Themas an.
Nach zwei Tagen kann man den Eindruck gewinnen, dass man in einer Art permanenter Gehirnwäsche die Menschen in Deutschland darauf vorbereiten will, dass es doch schön ist, selbstbestimmt aus dem Leben zu scheiden - und das Weltbild immer mehr in diese Richtung zu verschieben.

Gestern abend ging es nun um die aktive Sterbehilfe. Ich habe es mir nicht angesehen, weil man sich vorstellen kann, was da kommt, wenn die Richtigen beisammen sind. Es hat auch gereicht, heute die diversen Kritiken in den größeren Onlinemedien zu lesen, um zu wissen, dass diese Entscheidung richtig war.

Einer der Talkgäste war der Kapuziner-Mönch Bruder Paulus, der ja vielen durch seine mediale Präsenz bekannt ist.

Er hat - weil er sich aus der Sicht des Glaubens äußert, gestern abend mal wieder voll gegen die PC verstoßen und ist heute der "Buhmann der Nation". WeltOnline titelt z.B. "Eiseskälte statt barmherziger Wärme bei Bruder Paulus". Was hat er nun also getan, der böse Bruder Paulus? Er hat es tatsächlich gewagt, im Sinne unseres Herrn zu sprechen, der wie wir alle wissen und glauben, der Weg, die Wahrheit und das Leben ist.
Ja, er hat es gewagt, einem Schweizer Unternehmensberater, der seiner Alzheimerkranken Frau mit Medikamenten zum "humanen" Sterben verholfen hat, mit der Wahrheit zu konfrontieren, indem er ihn fragte, warum er ihr denn nicht die Pulsadern aufgeschnitten habe.
Und schon fegt ein (Shit)Sturm der Entrüstung durchs Land. Aber: hat er nicht einfach nur das getan, was in diesem Land mal dringend nötig ist? Die Wahrheit ausgesprochen!

Liest man dann die Leserkommentare unter dem WOn-Artikel, sieht man, wie weit die Gehirnwäsche in Sachen Euthanasie in Deutschland schon gekommen ist. Hier wird Bruder Paulus in übelster Weise beschimpft und angegriffen, was er denn da von den Leuten verlangen würde, einfach das Leiden auszuhalten.
Andere Kommentare sprachen davon, dass jedes Tier eingeschläfert würde, aber der Mensch leiden müsse. Stellen sich wirklich schon viele Menschen auf die Stufe mit einem Tier?
Noch schlimmer sind allerdings die Leserkommentare unter einem Artikel der FAZ zum gleichen Thema, weil sie sich auch noch einen intellektuellen Anstrich geben.

Zeigt die Links-Grüne Ideologie, die noch im schönen Kleid der Spaßgesellschaft daherkommt, hier schon ihre hässliche Fratze?

Dass man das Thema Sterben auch anders abhandeln kann, zeigte wieder einmal der BR, der zur gleichen Sendezeit eine Dokumentation über ein Ehepaar brachte, dessen Tochter in den 90ern von einem Vergewaltiger ermordet wurde.

Kommentare:

  1. Es gab in der NS Zeit einen Propagandafilm pro Euthanasie http://de.wikipedia.org/wiki/Ich_klage_an_%281941%29
    Warum nur fällt mir immer wieder das Wort von den neuen Heiden ein?
    Und um nochmal Guardini zu zitieren, der hat im Winter 45 ein keines Büchlein geschrieben mit dem Titel "Der Heilbringer" und darin schreibt er:
    Wenn das Heidentum gewählt wird, aus der bewussten Ablehnung Christi, dann kippt es ins Dämonische! Wohin das führt, das haben wir die letzten 12 Jahre erlebt.
    Krankenschwestern berichten übrigens immer wieder, das auch Leute, die in guten Tagen gebrüllt haben "Ich will nicht leiden, ich will selber entscheiden, wann ich geh!"
    Das diese Leute, wenn es denn soweit ist, um jeden Atemzug kämpfen und genauso wie alle anderen auch, am Leben hängen.

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    1. Das stimmt. Wenn man sich dazu noch erinnert, dass der sterbehelfende Arzt in der Sendung aufs heftigste betonte, dass im alten Griechenland das Reichen des Schierlingsbechers eine "heilige Pflicht" des Arztes war, dann wird einem klarer und klarer, dass wir in den Zeiten einer zerfallenden Kultur leben. So wie auch viele Medien das Prinzip der "Brot und Spiele" - Gesellschaft transportieren und verherrlichen.

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  2. nun, es ist immer das Gleiche: unsere Zeitgenossen, mimosengleich und zartbesaitet- besonders wenn es um das Ertragen auch nur des leisesten Schmerzes geht ( brauchen beim Zahnarzt für die Behandlung eines Zahnes eine Vollnarkose)wollen gleich Nägel mit Köpfen machen. Sie wollen nicht das Leid beseitigen sondern auch gleich den Leidenden. Das ist eine bequeme, resourcensparende und ganzheitliche Lösung.
    Daß es nun ausgerechnet vielfach die politisch so korrekten linksgrünen Menschen ( aber auch das sich liberal-humanistisch gebende neoheidnische Bürgertum) sind, die auf der ganzen Linie der NS-Ideologie für diesen Themenkreis folgen und sie nach und nach in unserer Zeit gesellschaftsfähig machen ( wollen) ist besonders grotesk und gleichzeitig bitter. Die Eugenik erobert langsam aber sicher das Terrain für den erbgesunden Nachwuchs ( PID) , die Euthanasie ist ebenfalls auf dem Vormarsch, auf leisen Sohlen hat sie das schon akzeptierte Terrain der passiven Sterbehilfe verlassen und präsentiert sich -indem sie mit vollendeten Tatsachen prahlt- illegal aber dafür umso aggressiver als aktive Sterbehilfe. Wer aber Klartext spricht- wird sofort ausgegrenzt und durch eine inzwischen so erprobte virtuelle Hexenjagd unmöglich gemacht.
    Und ob kommerzielle Killerkommandos ( vulgo kommerzielle Sterbehelfer), die durch die Krankenzimmer und Altersheime ziehen und eine Schneise des Todes hinterlassen nun wirklich die Welt dem Paradies ein Stück näher bringen, wie die Jünger des Tod-to-go uns weismachen wollen, ist mehr als fraglich. Und es ist nicht nur die NS-Ideologie, die da Pate steht, auch deren praktische Erkenntnisse, was Gifte und Gase zum Zwecke der Tötung angeht, werden genutzt. Gleichzeitg aber wird laut - je länger die NS-Zeit her ist, desto lauter getönt, wie abscheulich dieses Gedankengut doch war. Schizophrenie? Ist es auch Wahnsinn, so hat es doch Methode.

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