Donnerstag, 22. November 2012

Müssen wir uns wirklich Sorgen machen?

Gerade mal ein bisschen bei katholisch.de rumgestöbert und schon ergreift mich - das auch noch - die November-Depression!
Klar, dafür ist katholisch.de ja da, dass dort auch die zu Wort kommen, auf die sonst keiner mehr hört.
Der gute Alois Glück hat also seinem Frust mal wieder Luft gemacht:
Der katholischen Kirche droht seiner Meinung nach ein großer Bedeutungsverlust.
Also da muss ich jetzt aber mal laut wiedersprechen. Bei mir hat die Kirche überhaupt keinen Bedeutungsverlust - im Gegenteil ich liebe sie von Tag zu Tag mehr und danke meinem Gott dafür, dass er bei mir ist und mich in seiner Kirche aufgenommen hat.

Der Reihe nach: Den Vorsitzenden des ZDK treiben derzeit große Ängste um, dass die Bedeutung der Kirche innerhalb der Politik nachlasen wird, weil immer weniger Politiker aus dem katholischen Milieu kommen. Herr Glück meint, dass die Menschen sich deshalb nicht mehr politisch engagieren würden, weil sie befürchten müssten, für ihre politischen Entscheidungen innerkirchlich angefeindet zu werden.

Ich bin jetzt leider nicht intelligent genug, um die seltsamen Gedankengänge von Herrn Glück nachzuvollziehen. Aber ist es nicht eher so, dass man sich in unseren Zeiten fast schon wieder zwischen einem Leben im Glauben und einem Leben in der Politik entscheiden muss?
Welcher gläubige Mensch will sich denn wirklich aus seinem Gewissen heraus zu Entscheidungen nötigen lassen, die den derzeitigen Zeitgeist zementieren.

Welcher positive gläubige Mensch hat denn wirklich Lust sich in ein so negatives Umfeld zu begeben, wo er nur dann etwas erreichen kann, wenn er lügt, seinen Mitmenschen möglichst viele Beine stellt, seinen eigenen Vorteil sucht, potentielle "Gegner" durch Denunziation ausschaltet und so weiter und so fort ... und dafür die Wahrheiten des Glaubens an der Garderobe abgeben muss. Da sag ich doch lieber "Nein danke".

Es wäre also doch erstmal vonnöten, dass sich die Mitglieder des ZDK aufrichtig darum bemühen, dass der Glauben wieder in die Politik gebracht wird, dass Kirchenthemen dort wieder ernst genommen werden. Völlig überflüssig ist allerdings das derzeitige Handeln des ZDK, sich von der Politik vorschreiben zu lassen, was man zu denken und zu sagen hat - und auch was man zu glauben hat und damit die Politik in den Glauben zu bringen.
Dieses Kuschen vor der Politik marginalisiert die Kirche viel mehr und nimmt ihr ihre Bedeutung.

Im Moment sollten wir das tun, was Christus uns gelehrt hat, unseren Glauben zu leben und uns mit Gebeten gegen die Gefahren für unseren Glauben stärken.
Das wirkt!
Und nur auf diese Weise wird der Glaube gestärkt und dann auch wieder Teil der Politik sein können.
Wichtig ist, was der Glaube uns bedeutet, nicht was er in der Politik bedeutet. Lieber zurück in die Katakomben, als mitzumachen, damit man hinterher wieder mit dem Finger auf uns zeigt und uns erklärt, warum die katholische Kirche und insbesondere der Papst an allem schuld sind.
Folgen wir also lieber unserem Papst und vertrauen und gehorchen seinem Wort - mehr Bedeutung können wir unserer Kirche gar nicht geben.








Kommentare:

  1. Die Kirche ist dazu da, die Wahrheit zu verkünden und so eine Wahrheit,lässt sich eben nicht einfach per Mehrheitsentscheid finden.
    Ich meine man war zwar zu Zeiten der französischen Revolution dem sei anders, der Voluntée Generale sei heilige immer richtig u.s.w.
    Aber Rousseau hat sich geirrt und Kardinal Ratzinger stellt in "Werte, Wahrheit, Würde, Macht" fest, der Voluntée Generle ist nur dann wahr, und richtig, sprich so eine Demokratie funktioniert, wenn die Gewissen der Menschen richtig gebildet sind

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