Freitag, 16. November 2012

Mut

Henryk M. Broder schreibt heute in WOn in seiner gewohnt deftigen Sprache über das Deutsche Gutmenschentum, das sich selbst, abseits aller Gefahr "Mut" attestiert und sich gegenseitig "Mut-Preise" verleiht.
Denn es muss wirklich sehr wohltuend sein, sich Mut zu beweisen, indem man mit dem Strom schwimmt, Dinge laut ausspricht, die alle hören wollen und sich damit im Kreis dieser Etablierten hervorzutun.

Anders ist es nicht mehr zu erklären, warum sich seit einigen Tagen auf katholisch.de so seltsame Artikel finden, wie



  • das sofortige Einknicken vor dem Facebook-Mob eines Fußballlvereins*, ohne sich bei der Gemeinde vor Ort zu informieren, oder darüber zu berichten, welche Meinung die Gemeindemitglieder dazu haben 
  • oder der gestrige Artikel über die "Heroisierung" eines Kämpfers, der auch seine berufliche Tätigkeit bei der Caritas für den Kampf gegen rechts nutzt
  • oder heute - als aktueller "Höhepunkt", die Quasi-Befürwortung der Abtreibung, weil in Irland eine werdende Mutter in Folge einer Blutvergiftung gestorben ist und die Hintergründe noch gar nicht geklärt sind.
Man könnte fast meinen, katholisch.de wird redaktionell von einem der Linken Blätter gemacht und es soll damit erreicht werden, dass die Kirche endlich auf die Staatslinie einschwingt!

Oder will auch die Kirche einmal einen "Mutpreis" bekommen und warum braucht sie den?

*Pater Hagenkord hat dazu auf seinem Blog einen sehr guten Artikel geschrieben

Kommentare:

  1. Ich habe katholisch.de schon vor einigen Wochen aus meiner Blogroll entfernt. Allein die Artikel zu den Sakramenten sind (zumindest für einen kirchlich-katholischen Web-Auftritt) haarsträubend bis peinlich.
    Da nutzt auch das schönste Design nichts...

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    1. Ich frage mich manchmal auch, wo die schreiben lassen .....
      Denn zwei Millionen dafür ausgeben, damit dort das gleiche steht, wie in den Mainstremmedien, das hätte es nicht gebraucht. Von einem katholischen Portal erwarte ich mir katholische Inhalte und keine Adaption von dpa-Artikeln.
      Schade, es hätte wirklich gut werden können.

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