Samstag, 3. November 2012

Von Klima- und anderen Göttern

Oder welcher Gott "strafen" darf und welcher nicht...

Seit Tagen berichten die Medien uns über den Sturm "Sandy", der mit voller Wucht über die amerikanische Ostküste hinwegzog und dort große Verwüstungen hinterließ. Dass die Sache nicht so glimpflich abging, liegt natürlich auch daran, dass in USA der Strom weitgehend durch oberirdische Kabel fließt - und die Kabel nicht wie bei uns in der Erde verlegt und deshalb weniger anfällig gegen die Unbill des Wetters sind.
Heute morgen also titelte WOn: "Die New Yorker fühlen sich wie in einem Dritt-Welt-Land", weil seit Tagen der Strom nicht mehr fließt. Ich hatte dann noch Zeit, ein paar Kommentare unter dem Artikel zu lesen, die überwiegend voller Häme und Hetze gegen die "bösen" Amerikaner waren, die halt nun mal das Klimaprotokoll nicht unterschrieben hätten und deshalb von der Natur abgestraft wurden ...

... dann musste ich aus dem Haus und vorher noch tanken. Kaum war ich an der Tankstelle im Nachbarort angekommen, musste ich mich wie in einem "Dritt-Welt-Land" fühlen, denn auch dort war der Strom ausgefallen, es floss kein Benzin und in der Tankstelle war eine Riesenmenschenmenge, die nicht bezahlen konnte. Ich kehrte um, fuhr zurück über die Stadtgrenze an die erste Tankstelle in der "Erst-Welt-Stadt" und während das Benzin in meinen Tank floss, kamen mir ein paar Gedanken zu der Schadenfreude der Forenschreiber in WOn, SPON, Focus, SZ etc., die sich seit Tagen an den sturmgeschädigten New Yorkern abreagieren:

Es ist jetzt gerade mal 7 Jahre her, als der Hurrikan "Katrina" über New Orleans zog. Wir alle erinnern uns an die Wassermassen, die daraufhin die Stadt unter Wasser setzten, viele Todesopfer forderten und die Stadt für eine lange Zeit unbewohnbar machten.
Wir erinnern uns auch noch an den Linzer Pfarrer Gerhard Maria Wagner, der in einer Predigt gesagt haben soll, Katrina sei die Strafe Gottes für die Hedonisten und die ausgeuferte Spaßgesellschaft im "Sündenpfuhl" New Orleans.
Wir erinnern uns auch noch an die Aufregung und Hysterie in der Links-Grünen Szene, die nun mal von einem strafenden Gott gar nichts wissen will und sich deshalb derart laut bemerkbar machte, dass Pfarrer Wagner nicht Bischof werden konnte.

Wo aber kommt jetzt plötzlich dieser strafende "Gott Natur" her? Auf Befehl der Links-Grünen Atheisten darf es doch gar keinen strafenden Gott geben? Ist der "Gott Natur" etwa so viel mächtiger als Gott selbst?
Belohnt er die Gläubigen an die Klimareligion und straft er die, die nicht dran glauben, z.B. die Amerikaner. Muss man also nur an die Klimareligion glauben, den "Gott Natur" besänftigen und schon ist alles gut?. In welchem Jahrhundert leben die denn? Wissen die nicht, was die Donar-Eiche ist? Sind wir nicht dem Germanentum mit seinen seltsamen Göttern seit langem enteilt?

Oder darf der "Gott Natur" Dinge tun, die man dem einzigen und wahren Gott nicht zugesteht?
Wie sonst lässt es sich erklären, dass das Grüne Bürgertum und die Grüne Schickeria einen strafenden "Gott Natur" durchaus in Ordnung finden, weil er ja die in ihren Augen "richtigen" bestraft.
Während der einzige Gott natürlich total "unchristlich" ist, weil er die falschen (das hedonistische New Orleans) bestraft?

Ist der "Gott Natur" also der "bessere Gott", weil er sich von seinen Anhängern befehlen lässt, wen er zu strafen hat und wen nicht?

Erschreckend, aber es scheint so, dass die Anhänger der Klimareligion das wirklich glauben.




Kommentare:

  1. Da? die Naturreligionen wundersame Erneuerung erfahren, ist schon lange zu beobachten.

    Was den Amerikanern ihre geliebten, stets zusammenbrechenden Freilandleitungen, sind uns (?) die Windmühlen, die Stromdächer und die Brandbeschleuniger an den Wänden.

    Im letzten Winter und Frühjahr geschah es dank Energiewende zweimal. daß wir hart am Rande eines großflächigen Stromausfalls entlangtaumelten.

    Deshalb mein Tip: Alle 100 km volltanken. Weitere Vorsorge, wie Feuerstelle und Toilettenersatz können sich nur Hausbesitzer leisten. Man frage zudem, wie hoch die durch Handpumpen (!) verfügbare Menge an Benzin o.ä. bei Feuerwehr, Polizei und Krankenhaus ist. Oder besser nicht: Es könnte Panik aufkommen.

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  2. Gaia wird als weibliche Göttin angesehen, und soweit ich den Hokuspokus kenne, muß sie wieder "rein" werden und von dem zerstörerischen Einfluß der Menschen befreit werden, entweder durch die Ausrottung der Menschheit (siehe Bevölkerungspolitik der letzten Jahrzehnte) oder durch Überleben der Erleuchteten, die die Natur "verstehen" und in ihr leben können ohne das "natürliche Gleichgewicht" zu stören. Elitarismus und gnostisches Geheimwissen alles inklusive.

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    1. Und diese "Reinheit" soll ausgerechnet von den Links-Grünen Heiden erreicht werden. Man muss ja jetzt keine Namen nennen, wir wissen auch so, von wem wir reden. Aber ausgerechnet die sollen für eine "neue Reinheit" der Erde sorgen?
      Die "Verbesserung des Bildungssystems" trägt wirklich seltsame Blüten.

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  3. Ja, nachdem der letzte Versuch mit dem neuen Heidentum gescheitert ist, kommt der nächste Versuch.

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