Donnerstag, 13. Dezember 2012

Jesus und die Frauen

Also, dazu ist ja viel und erhellendes gesagt worden, und manchmal denke ich noch daran, wie mein Sohn seinen Relilehrer in Schnappatmung versetzt hat.
Wie heutzutage üblich, wird ja im katholischen Reliuntericht erklärt, dass Jesus zwar cool und gut drauf und überhaupt war, aber die Kirche je nun, ihn einfach nicht verstanden hat,
Weil das, was alle Welt heutzutage will, ja mehr auf der Linie dessen sei, was Jesus gewollt hat...........
Wir kennen das ja alles bis zum Überdruss.
Auf jeden Fall wurde der aufsässige Bengel , der mein Sohn ist und zu seinem Leidwesen von frühester Jugend an mit zur Kirche gehen musste und auch in der örtlichen Pfadfindergruppe viel Gutes und Vernünftiges zu hören bekam, irgendwann von der deutsch katholischen Wirklichkeit eingeholt.
Ich muss jetzt hier mal gestehen, dass ihm das fromme Elternhaus irgendwann einmal gewaltig auf die Nerven ging, aber die Anbiederei diverser moderner Theologen noch mehr.
Also wurde im Reliunterricht lang und breit über den Reformstau in der Kirche, bezüglich der Emanzipation der Frauen, aus überkommenen, ungerechten, patriarchaischen Strukturen lamentiert.
Irgendwann einmal stellte einer der Kurzen die Frage, warum Jesus sich zu dem Thema nicht geäußert habe.
Weil, wenn das mit den Frauen weg von Herd und hinein in die Produktion und weg von den Windeln (außer gegen Bezahlung als "Tante" in 'ner Krippe) und so, wirklich so wichtig wäre, dann müsse Jesus ja was dazu gesagt haben.
Nun war der Lehrer in der Bredouille, und er verfiel auf die heute noch gängige These, dass, wenn Jesus heute, dann...........

Darauf meinte der aufsässige Jüngling, welcher mein Sohn ist, nur:
er habe ja mitgekriegt, das Jesus sich zu allen wirklich wichtigen Sachen geäußert habe, ergo könne man nur schließen, für Jesus sei die Emanzipation der Frau nicht was wirklich Wichtiges. Weil, wenn das in irgendeiner Form wichtig sei, dann hätte er, Jesus, da schon was dazu gesagt und auch Frauen als Apostolösen berufen, weil man ihn ja schließlich eh ans Kreuz geschlagen habe.
Jesus sei eh eine Herausforderung für seine Zeitgenossen gewesen, ein wahrer Skandal für die Scheinheiligen und wie gesagt, da hätte der  Ärger wegen Apostoleusen  den Bock auch nicht mehr fett gemacht....

Ich finde immer noch, manchmal haben 16 jährige Jungs echt tiefe Einsichten und weiß mich hier mit dem heiligen Augustinus einig, der ja auch ganz fasziniert davon war, was sein 16 jähriger Sprößling, Adeolatus, so von sich gab.
Ältere Damen sind da oft vernagelter und so verweise ich auf den Link hier, wo eine Konvertitin zwar behauptet, die katholische Kirche zu lieben, aber de facto nicht versteht, was die Kirche ist.
Insbesondere behauptet die Dame, die Zeiten würden sich ändern und Jesus würde heute ganz, gaaaanz anders handeln.
Angeblich gibt es im Buch "Die Gebrüder Karamasow" von Dostojewski, in der Legende vom Großinquisitor, eine Stelle, wo der Großinquisitor Christus erklärt, das er sterben müsse, weil er die Ordnung störe.

Es gibt halt Dinge in der Welt die ändern sich nie!





3 Kommentare:

  1. Respekt. Coole Argumentation von Deinem Sohn. Mir fällt so was immer nur Stunden nach solchen Diskussionen ein....

    Und der Artikel auf The European ist doch eine wunderbare Zusammenfassung des Mainstreams. Der Punkt ist nur für uns: wie kann man so offensichtlich irrende zur Einsicht bringen?

    (Rhetorische Frage, ich erwarte keine echten Konzepte, der Herr wird's schon geben, wenn Er es für notwendig hält, ansonsten hat der Mensch immer noch seinen freien Willen)

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    1. Wahrscheinlich hat der Herr sie uns geschickt, damit Frau Uta R-H eine "würdige Nachfolgerin" findet. Auch sie war ja konvertiert, um die katholische "umzukrempeln". Was sie erreicht hat, wissen wir inzwischen. Ab und zu dient sie noch mal als Lachnummer in einer Talkshow.

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  2. Die "Was würde Jesus heut tun/sagen/nicht sagen"-Vertreter , allen voran Johannes XXIV Küng und Heiner Flagellatus Geißler sind eh ein desolater Haufen, die letztendlich sich selbst an die Stelle Jesu setzen und von sich glauben, via Hl.Geist (hmmm...) Wissen darüber erlangt zu haben, was Jesus, käme er heute auf die Welt, sagen und tun würde.
    Nach ihren übereinstimmenden Phantasien würde er sich bedingungslos dem Zeitgeist und der mainstream-Meinung anpasssen und diesen nach dem Munde reden. Merkwürdig. Er würde sich dem politischen Wunschdenken , der Genderideologie, der Kultur des Todes anschließen? Das verehrte Kirchenkritiker. in der " Was Jesus sagen würde"-Verkleidung. glaubt Ihr ja wohl selbst nicht.
    Bei dieser Fragestellung geht es immer nur um eines: die Unfähigkeit gewisser Zeitgenossen zum Gehorsam gegenüber Gott. Und da Gehorsam ( im guten Sinne) von Hören kommt, haben sie auch das Hören auf das überlieferte Wort Gottes abgestellt und ersetzen es durch eigene Phantasmen.

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