Dienstag, 22. Januar 2013

"Die Sau des Tages"

begann heute ihre Reise. Denn schon heute mittag meldete WeltOnline, dass die deutsche Primärtugend "Denunziantentum" sich bis in amerikanische Universitäten "hocharbeiten" konnte.
Eine deutsche Professorin, die an einer eher unbedeutenden amerikanischen Business School Germanistik unterrichtet (wahrscheinlich wäre sie hier gerade mal Deutschlehrerin in Bremen etc.) hat der großen Welt mal gezeigt, wie die Deutschen mit ihnen unliebsamen Personen umgehen und das ganze Land bis auf die Knochen blamiert. "Nichts dazugelernt, diese Deutschen werden die Amerikaner denken - die typischen Deutschen Unarten konnten trotz aller Anstrengungen seitens der USA nicht eliminiert werden.
Was war geschehen: Der ehemalige deutsche Verteidigungsminister Karl-Theodor zu Guttenberg sollte in der besagten Universität einen Vortrag halten, wo wohl auch schon andere, die ihre Doktorarbeit abgeschrieben hatten, Vorträge hielten.

Nun fühlte sich aber diese linke "Professorin" aufgefordert, die Rede von KTG zu unterbinden, zunächst setzte sie ihren Arbeitgeber unter Druck, nachdem das nicht fruchtete startete sie eine Unterschriftenaktion, und schaffte es, 100 Unterschriften zu bekommen (waren wahrscheinlich die deutschen Studenten - denn die Universität hat insgesamt 6000 Studenten).

Was machen aber die Deutschen Medien daraus? Anstatt, dass sie sich bei den Amerikanern für diesen peinlichen Auftritt der Frau Prof. F. entschuldigen, setzen sie - wie schon bei mehreren anderen Gelegenheiten, ihre Hexenjagd auf KTG fort. Da muss es uns nicht verwundern, dass das Forenprekariat von SPON usw. sich seitdem die Finger wund schreibt, um ihre schon bekannte Meinung über Herrn zu Guttenberg kundzutun.
Schlimmer noch - das Forenprekariat hat wohl die einzige amerikanische Zeitung, die darüber berichtet hat, ergoogelt, und sondert seinen Neid- und Missgunstmüll nun auch dort ab. Ich kann mir allerdings vorstellen, dass es KTG in USA eher Respekt verschafft, wenn die Amerikaner erfahren, dass er 500 Mio. Euro besitzt und dass seine Familie das Geld vor über 500 Jahren durch Zolleinnahmen verdiente.

Aber was sollen die Leser dieser amerikanischen Heimatzeitung denken, wenn sie die Neid- und Missgunstparolen der Linken dort lesen müssen, wissen wir doch, dass Neid und Missgunst in USA eher nicht gut ankommt.
Peinlich, das ganze. Man kann nur hoffen, dass amerikanische Medien die Forenbeiträge nicht dazu nutzen, German-bashing zu betreiben und aufzuzeigen, dass die Deutschen einfach lernresistent sind.

Um zur "Sau des Tages" zurückzukommen: Losgetrieben wurde sie vom Springer-Blatt WOn, die Motivation, die dahinter steckt, lässt sich nicht erkennen. Vielleicht hat aber auch Frau Prof. F. eine PR-Meldung an die deutschen Medien veranlasst, weil sie sich hier in Erinnerung bringen will. Dass die Meldung zur rechten Zeit kam, dürfen wir vermuten, denn die Aberkennung des Doktortitels für unsere Wissenschaftsministerin steht kurz bevor. Und sie hat ja schon verlauten lassen, dass sie in jedem Fall Ministerin bleiben will. Da ist so ein Hype um einen ähnlich gelagerten Fall natürlich gerade recht - und könnte den Spekulationen um die Rückkehr von Karl-Theodor zu Guttenberg neue Nahrung geben.

8 Kommentare:

  1. Es kommt halt bei einer Doktorarbeit auf Eigenleistung an und nicht auf von Vorfahren ererbtes Guthaben.

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    1. Danke Anonym, dass Sie meinen Beitrag bestätigen.
      Es ist das Geld, das die Linken so ärgert.
      Trotzdem peinlich, dass die Linken ihren Neid und Missgunst auch noch in amerikanische Zeitungen hineintragen müssen. Anscheinend reichen die deutschen MSM nicht mehr.

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  2. Es handelt sich dabei nicht um eine "unbedeutende Business School", sondern um das Dartmouth College, ein Mitglied der Ivy League und damit eine der angesehensten Universitäten der Welt. Schlecht recherchiert? Oder mit Absicht Unsinn geschrieben?
    Es geht hier auch nicht um Geld und damit verbundenen Neid, sondern um wissenschaftliche Redlichkeit. Wer sich in dieser Form wissenschaftlich unredlich benimmt, der verdient keinen Dr.-Titel. Wenn bei mir ein Student plagiiert, dann wird er auch gemeldet, egal ob er Bafög kriegt oder per Porsche zur Uni kommt.

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  3. "Nun recherchiert habe ich z.B. hier:
    http://karrierebibel.de/uniranking-2012-die-100-besten-unis-der-welt/
    Dort ist unter den Top100 kein Dartmouth College zu finden. Und wenn diese Top 100 kein Kriterium sind, was dann.
    Sicher war es ein Fehler von Herrn zu Guttenberg, überhaupt einen Dr.-Titel zu erwerben. Er hätte auch ohne Dr.-Titel Minister werden können. Die wenigsten Minister haben einen Dr. Titel.
    Der Titel wurde aberkannt und somit ist der Fall abgeschlossen. Das ganze rechtfertigt trotzdem in keiner Weise eine derartige Hexenjagd und übelstes Denunziantentum wie es im Fall zu Guttenberg betrieben wurde. Das erinnert an dunkelste Zeiten und damit meine ich nicht das Mittelalter. Und ich habe immer gedacht, Deutschland wollte diesen Makel endlich einmal loswerden. Anstatt dessen betreibt eine deutsche Professorin die Hexenjagd in USA (an einer der angesehensten Unis der Welt, die aber nicht in den Top 100 ist) konsequent weiter. Und die linken Forenschreiber (Anonymus from Germany etc.) haben nichts besseres zu tun, als ausgerechnet im Forum einer amerikanischen Zeitung Herrn zu Guttenberg sein Vermögen vorzuwerfen. Damit kann man bei SPON etc. vielleicht Zustimmung erhalten, aber in USA?". Eigentlich sollte man wissen, welches Verhältnis gerade die Amerikaner zu Geld haben..

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  4. Her Professor, selten so gelacht.
    Wissen sie, dass den normalen Menschen all der Kram der in Doktorarbeiten und da besonders in geisteswissenschaftlichen steht, total egal ist?
    Klar muss ne Gesellschaft auch für die Unpraktischen sorgen, aber die sollten sich doch nicht soooo viel auf ihren Elfenbeinturm einbilden.

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    1. ElizaBerlin23.01.13, 19:36

      Das stimmt allerdings - in früheren Zeiten gab es bei uns auf dem Land zwei Ärzte. Eine Frau Dr. J. und ein Herr E.M. praktischer Arzt, der nicht promoviert hatte. Das war nicht weiter schlimm, denn für seine Patienten war er trotzdem der "Herr Doktor", einfach weil jeder Arzt ein Doktor war Er war auch kein schlechterer Arzt, als die promovierte Frau Dr. J. und deshalb hatte er viele Patienten und gute Einnahmen. Es war bis zu seiner Pensionierung kein Nachteil für ihn, keinen Doktortitel zuhaben.
      Von Arzt = Doktor kommen übrigens die berühmten Doktorspiele. Und die Kinder haben auch alle kein Problem damit, noch nicht promoviert zu haben.

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    2. Nicht jede Doktorarbeit ist sinnvoll und nicht jeder, der keinen Titel hat, ist dumm oder schlecht. Es sind aber gerade auch diejenigen, die das nicht begriffen haben, welche unbedingt auch mit unlauteren Mitteln versuchen, an den Titel um des Titels bzw. der Karriere willen heranzukommen. Wenn Guttenberg auch ohne Doktorarbeit ein guter Politiker sein wollte, wozu hat er dann den Titel gebraucht? Hätte er doch ehrlicherweise darauf verzichtet! Es hat ihn nicht das Amt gekostet, dass er nun keinen Titel mehr hat, sondern dass er sich den Titel nicht ehrlich verdient hat.

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  5. Die alten Denunziantenseilschaften sind reaktiviert, durch den Weckruf einer eher unbedeutenden aber umso rachsüchtigeren Frau Professor F. an einer ebenso eher unbedeutenden amerikanischen Uni zu den Waffen gerufen.Die strapazierten Tastaturen spucken wieder die gleichen neid-und mißgunstbedingten Kommentare aus und die Verteidigerin des akademischen Elfenbeinturmes wird zu einer Art zweiten Jeanne d`Arc hochstilisiert.
    Denunzianten erkennen sich schon von weitem und in jeder Tarnung. Sicher kann man davon ausgehen, daß cinderella jetzt Ziel der üblichen Kollektivattacken der Denunziantennetzwerke wird, die argumentationsschwach wie sie sind-gern zur Person polemisieren.
    Für die Rächerin vom Dartmouth College kann ich nur hoffen, daß ihre Vita absolut ohne Fehl und Tadel ist- kein Stäubchen oder Schatten nirgendwo. Madame hat sich schließlich freiwillig ins Glashaus gesetzt.
    Daß unsere Neidhammelherde jetzt die US-Zeitung vollspamt- spricht für massive Unterbeschäftigung im Alltagsleben. Wieder ein Indiz für die um sich greifende Olochlokratie.

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