Sonntag, 20. Januar 2013

Le choc de Paris ...


... und die unerfreulichen Folgen.

Die große Demonstration am letzten Sonntag in Paris ist nun wirklich ein Grund zur Freude für uns alle! Die bewegenden Bilder der friedlichen Demo von mehreren Hunderttausend bis zu mehr als einer Million Menschen haben doch einige Weltbilder gerade gerückt.

Aber wir konnten es ahnen. Das demonstrative Kleinrechnen und Schweigen der Pressure Groups in den Deutschen Medien war nur die Ruhe vor dem Sturm. Es dauerte einige Tage, bis sie den "Brocken" verdaut haben, aber offensichtlich haben sie sich jetzt wieder gesammelt und schlagen mit großem Eifer auf unsere Kirche als der "Hauptschuldigen" für den Blick auf die Realität ein.

Dazu musste man erstmal tief in die Mottenkiste greifen: Das kirchliche Arbeitsrecht, das sogar vom Bundesverfassungsgericht bestätigt wurde, war am Dienstag Thema bei SPON, aber außer den üblichen forenfüllenden Kirchenhassern mit ihrem Mantra: "jetzt austreten" passierte nicht viel. Auch der Anti-Kirchenthriller im ZDF lockte keine 5 Millionen Zuschauer vor die Bildschirme.

Dann tauchte in der Wochenmitte das Ergebnis einer Forsa-Umfrage auf, in der alle Deutschen zum Image der Kirche befragt wurden .... Auch hier wurde das Ergebnis so lange verdreht, bis man die gewünschten Ergebnisse in einen Zweizeiler in den Videotext pressen konnte.
Parallel dazu wurde die erste Rakete gezündet einen unliebsamen katholischen Internet-TV-Sender zu diffamieren. Das war aber offensichtlich auch ein Rohrkrepierer.



Doch das Pulver war noch nicht verschossen, denn das Archiv ist voller Munition und man kramt dort gerne mal, wenn man sonst nichts findet: Ein ca 1 Monat zurückliegender Fall einer Frau, die von einer Notärztin in ein katholisches Krankenhaus vermittelt wurde und von dort abgewiesen worden sein soll, brachte am Mittwochabend dem Focus derartige Quoten, dass die anderen im Lauf des folgenden Vormittags nachzogen - natürlich wurden die Fakten erstmal verschwiegen, bis sich (ausgerechnet) die SZ verplapperte und berichtete: "Es wird nicht ermittelt, weil es nur um den Nachweis einer Straftat ging", sagte der Polizeisprecher."
Das konnte aber nicht verhindern, dass die Presse einen Tag lang eine Sau hatte, die sie genüsslich durchs Dorf treiben konnte. Hinzu kommt, dass eine Pro-Abtreibungsgruppe eine Petition an Kardinal Meißner gestartet hat, dass er doch bitteschön erlauben möge, dass in Fällen von Vergewaltigung die Abtreibung bzw. Pille danach auch in katholischen Krankenhäusern erlaubt werden soll.
Gratulieren möchten wir in diesem Zusammenhang der ZeitOnline-Redaktion, die es tatsächlich geschafft haben, das Thema Krankenhaus in Köln und die wieder aufgeflammte Missbrauchsdebatte unter einen Hut zu bringen:
"Katholische Kliniken weisen Missbrauchsopfer ab"

Zunächst schien es, als hätten sich die Medien wieder eingekriegt, weil die Geschichte für einen handfesten Skandal einfach zu dünn war. Und auch der Papst wurde verschont und durfte in dieser Sache sogar schweigen.
Aber, gerade wenn man denkt, dass jetzt die Ruhe eingekehrt ist, treten die Oberlehrer auf den Plan. Und zwar genau die Oberlehrer, die von Kirche gar nichts wissen, und außer der Bergpredigt auch keinen weiteren Evangeliumstext kennen. 
Wieder mal ein schönes Beispiel liefert hier ein Zeit-Online-Kommentar von Herrn Thielmann, der der Kirche mangelnde Barmherzigkeit vorwirft. Der Herr Thielmann weiß nämlich ganz genau, wem diese Barmherzigkeit zu gelten hat: der evtl. werdenden Mutter, die aber mithilfe einer Abtreibungspille völlig unbarmherzig ihr Kind töten darf. Denn das unschuldige Kind hat nun mal keine Barmherzigkeit verdient. Viele weitere Medien haben ihr Entrüstungspotential auf die "ProLife-Aktivistin" konzentriert, die die Tatsache, dass in einer katholischen Klinik Abtreibungspillen verteilt würden, an das zuständige Ordinariat weitergegeben hat. Denunziantentum geht wirklich gar nicht - es sei denn, die Vereinigten Linksmedien wollen einen glaubenstreuen Priester oder Bischof "fertig" machen. 

Ein weiteres "Highlight" dieser Woche war natürlich die Veröffentlichung der Auswertung aus der Hotline, die für Missbrauchsopfer geschaltet wurde. Genaugenommen war es sogar ein "Zweilight", denn die Medien, die sich sensationsgierig auf das Ergebnis gestürzt hatten, waren nach der Bekanntgabe der Zahlen ziemlich schockgefrostet und haben es vorgezogen zu schweigen. So haben wir wenigstens auf diesem Gebiet erst mal Ruhe. Und der Papst darf auch mal schweigen.

1 Kommentar:

  1. Es ist aber auch schwer, sich der Realität zu stellen, wenn man seit Jahren nur der eigenen, mediengestützten Propaganda geglaubt hat. Da sind die vielen Ausweichmanöver, Ersatzhandlungen und Entlastungsangriffe seitens der so Ehewilligen verständlich. Jetzt geht die Suche los: nach der rosaroten Brille, nach Bestätigung von wo und von wem auch immer, nach den verlorenen Illusionen.

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