Dienstag, 22. Januar 2013

Trendsetting: Politiker und ihr Hobby


So ein Politikerleben muss doch ziemlich langweilig sein. Tagein tagaus sitzt man am Scheibtisch, schiebt Papiere hin und her, ab und an kommt mal eine Sekretärin rein und bringt Kaffee. Es gibt Telefonate und e-mails für den Kontakt zur Außenwelt. Aber der Großteil des Tages geht damit drauf, in irgendwelchen Sitzungen zu sitzen, Dinge zu diskutieren und von Leuten umgeben zu sein, die genauso wichtig sind, wie man es von sich selber glaubt. Man wird hofiert und umworben ... ist bekannt und respektiert. Aber wenn man abends nach Hause kommt, fragt man sich erstmal, was man denn den ganzen Tag über eigentlich so gemacht hat. Und dann merkt man, es war doch eigentlich nichts. Man hat die Zeit verbraucht und sich wichtig gefühlt ......

Das scheint inzwischen der Ablauf des Politikerlebens zu sein. Denn wie sonst lässt es sich erklären, dass die Damen und Herren, die doch eigentlich in unseren Diensten stehen, sich trotz all der Privilegien einfach nicht gut fühlen. Wie sonst lässt es sich erklären, dass sie permanent auf der Suche nach Ersatzbefriedigungen sind. Man kann’s verstehen, auch ein Politiker will mal raus aus der Langeweile.

Und zum Glück gibt’s da schöne Dinge zu tun. Sie könnten die Freizeit also wirklich nutzen und es sich mal gut gehen lassen.

Das reicht aber wohl nicht – und deshalb haben sich jetzt einige ein neues Hobby gesucht. Eins, das wenig anstrengt, aber das einem in den Medien immer ein bisschen Resonanz verschafft, eins, bei dem man mal so richtig draufhauen kann, ohne Angst haben zu müssen, dass es jemand in den falschen Hals bekommt und dann beleidigt ist.
Dieses neue Politiker-Hobby hat etwas mit Kirche zu tun, aber leider nicht so, wie wir es so manchem Politiker wünschen würden.

Dieses neue Politikerhobby heißt „Hau die Kirche“.
Je nach Couleur geht es mal fest, mal weniger fest – aber es muss ein sehr befriedigendes Gefühl sein, abends nach hause zu kommen und zu wissen „Man hat was getan“.
Die Beispiele dieser Woche  sind zum Beispiel natürlich weiterhin das Kölner Krankenhaus. Ein gefundenes Betätigungsfeld für ZDK-Mitglieder wie FrauLöhrmann oder den SPD-Politiker und „Gesundheitsexperten“ Karl Lauterbach. Da konnte man sich mal wieder so richtig verausgaben, und sich als besserer Mensch voll Zufriedenheit im Spiegel betrachten.
Ein echtes Workout lieferte aber der allseits bekannte und beliebte Althippie, ZDK-Mitglied und stv. Bundestagspräsident Wolfgang Thierse. Der musste Wut und Frust abbauen, weil ja sein Angriff auf die Schwaben nun voll zurückkam. Da kam im die Kirche gerade recht und er hat (wieder mal) verlangt, die Ökumene, die außer ein paar Politikern nebst Anhang keiner will, doch jetzt endlich zu beschleunigen. Wir erinnern hier an den Rohrkrepierer „Ökumene jetzt“. 

Um das neue Hobby der Politiker und Anhang zu fördern und zu unterstützen, sollte die Kirche schnellstmöglich eigene Fitnessstudios gründen: Mit Boxsäcken in Kirchenform oder Sparring-Gegnern im Kardinals-Ornat oder in der Papst-Soutane.
Das wäre nicht nur ein Werk der Nächstenliebe, sondern würde „Christlichkeit“ unter Beweis stellen, indem sich die Sparring-Gegner weder wehren und auch die Box-Säcke nicht zurückhauen.
Politiker bekommen natürlich Sonderrabatt! Wir wollen ja, dass sie Abends nach hause kommen und wissen, was sie getan haben. 

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