Montag, 25. Februar 2013

Ein Wunder, eine erneute Schwalbe und das in "Christ in der Gegenwart"

es gibt so Zeitschriften, die liest man als papsttreuer, marianischer, eucharistischer katholischer Fundi (im Sinne vom "auf dem Fundament das Christus durch die Apostel gelegt hat" stehend, einfach nicht.
Dazu gehört die Zeitung "Christ in der Gegenwart" Modernistenblättchen sag ich immer dazu.
Deshalb war ich erstaunt,. als im Pfarrblättchen ein Abschnitt aus besagter Zeitschrift abgedruckt war, wo ich nur sagen konnte  "Whow!"
Leider find ich den Artikel nicht online, deshalb kurz um was es geht.

Der Spiegel hat wohl neulich moniert, dass der Staat den Familien irre viel Geld in den Rachen schmisse, dazu kräftig gehetzt gegen das katholische Milieu mit der treu sorgenden Mutter und der traditionellen Normalfamilie (dabei wohl geflissentlich übersehen, dass unsere Mitbürger mit Migrationshintergrund, die traditionelle Normalfamilie  genauso sehen und dazu noch, im Gegensatz zu Katholens, das Verlassen der traditionsgegebenen  Sphäre als todeswürdige Sünde betrachten).
Dazu stimmte der Spiegel wohl das Loblied auf der Homo-Hetero-Patchwork-Vierer-Verbindung (Original Zitat aus CIG) an.
Nun der Knüller, nach dem was uns seit Jahren in offiziellen und offiziösen Publikationen geboten wird, sollte man nun erwarten das der CIG das gut findet was der Spiegel gut findet und irgendwas von "offen nach allen Seiten", "neue Zeit" und gaaaaanz viel Toleranz blubbert.
Nein der CIG bezeichnet das, was aktuell auf dem Sektor Familie geschieht, als Kulturkampf.
Dann folgt ein Abschnitt, wo es um die psychischen Folgen der "unbehüteten Kindheiten" geht und dann kommt der nächste Knüller Satz "Etwas ist faul im Staate Deutschland. An allerfaulsten ist die Dauer-Demontage der verbindlichen Ehe.....Dann folgt ein Abschnitt, wo die üblichen  Verdrehungen von wegen Familie ist teuer entlarvt und richtig gestellt werden und dann in Verbindung mit der Feststellung das Eltern Unbezahlbares leisten, weil sie dafür sorgen, dass es noch eine Generation gibt, die sich um die von uns hinterlassenen Lasten kümmert,  der  Schlusssatz eingeleitet, der da lautet [die Mehrleistung der kinderreichen Familien werden nicht in Gutachten (über die Familien) eingerechnet und nicht finanziell abgegolten] denn der Staat weiß- und jeder verlässt sich drauf:  Ehe, Familie, Liebe und Kinder, sowie deren Erziehung sind unbezahlbar. Quelle "Christ in der Gegenwart" Herder Verlag Nr 7 13.2.2013).
Gerade der letzte Satz hat es in sich.
Einerseits ist  Familie unbezahlbar.


 Ich musste , in einer meiner Schwangerschaften, mal für 3 Monate streng im Bett liegen. Es sprangen dann hier im Haus, Unmengen von Leuten rum, Verwandtschaft, Leute aus der Gemeinde die sich um den Transport in den Kindergarten kümmerten, diverse Zivis, zeitweise eine Familienpflegerin ..... Ich bin nun haushaltstechnisch keineswegs  der deutsche Putzteufel und eher von der Abteilung "Basst schooo" und "Keep cool". Aber in der Zeit funktionierte nix, aber auch gar nix. Kochen scheint mir eine vergessene Kunst zu sein und Knöpfe annähen auch, Hausaufgaben kontrollieren, ist offenbar eine Geheimwissenschaft für Leute mit IQ von mindestens 125. Übernommen hat die Personalkosten die Krankenkasse, aber auch der Haushalt hat in dieser Zeit viel mehr gekostet, (eben wegen der Unfähigkeit der meisten Leute (auch wenn sie vom Fach sind) einen solchen zu führen). Ich sagte hinterher zu meinem Mann, eigentlich könne er sich mich gar nicht leisten.
Das ist das eine und es wird  langsam allen klar, auch bei den unbezahlbaren Kosten für alte, kranke Leute, die normalerweise einfach von der Familie mitgetragen werden, aber das heutzutage eben nicht mehr geht, weil ja tagsüber keiner  da ist.  Kinder im Hort, Erwachsene auf Arbeit und abends ist man müde und will und braucht es auch, seine Ruhe.
Und dann aber das, was ich immer spüre, aber so schwer ausdrücken kann.
Mir kommt diese Welt oft vor wie ein Pausenhof in der Oberstufe, alle am pubertär vor sich hin revolutzen und immer kritisch und immer unglücklich und albern  dazu.
Was aber das verrückte an der Pubertät ist, man ist unmöglich, die Eltern,  eija halt die doofen Alten, aber gleichzeitig verlässt man sich drauf, dass die Eltern für einen da sind.
So kommt mir all der Aufstand, der Radau und das ganze Gezeter von wegen der Sexualmoral immer irgendwie pubertär vor. Halt man reibt sich an was, von dem man weiß es hält.
(Sagt übrigens auch Mosebach in seinem Buch "Häresie der Formlosigkeit " über all die Revolutzerei von wegen der Liturgie).
Aber normalerweise legen sich pubertäre Allüren von selber, man wird älter, kriegt selber Kinder, hat plötzlich Verantwortung und muss halt. Der Wein hört auf zu gären und wird gut.
Genau das geschieht heutzutage nicht mehr komplett, eben weil aus revolutzenden Teenagern eben keine jungen Eltern mehr werden. Generation X von der Pubertät in die Midlifecrisis, hat das mal wer genannt.
So weiß man, dass die Familie (trotz aller Probleme die in ihr auch auftreten) unbezahlbar ist, verlässt sich drauf, aber und dafür ist den CIG echt zu danken, Familie ist keine beständig fließendes Füllhorn kein Goldesel und auch keine Ort wo die Quellen der Liebe, der Geduld und der Sorge immer und selbstverständlich fließen.
Wie alles was kostbar ist, muss auch die Familie  geschützt, gehegt und gepflegt werden.
Ein Bild dazu: Soweit ich weiß, gehört das Tasch Mahal zu den Weltkulturgütern, ein echt wundervoller Bau mit wundervollen Steinintarsienearbeiten, eine architektonische Kostbarkeit. Es wurde aber über Jahrhunderte hinweg nicht gepflegt und so fanden die Briten eine Ruine vor.

Wir wollen hoffen, dass es doch demnächst zur Umkehr kommt und die Schwalbe aus dem Herder Verlag doch den Frühling bringt.


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