Montag, 11. Februar 2013

Katerfrühstück


Ein Hering und ein Korn,

das ist alles, was von dem übrig geblieben ist, der im 19. Jhd. schon mal versucht hat, die deutschen Katholiken niederzumachen und von Rom zu trennen und auf deutsches Niveau zurechtzustutzen.
Der Eiserne Kanzler, Fürst von B. lieferte sich eine Dauerschlacht mit Rom und machte den Katholiken in Deutschland das Leben schwer. Es gelang ihm sogar, sie zu Menschen zweiter Klasse herabzureduzieren. Er wollte Staat und Kirche trennen – offiziell. Inoffiziell wollte er natürlich den Glauben dem Kaiser unterordnen. Bei den Protestanten war ihm das gelungen, sie waren ja seit ihrem Bestehen von der Staatsmacht abhängig und hatten keine Wahl.

Herr von B. glaubte, er könnte ein Staatskirchentum etablieren und begann, die Katholiken zu schikanieren. Das klappte auch – im Norden, aber die Königreiche Bayern und Baden leisteten Widerstand. Und deshalb sind die Preißn bis heute bei uns sehr unbeliebt.
Nichtsdestotrotz ging der Eiserne Kanzler zur Sache (Quelle Wikipedia)
  • er löst die katholische Abteilung im preußischen Kultusministerium auf
  • er verbietet den Geistlichen per Gesetz, bei Verlautbarungen in ihrem Beruf den „öffentlichen Frieden“ zu gefährden
  • er etabliert das Jesuitengesetz, was einem Verbot gleichkommt und nimmt ihnen die Aufsicht über die Schulen, die durch eine staatliche ersetzt wird 

  • er bestimmt den Staat zur Kontrolle über die Ausbildung und Einstellung der Geistlichen
  • er führt die Zivilehe ein: Wer kirchlich heiraten will, muss vorher standesamtlich getraut sein
  • er entzieht der Kirche die staatlichen Zuwendungen
  • er löst die Klöster in Preußen auf.
  • 1800 katholische Priester landeten im Gefängnis und das Kircheneigentum wurde beschlagnahmt.
  • er schaffte es, einige dazu zu bringen, sich abzuspalten. Die damalige „Los-von-Rom-Gruppe“ nennt sich heute „Altkatholiken“. 

 In dieser Zeit standen die Katholiken mehrheitlich zusammen und das Wort wurde geboren:
„Was war Rom vor  1000 Jahren? ROM!!
Was war Berlin vor 1000 Jahren? MÄRKISCHER SAND
Was ist Rom in 1000 Jahren? ROM
Was ist Berlin in 1000 Jahren? MÄRKISCHER SAND!!!

Es dauerte ein paar Jahre, da war der Eiserne Kanzler weg – erst von seinem Posten, dann von dieser Welt.

Wenn man sieht, was von diesem „Eisernen Kanzler“ geblieben ist ... wer um alles in der Welt, ist dann heute der Meinung, der gerade wieder anrollende Kulturkampf könnte diesmal gelingen?

Klar, viele Menschen sind verunsichert durch das permanente antikirchliche Trommelfeuer in den Medien. Gerade heute abend bei Günter Jauch konnten wir einen Bischof, eine Grünen-Politikerin und zwei TV-Moderatoren erleben, der eigentlich lieber zu den Altkatholiken wechseln würden. Nur warum gehen sie dann dort nicht hin? Es ist doch Platz für alle und das Problem wäre gelöst.

Also lernen wir aus der Geschichte und lassen uns vom Gejohle der Berliner Protestanten, Altkatholiken und diverser Theophoben nicht vom Glauben abbringen und nicht von Rom trennen!

Ich überlege gerade, was von denen, die sich gerade wieder im Kulturkampf versuchen, bleiben wird. Der Harzer Käse ist, wie Ernst Lubitsch uns lehrte, ja schon besetzt. 

1 Kommentar:

  1. Du hast aber noch das Mineralwasser vergessen! Das ist von dem alten Kriegstreiber auch noch geblieben. Und was seine jetzt zu Deutschland-sucht-die Superkirche-show-Ehren gelangten Epigonen im Zwergenformat Jauch und Kerner ( hatten sie´s nicht noch ´ne Nummer kleiner?)angeht, die beiden zeigen, wie es um die heutigen Kulturkämpfer intellektuell und niveaumäßig bestellt ist.
    Und nach diesem erneuten Hype(chen)-versuch, gehen wir zur Tagesordnung über.Alaaf !

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