Donnerstag, 28. März 2013

Gedanken über weitverbreitete Irrtümer bezüglich eines Bruches in der Kirche

Hier wird uns mal wieder die Welt einfach erklärt.
Der Schlüsselsatz Papst Franziskus sei Befreiungstheologe und damit notwendig  Marxist.
Ist so einfach wie  verkehrt.
Ein bisschen Nachhilfe in Marxismus.
Lieschen Normal Müller mit dem weichen Fernsehsessel geht davon aus, dass die Marxisten ja für die Armen sind, so nach Robin Hood Manier während alle anderen dafür seinen, dass die Reichen noch reicher und die Armen noch ärmer werden.
Marx geht im Gegenteil davon aus, dass die Geschichte von den Widersprüchen zwischen Besitzenden und Besitzlosen, deren erste Erscheinungsform (sagt sein Kumpel Friedrich Engels, die Idee, ist, das der Mann wissen wollte, ob das Kind  auch seins ist, sprich die monogame Ehe ist) geprägt ist, deren letzte Ausformung die zwischen Lohnarbeit und Kapital ist und das die Geschichte automatisch hin in ein irdisches Pardies mündet.
Laut Marx ist es schrecklich wichtig, eben genau nicht zu versuchen das Leid der Armen  zu lindern, sondern die Widersprüche zu verschärfen, damit es zum "letzten Gefecht kommt".


Wobei es Marx und das auch nur nebenbei nicht um die Bauern oder die Arbeitslosen, oder die Kranken  und Armen geht, nein er interessiert sich lediglich für die Lohnarbeiter, weswegen  ja in dieser seltsamen Welt in der wir leben (die m.E materialistischer ist., a s der komplette Ostblock jemals gewesen ist) Arbeit nur dann zählt, wenn man dafür Lohnsteuer zahlt, was ein Seitenhieb auf die Abwertung der Arbeit der Mütter in einer Familie in der Sorge für Kinder um Alte, ist,
Das ist übrigens der große Krach zwischen Sozialdemokraten und Kommunisten.
Weswegen, so ein Befreiungstheologen, wenn er den Beifall der westlichen Schickeria finden will, allenfalls Sozialdemokrat sein kann.
Davon abgesehen zählt wohl auch ein Herr SZ Redakteur global gesehen  zu den Reichen und Frau Doppelnamen Oberstudienrätin auch, wobei es ihr auch nicht hilft,  wenn sie immer zum Weltgebetstag der Frauen geht und im Bioladen transfair einkauft.
Ich seh den Widerspruch zwischen Franziskus und Benedikt nicht, wie P. Hagenkord hier die Gründonnerstags Predigt des Papstes analysiert, steht er auf der Seite des Augustinus und Paulus, in der Verurteilung des Peleganismus (alles hängt von der Freiheit des Menschen ab). Und wir erinnern uns, die Muschel des Augustinus, die hatte auch Papst Benedikt im Wappen.
Und was das Geben an die Armen angeht, geben kann nur, wer hat und was wir (die Kirche) im allerletzten zu geben haben, ist Christus, und den können wir nur weitergeben, wenn wir ihn haben.
 Und so schließt sich, zumindest für mich, der Kreis hin zur Predigt von Benedikt in Freiburg, wo er mich getroffen hat mit dem Satz:
Agnostiker, die von der Frage nach Gott umgetrieben werden; Menschen, die unter ihrer Sünde leiden und Sehnsucht nach dem reinen Herzen haben, sind näher am Reich Gottes als kirchliche Routiniers, die in ihr nur noch den Apparat sehen, ohne dass ihr Herz davon berührt wäre, vom Glauben.


So seh ich überhaupt keinen Widerspruch.
Es ist nur so, dass die Kirche unter keinem Papst verkünden kann, "Brot für die Welt, aber die Wurst bleibt hier", auch wenn das unsere Herren und Damen, gut verdienende Doppelnamen, kinderlos und zur Beruhigung des schlechten Gewissens ab und an ein paar Krokodilstränen über das Elend der Welt vergießend, aber über die fertige, überforderte Mutter mit dem schreienden Kind in der Kirchenbank, empört sein, so gerne hätten.
Anspruchsvoll ist er, der neue Papst, anspruchsvoller als Benedikt, ich freu mich schon darauf, seine deutschen Fans, in den Sozialwohnungsgebieten  mit hohem Ausländeranteil  Deutschlands zu sehen und darauf, dass die Fans des neuen Papstes das tun, was jeder normale Mensch mit Familie tut, das was vor der Nase ist.
Nicht, das  was einem den Beifall der Zeitung bringt, sondern sich nicht um fremde Kinder kümmern, sondern erst mal um die eigenen , die man zu diesem Zwecke überhaupt erst mal ins Leben kommen lassen muss.
Wie sagt die katholische Theologie so schön "Gnade baut auf der Natur auf" und  im Gegensatz zu den Thesen Friedrich Engels ist die monogame Ehe, mitsamt der lebenslangen Treue, nicht die Ursache allen Übels, sondern der Grund jeglicher Zivilisation und katholisch gesehen wächst das Highlight christlicher Existenz, nämlich die jungfräuliche Existenz (ja der böse. böse Zölibat) nur auf dem Boden der christlichen Ehe, sagt Guardini, der weiter ausführt, dass auch christliche Armut nur auf dem Boden christlichen Besitzens wachsen könne.

Im übrigen sind die obersten Gebote der Kirche die Gottes- und die Nächstenliebe, und die Nächstenliebe hat sich auf alle zu beziehen, die Reichen die Armen,  die Schönen , die Hässlichen, einfach auf die, die uns eben am Nächsten sind.




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