Sonntag, 17. März 2013

Gedanken über die allgemeine Empörerei, das Evangelium von Heute und den ersten Angelus von Papst Franziskus

Man muss sich Sorgen machen was aus einer Gesellschaft wird, in der jede Regelüberschreitung einem ein Leben lang nachgetragen wird.
Und erst Recht muss man sich Sorgen machen, wenn die Kirche da mitmacht.
Ich verweise auf das Evangelium von heute  (Jesus und die Ehebrecherin).
Der Trick ist, das einerseits alles geht und alles erlaubt ist, z.B. Dinge die definitiv nicht gut sind, gesetzlich geschützt sind und überall propagiert werden.
Fällt man aber dabei irgendwie auf die Nase, oder kommt nicht mit, oder leidet sogar, dann findet man nirgendwo Erbarmen.
Sehr bedenklich das Ganze.
Was nutzt denn eine Meinungsfreiheit, wenn sie nur für allgemein anerkannte Wahrheiten gilt?
Es ist heutzutage ja chique, sich bei den eigenen Sünden auf die Perikope des heutigen Evangeliums zu berufen. Und das ist ja auch gut so, nur schwingt da ja oft der Subtext mit, dass das was der Frau, eben der Ehebruch, vorgeworfen wird, gar keine Sünde sei, und wenn schon Sünde, dann keine schlimme.
Ich will auch nicht verhehlen, dass es heutzutage, in  Zeiten wo Pille und Abtreibung schon Kindergartenkindern "nahegebracht" werden und einem nackige Frauen an jeder Ecke von irgendwelchen Plakaten  und der Lobpreis des Sexes auf jeder Startseite entgegen starrt, schwierig bis unmöglich ist,  irgendwie auf die Idee zu kommen, dass Keuschheit was Gutes sei.


Nein, es ist so, in Jesus Augen ist Ehebruch und vorehelicher Verkehr und Pornografie und  Hurerei Sünde.
Nur ist er gekommen um die Sünde zu vergeben.
Damit man nun eine Sünde vergeben kriegt, muss man erstmal einsehen dass man eine solche begangen hat!
Und genau das wird verhindert, wenn man tröstet (also den Leuten die Barmherzigkeit Gottes verkündet) und gleichzeitig sagt "Aber das ist doch normal! und ist ja nur das 6te Gebot"
Auch hier wieder der Trick Missverständnis, landauf, landab wird so getan, als sei man selber ja gut und richtig und eben wohlanständig.
Manchmal frag ich mich, ob ich nicht in einem Donatistenclub gelandet bin, anstatt in der Kirche der Beichtstühle.
Machen doch alle immer alles richtig. Die Kinder gehen zwar nicht in die Kirche und zur kirchlichen Eheschließung hat man sie bestechen müssen (Ich bezahl euch  auch das Fest und die Flitterwochen ..............) aber trotzdem tut man so, als sei alles in Ordnung.
Der sonntägliche Gottesdienst verwandelt sich immer mehr in eine Ü70 Party, entsetzt ist man über den Sumpf um einen herum, aber sichtbar fehlt der Nachwuchs.
Nehm ich die Leute ernst, dann muss die Kirche aus einer Ansammlung von Kranken und so Armen bestehen, dass diese Leute wirklich aus Gewissensgründen zu den Mitteln der Empfängnsiverhütung mittels NER Greifern müssen. Wobei schon klar ist, dem ist nicht so.
Ich weiß ist holzschnittartig das Geschriebene, es gibt immer noch heroische Ausnahmen.
Und ich finde bei seinem ersten Angelus hat Papst Franziskus es ganz klar gesagt.

Ich denke erste Vorraussetzung der Neuevangelisierung ist, sich einzugestehen, dass man die Erlösung, von sich selber und nicht von den bösen anderen, höchstpersönlich nötig hat und es wäre gut und wohltuend, wenn wir uns alle eingestehen könnten, Grenzen und Fehler zu haben, wenn wir uns trösten würden im Hinblick auf die Verheißungen Christi, dann wäre viel gewonnen.
Warum ich das alles schreib? Nun auch ich bin als Mensch der liturgisch korrekte Liturgien über alles liebt, (weil ich denke Liturgie ist gesetzt, kommt von oben und ist nicht Menschenwerk und dass Gott das zwar nicht braucht, aber der Mensch sehr wohl) ein bisschen aufgescheucht, über Meldungen dass unser Neuer Papst es nicht  so mit der korrekten Liturgie "habe".
Jedoch was er sagt ist sowas von dermaßen klar, wie ich es schon lange nicht mehr gehört habe.
"Ein Schwangere Frau hat keinen Tumor und keine Zahnbürste im Bauch" und dass der Teufel existiert und klargestellt hat "Wer nicht zu Gott betet, der betet zum Teufel"  habe ich so klar und einfach schon lange nicht mehr gehört und es fast nicht mehr getraut selber zu denken, von wegen der pc.

Ich hab ein altes Buch gefunden von dem greisen Guardini über das Konzil geschrieben, wie alles von Guradini eine Offenbarung.


Darin steht, nachdem er die "Öffnung " der Kirche zur Welt,  das Reden mit jedem und das Anerkennen, dass der andere, auch wenn er nicht katholisch ist, Mensch ist, der von Gott gewollt und geführt ist, lobt; folgendes:
Die Kirche ist Fels......nicht in der Nichtachtung des Einzelnen und seiner Geschichte her, sondern gerade aus Achtung vor dem Einzelnen und  seinem Gewissen. Weil nur die Wahrheit und die Zumutung der Wahrheit echte Achtung bedeutet - während Nachgiebigkeit und Auch-Geltenlassen Schwäche ist, die dem Menschen die Majestät des sich offenbarenden Gottes nicht zuzumuten wagt; im Grunde Verachtung dieses Menschen, dessen Würde ja gerade darin besteht, dass er zutiefst aus der Wahrheit existiert.....................

So mag es sein, dass uns erst mal wieder das 'Ein mal eins' des Glaubens buchstabiert werden muss, und dann kommt die Liturgie.
Mag sein, dass die handelnden Personen das anders sehen, aber bekanntlich kann Gott mit unseren Tugenden genauso gut umgehen wie mit unseren Untugenden.


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