Mittwoch, 20. März 2013

Zwergenaufstand!

Das sind ja ganz neue Töne.

Wie heute u.a. im österreichischen Standard und bei RP-Online zu lesen ist, hat der "Vorsitzende der deutschen katholischen Laien (ZDK)" Alois Glück in den letzten Tagen einen echten Mutanfall bekommen!
Er hat es tatsächlich gewagt, offen und laut gegen einen Zeitungsartikel anzugehen, der in dem 57.000-Auflage-(lt. IVW-Meldung QIV/2012) Blättchen taz erschienen war.

Mutig, mutig, Herr Vorsitzender, könnte man da sagen. Er ganz allein nimmt es auf mit den mächtigen Medien, die es gewagt haben, etwas gegen Papst Franziskus zu schreiben.

Ach Herr Präsident, wie hätten wir uns das gewünscht, wenn Sie einen solchen Mut in den letzten Jahren auch nur einmal bewiesen hätten, z.B. 2006, als Papst Benedikt von den deutschen Medien wegen der Regensburger Rede angegriffen wurde? Oder 2009, als die "Williamson-Affäre" einen wahren Medien-Hurrikan auslöste, der sich dann 2010 (Missbrauch) zu einem Tsunami entwickelte?

Warum hörte man da nix aus dem ZDK?  Kein einziges Wort der Verteidigung von Papst und Kirche kam aus den Mündern der sog. "Chefs" der Katholiken. Wir warteten vergeblich auf eine Solidaritätsbekundung, die selbst dann nicht kam, als die FR das "Schweigen des Papstes" zu Missbrauchsfällen in der Odenwaldschule anprangerte.
Wegducken war angesagt - und als die Luft wieder rein wahr, wurden unverschämte Forderungen in Richtung Rom geschickt - so nach dem Motto, "jetzt haben wir ihn klein gekriegt - jetzt muss er auf uns hören?"

Und nun - auf einmal versucht der ZDK den Papst zu verteidigen. Wer soll das denn glauben? Da stellt sich doch die Frage, welche Motivation dahinter steckt. Mit fällt dazu schon ein Wort ein, aber das schreibe ich hier auf diesem Blog nicht - weil es sich sowieso jeder denken kann.
Aber ob man damit bei einem so aufrichtigen Mann wie Papst Franziskus wirklich Eindruck machen kann?

5 Kommentare:

  1. Pauline aus dem Schlauchboot20.03.13, 19:36

    Das wird wohl daran liegen, daß Zwerge sich ihre Kräfte ganz genau und sparsam einteilen müsse und vielleicht nur alle Jubeljahr mal so einen Mutanfall verkraften können.
    Außerdem muß man doch gut Wetter machen, wenn dem an deutschen Reizthemen so gar nicht interessierten Pontifex vielleicht doch noch ein kleines Entgegenkommen bei der Frauenordination oder dem Zölibat abgeluchst werden soll.

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  2. Bei aller berechtigter Kritik sollte man aber auch nicht vergessen, sich zu freuen, dass da anscheinend ein verlorener Sohn heimgekehrt ist. Besser spät als nie. *g

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    1. Pauline aus dem Schlauchboot20.03.13, 20:20

      Mit der Freude darüber warte ich vorsichtshalber noch ein bißchen- das könnte auch ein einmaliger Glück.streffer- äh Ausrutscher sein.

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    2. Dem kann ich nicht widersprechen. Alois Glück hat schließlich auch ein Recht auf kritische Solidarität, mit der Benedikt XVI. aus Deutschland begleitet wurde.

      Naja, mal abwarten.

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    3. Kritische Solidarität klingt ungefähr so gut wie die Parteitagsparolen autoritärer Regime.Dabei ähnelt das ZDK (auch wenn es sich Zentralkomitee nennt) doch eher einem Schrebergartenverein, womit wir wieder bei den Zwergen wären.

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