Donnerstag, 18. April 2013

Deutliche Worte

Wir hatten es ja schon in unseren diversen Beiträgen zum Besuch des evangelischen Präses Schneider bei Papst Franziskus angedeutet:
Die Worte von Papst Franziskus, die wir damals von der englischen Seite von Radio Vatican übernommen hatten, waren so gemeint, wie sie gesagt wurden. Und nicht so, wie sie Präses Schneider dann nach seinem Besuch an die diversen deutschen Medien weitergab.
Heute gab es nun ein kurzes Statement von Kardinal Kurt Koch, zur geplanten Unterzeichnung einer "Erklärung zur Reformation", die in diesem Juni in Genf/Schweiz stattfinden wird.
Kardinal Koch wies auf diverse Inhalte des Papieres hin, stellte aber auch noch einmal richtig, was zwischen Papst Franziskus und Präses Schneider während der Audienz besprochen wurde. Hier ein Auszug aus dem Originaltext von Radio Vatikan:
"Koch nahm auch zum Besuch des Ratspräsidenten der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD), Nikolaus Schneider, bei Papst Franziskus Stellung. Schneider hatte den Papst u.a. für 2017 nach Wittenberg eingeladen. Der Ratsvorsitzende habe bei der an den Besuch angeschlossenen Pressekonferenz den Eindruck vermittelt, als gebe es mit dem neuen Papst eine neue Ära in der Ökumene, im Sinne von „Diskontinuität" gegenüber früher. 

Koch äußerte hingegen im Gespräch mit den Österreichern, darunter der Innsbrucker Bischof Manfred Scheuer, „Erstaunen" über diese Sicht. Er sehe nämlich im Gegensatz zu Schneider zwischen Benedikt XVI. und Franziskus „volle Kontinuität". So habe Franziskus an die zwei Reden Benedikts in Erfurt (2011) erinnert und betont, „er werde da weiter gehen". 

Wir dürfen also gespannt sein, ob und wie KNA und die Pressestelle der EKD in den kommenden Wochen das gemeinsame Zurückrudern trainieren werden. 

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