Freitag, 26. April 2013

Diözesanversammlung in Freiburg, oder ein großer, großer Stuhlkreis


Auf dem Cover des letzten Konradsblatts konnte man es bewundern,
Stühle in drei oder 5 Reihen konzentrisch aufgestellt, überall unsere jungen, dynamischen,  engagierten Laien Innen und Außen und irgendein Jubelhinweis, dass demnächst wieder eine große Laberveranstaltung über die Zukunft unserer Diözese, des Sonnensystems, ja des ganzen Universums, stattfinden täte.
Ich finde das immer wieder lustig mit der Gestaltung und Planung  der Zukunft, weil ich immer denke "Je nun die kommt von selber und keiner weiß, was morgen sein wird" bzw katholischer ausgedrückt "Die Vergangenheit gehört der Barmherzigkeit Gottes, die Zukunft liegt in der Vorsehung Gottes und die Gegenwart ist Auftrag Gottes, bzw zu leben aus der Gnade Gottes.
Von Chesterton stammt der brílliante Aphorismus über Sitzungen der da lautet "manchmal sitzen sie und denken und manchmal sitzen sie nur"
Das alles will heißen, ich halte von all diesen Sitzungen und Dialogeninitiativen wenig, weil es die Leute von den Aufgaben, die vor jedermanns Nase liegen, abhält und zudem die Zeit  gescheiter mit Beten verbracht würde.



Also für mich ist das nix und wenn es sich nicht vermeiden lässt, das ich an einer Sitzung irgendwelcher Räte teilnehme fällt mir immer nach einiger Zeit das alte Arbeiterkampflied ein, das da lautet "Es macht uns ein Geschwätz nicht satt........" bzw der 90te Psalm, dessen 10ter Vers  der in der alten Luther Übersetzung lautet "Wir verbringen unsere Jahre wie ein Geschwätz" (das hat er gut übersetzt der Luther!)
In der bei Freikirchlern beliebten "Hoffnung für alle" heißt die Stelle "Doch worauf wir stolz sind, ist nur Mühe, viel Lärm um nichts"  
Der Vollständigkeit halber sei bemerkt. dass in anderen Übersetzungen an der Stelle nur darauf hingewiesen wird., dass unsere Jahre vorbeifliegen, was auch eine Mahnung ist, dem lieben Gott in diesen kurzen Jahren nicht die Zeit zu stehlen.
Nun findet sich in der Rhein Neckar Zeitung von Heute ein Artikel über das ungeduldige Kirchenvolk und die ganzen langweiligen, mittlerweile einen langen, weißen Bart habenden, Themen.
Bloggerkollegen haben bereits diverses dazu geschrieben.  
In dem Artikel der Rhein Neckar Zeitung kommt ausführlich eine Pfarrgemeiderätin aus einer eigentlich weit und breit als streng katholisch ("kleiner Vatikan" sagen die Leut) verschrienen Gegend zu Wort. Wir wollen nur hoffen das solcher Unfug aus dem großen Vatikan wegbleibt.
In dem Artikel erklärt  ein Diözesanrat (woran man sieht dass auch Männer Blech reden können) dass bei ihnen pfarrerloses Abendgebet musikalisch untermalt stattfände.
Je nun, ist ja löblich, aber so what? Ein gemeinsamen Abendgebet, ist ebenso wie gemeinsamer Rosenkranz, Kreuzwegandacht, oder Maiandacht etwas, was schon immer und ewig Sache der Laien ist, wobei sich die Laien schon immer und ewig freuen, wenn der Herr Pfarrer, oder wenigstens der Herr Kaplan da auch dazu kommt.
Es ist aber was komplett anderes als eine Eucharistiefeier.
Es wäre vielleicht sinnvoller, anstatt die Laien mit Diskussionen um Fragen die man eh nicht anderes lösen kann  als sie eben schon immer gelöst sind, zu beschäftigen, mit selbigen Laien zu beten, Rosenkranz z.B das beten die Frauen, die die Kirche tragen schon immer und ewig gerne!

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