Mittwoch, 10. April 2013

"... gehe hin und sündige nicht mehr"

Es ist noch gar nicht so lange her ... genau gesagt, war es der 11. Februar 2013, als Papst Benedikt XVI seinen Rücktritt erklärte.
Ein Schock für die katholische Welt und da war es selbstverständlich, dass auch die DBK das Pontifikat von Papst Benedikt XVI würdigte. Am 18. Februar 2013 wurde eine entsprechende Erklärung der Deutschen Bischöfe veröffentlicht. Unter anderem findet sich darin folgendes:
"....In seiner römischen Ansprache zum Wochenbeginn hat der Papst um Nachsicht für alle seine Fehler gebeten. Ich möchte als Vorsitzender unserer Bischofskonferenz den Heiligen Vater umgekehrt um Verzeihung bitten für alle Fehler, die vielleicht aus dem Raum der Kirche in Deutschland ihm gegenüber begangen wurden..." 
Wie wir unseren Papa emerito Benedikt XVI kennen, hat er den Deutschen ihren manchmal unflätigen Umgang mit ihm sicherlich längst vergeben.

Aber muss diese große Geste der Vergebung jetzt wirklich als Freibrief gesehen werden, bei jeder sich bietenden Gelegenheit den ehemaligen Papst immer wieder mit Häme zu überziehen, Vergleiche mit Papst Franziskus anzustellen? Wie wir Papst Franziskus bisher kennengelernt haben, wird er diese Vergleiche mit Sicherheit nicht gutheißen. Wir konnten an den Bildern vom Treffen sehen, wie herzlich und brüderlich beide miteinander umgehen.

Dass die deutschen Mainstream-Medien weiterhin jede Gelegenheit nutzen werden, um das Pontifikat Benedikts auf deutsches Normalmaß herunterzustutzen, sind wir ja gewohnt.

Aber braucht es dazu tatsächlich die tatkräftige Unterstützung der offiziellen katholischen Medien.
Z.B. scheint sich KNA, die größte deutsche Nachrichtenagentur im permanenten Wettstreit mit den linken MSM zu befinden, wer die größten Hämekübel über Papst em. Benedikt ausgießt. Wie sonst lassen sich die Kommentare seit dem Rücktritt erklären. Die älteren lassen wir jetzt mal aus, die sind inzwischen abgehandelt. Aber muss es wirklich sein, dass katholisch.de eine Infratest-Umfrage einfach so stehen lässt. Anstatt es zu hinterfragen, woher diese Zahlen kommen oder warum Papst Benedikt, der in der ganzen Welt Begeisterung auslöste, in Deutschland nur auf 8% Zustimmung kommt. Während Papst Franziskus, der zu diesem Zeitpunkt gerade mehrmals durch die jubelnde Menge gefahren wurde und ein paar mal Buon Giorno oder Buon Pansa gesagt hat, 55% Zustimmung erreicht, obwohl noch niemand weiß, was von diesem Pontifikat zu erwarten ist.
Ein noch perfideres Beispiel ist der Jubel über die 5 Millionen Twitter-Follower für Papst Franziskus.
Wie wir alle, wird man auch bei katholisch.de wissen, dass der Twitter-Account @pontifex bereits von Papst Benedikt genutzt wurde und die Follower bei seinem Rücktritt die 3 Millionen bereits erreicht hatten. Das wird von katholisch.de nicht nur verschwiegen, sondern man lügt schlichtweg: "...Franziskus hatte vier Tage nach seiner Wahl, am 17. März, den ersten seiner bislang zehn Tweets versandt. Zuletzt schrieb er am Donnerstag: "Gott liebt uns. Deshalb brauchen wir keine Angst haben, ihn zu lieben. Den Glauben bekennt man mit Mund und Herz, mit Worten und Liebe." Der am 28. Februar zurückgetretene Benedikt XVI. hatte seit Dezember 2012 einen eigenen Twitter-Kanal. Er blieb unter drei Millionen Followern.

Wie gut, dass Radio Vatican hier für eine korrekte Darstellung sorgt

Jetzt dürfen wir uns natürlich fraten, was das "offizielle Sprachrohr" der deutschen Katholischen Kirche veranlasst, mit derartigen Falschmeldungen den emeritierten Papst Benedikt herabzuwürdigen. Gibts dafür etwa Fleißpünktchen? Und wenn ja, von wem?

Aber schön, dass der neue Papst Franziskus offensichtlich bei katholisch.de deutlich besser "ankommt". So dürfen wir uns sicher freuen, dass sie auch gerne seinem Wort folgen werden. Und wenn das dem einen oder anderen schwer fällt, weiß auch hier Papst Franziskus Rat: Er hatte schon vor Ostern bei einem Mittagessen mit Priestern appelliert, die Beichtstühle offenzuhalten und Beichte zu hören. Offene Türen also für "Falsch Zeugnis redende"-katholisch.de Redakteure. Wir beten für sie, dass erfahren, wie schön das Wort des Herrn klingt: "Deine Sünden sind dir vergeben, aber gehe hin und sündige nicht mehr."

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