Dienstag, 23. April 2013

Papst Franziskus erklärt, extra ecclesiam nulla salus und wo bleibt der Aufschrei der Medien?

Heute feierte Papst Franziskus, zusammen mit seinen  Kardinälenm eine Messe aus Anlass  seines bürgerlichen Namenstag (Georg)  und  sagte dabei in der Predigt:

Sie [die Kirche]  ist die Mutter, die uns den Glauben gibt und die Identität. Aber die christliche Identität ist nicht wie ein Personalausweis: Die christliche Identität ist die Zugehörigkeit zur Kirche, zur Mutter Kirche. Es ist nicht möglich, Jesus außerhalb der Kirche zu finden. Der große Paul VI. sagte: Es ist ein absurder Widerspruch in sich, mit Jesus leben zu wollen, aber ohne die Kirche, Jesus außerhalb der Kirche zu folgen, ihn außerhalb der Kirche zu lieben. Diese Mutter Kirche, die uns Jesus gibt, gibt uns die Identität, die nicht einfach ein Siegel ist, sondern eine Zugehörigkeit.“

Dieser Text stammt von der Webseite http://de.radiovaticana.va/Articolo.asp?c=685571
des Internetauftritts von Radio Vatikan
Auf der englischen Seite gibt es die Originalübersetzung aus dem italienischen. Leider noch nicht auf Deutsch

Wo bitte bleibt der übliche Aufschrei?


Ich muss allerdings anmerken, dass das mit anderen Bemerkungen des Kardinals Bergoglio sich beißt.
z.B der hier  "Ich halte nichts davon, dass man heute in den Kategorien der Einheitlichkeit oder der vollständigen Einheit denkt; vielmehr geht es um eine versöhnte Verschiedenheit (…)."
aus einem Artikel der Welt über das Buch "Mein Leben, mein Weg"

Fakt ist, legt man die Goldwaage beiseite, was angebracht sein dürfte, dann muss man feststellen, Papst Franziskus hält wenig von Ökumene.
 Es mag sein, das das der einfachen Tatsache geschuldet ist, dass das Problem der gespaltenen Christenheit  in Lateinamerika sich anders stellt. Nämlich  eher in der Form: einerseits  Institution  Katholische Kirche, der mehrheitlich alle zugehören und die Alternative sind nicht andere, genauso institutionalisierte (was ich nicht per se negativ verstehe) Kirchen die es schon lange gibt, sondern  neue, sich in Hauskreisen und kleinen Gemeinschaften, lehrmäßig schwer zu fassenden , sich direkt auf den Heiligen Geist berufende Gemeinschaften.

Dem mag aber sein wie es will, was mich wirklich irritiert ist das fehlende Geschrei alle und jeder,  das wir doch die letzten Jahre immer wieder erlebt haben, wenn Papst Benedikt oder auch schon Johannes Paul II ausführlich und  liebenswürdig und mit viel  Verständnis für andere Ansichten, erklärt haben, was katholisch ist.
Wer mehr lesen will, wir bei Frischer Wind fündig.

Kommentare:

  1. Kleiner Hinweis zum oben genanntenm, aus dem Kontext gerissenen, Zitat:

    Der Satz geht folgenderweise weiter:
    "... vielmehr geht es um eine versöhnte Verschiedenheit, zu der gehört, dass man gemeinsam unterwegs ist, gemeinsam betet und arbeitet und miteinander die Begegnung in der Wahrheit sucht."

    DAS können wir HEUTE (s. Zitat) tun, was morgen sein wird, liegt allein in Gottes Hand, aber wir sind Gottes Werkzeuge. Papst Franziskus ruft immer wieder dazu auf, Christus (der nur in der Kirche zu finden ist) zu verkündigen, zu taufen, zur Umkehr zu ermutigen, zu den Sakramenten zu führen. Was will er damit erreichen?...

    Stehen die Bemerkungen also wirklich in Widerspruch zueinander ("beißen" sie sich wirklich)?

    Ich meine, die Ergänzung des Zitates, besonders der Hinweis auf die Suche nach der "Begegnung in der Wahrheit" lassen diesen Schluss nicht zu. Oder? :-)


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    1. Also ich habe mir jetzt die englische Übersetzung des Predigt-Textes gerade mal durchgelesen und da steht nix von versöhnter Verschiedenheit. "Because it is not possible to find Jesus outside the Church. The great Paul VI said: "Wanting to live with Jesus without the Church, following Jesus outside of the Church, loving Jesus without the Church is an absurd dichotomy." And the Mother Church that gives us Jesus gives us our identity that is not only a seal, it is a belonging. Identity means belonging. This belonging to the Church is beautiful."
      und etwas weiter unten nochmals: "because you cannot believe in Jesus without the Church. Jesus Himself says in the Gospel: " But you do not believe, because you are not among my sheep." If we are not "sheep of Jesus," faith does not some to us. It is a rosewater faith, a faith without substance. "
      Der ganze Text ist hier zu finden
      http://www.news.va/en/news/pope-mass-on-feast-of-st-george-full-text

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    2. Mmh. Meine Anmerkung bezog sich nicht auf den Predigttext (danke für den Link :-), sondern auf das unvollständige Zitat aus dem Buch "Mein Leben mein Weg", das Ester oben aus einer Zeitung zitiert hat. Im Buch steht es auf Seite 181.

      Zu der Frage, warum das große Geschrei ausbleibt, obwohl Franziskus - o Schreck ;-) - feststellt, dass Christus nur in und durch die Kirche zu finden ist. Nun, wahrscheinlich fängt man wieder an, selektiv wahrzunehmen, und alles zu überhören, was man nicht hören will, wie z. B. auch schon beim Stichwort "Entweltlichung" oder "kirchlicher Narzissmus"...

      Oder man flüchtet sich in Illusionen, wie bei der Bestätigung der Maßnahmen für die ungehorsamen Rebellen-Schwestern in den USA durch Franziskus, wo manche schon mutmaßte, vielleicht habe Franziskus ja nur nicht richtig verstanden, was die Ordensschwestern eigentlich wollten...

      Naja, beten wir weiter für den Stellvertreter Christi auf Erden. Ganz besonders heute an seinem Namenstag!

      Heiliger Georg, bitte für ihn und für uns!


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    3. Wir haben und mit den Antworten überschnitten, Ja Beten sollten wir.

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    4. Ich denke auch, dass die Medien in ihrer ersten Euphorie viel übersehen und überhört haben. Und jetzt ignorieren sie ihn erst mal und schweigen. Sie haben sich mal wieder einen Papst gebastelt, von dem sie glaubten, er tut das, was sie wollen. Jetzt kristallisiert sich heraus, dass dem nicht so ist. Da schweigen sie dann erst mal. Ist vielleicht auch gut so. Denn es tut der Kirche ja gut, wenn wir uns mal wieder auf unseren Glauben besinnen können, ohne permanent ungerechtfertigte Angriffe der Medien abwehren zu müssen.

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  2. Danke Frischer Wind, ich hatte das Zitat (mit der versöhnten Verschiedenheit) aus dem Welt Artikel, den ich verlinkt habe.
    Den kompletten Zusammenhang kannte ich nicht, weil ich auch das entsprechende Buch nciht gelesen habe.
    So wie es dastand ergab es einen Widerspruch, und ich denke einfach in deutschsprachigen Ländern gilt ja irgendwie die Formel, dass die liturgisch nicht so superkorrekten auch die Superökumeniker sind.
    So steckte ich wohl, was die Ökumene angeht den Papst Franziskus in eine Ecke, wo er gar nicht hin will. (was mich nebenher freuen würde).
    Ja offensichtlich kann Franziskus sich Ökumene nur mit dem Ziel Rückkehrökumene vorstellen, was die kompletten Zitate (wofür ich danke) nahelegen, ohne Frage.
    Jedoch wo bleibt der Aufschrei?

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