Donnerstag, 2. Mai 2013

Diözesanversammlung, das Titelbild des aktuellen Konradsblattes und warum ein Bild oft mehr sagt, als tausend Worte.

Nein ich verkneif es mir, noch weiter auf der Diözesanversammlung und ihren Ergebnissen herumzureiten, obwohl schon die Titelüberschrift "Diözesanversammlung Rufe nach Reformen (gähn, langweil) und dann  immer wieder putzig "Die Kirche von Freiburg sucht Wege in die Zukunft" auf dem Cover des allerneuesten Konradsblattes, geradezu nach einer spitzen Tastatur schreit.
Weil, die Herren und Damen Physiker, rechnen zwar seit Albert Einstein, mit einem 4dimensionalen Raum, in welchem die Zeit genauso ein Vektor ist wie Länge, Breite und Höhe und man kann da durchaus theoretisch alles mögliche  rechnen, von wegen  Bewegung "rückwärts in der Zeit"; aber faktisch ist das mit der Zukunft so, die kommt einfach, wenn man abends ins Bett geht und morgens aufsteht, voilá schon befindet man sich in der Zukunft von Gestern.  Geschieht ganz von selbst, da muss ich keinen extra Weg gehen oder so, Morgen, Mittag, Abend, Nacht wird es ganz von selber und auch der Übergang zwischen den beiden Niveaus, in der Elektronenhülle des Cäsiumisotops, wodurch  wissenschaftlich exakt die Sekunde definiert wird,  geschieht,  ohne Erlaubnis und Planung von noch so engagierten Laien oder sonstwem.
Aber lassen wir das.
Auf dem Cover des allerneuesten Konradblattes und leider nicht online auffindbar, haben wir ein Bild  von der Diözesanversammlung.
Hier der Link zu einem ähnlichen Bild von der Homepage der ED Freiburg.



Das Bild zeigt von hinten her einen Blick in die St. Martinskirche in Freiburg, die wohl in Wirklichkeit viel schöner ist, als die Bilder von der Homepage suggerieren.
Man sieht das Mittelschiff und am Ende den Chorraum mit diesen typischen neugotischen Fenstern und einem ebensolchen Hochaltar.
Schön, kann man da nur sagen.
Im Mittelschiff (das normale Gestühl wurde entfernt) sitzen die Delegierten -nein die dumme Bemerkung über das geschätzte durchschnittliche Alter, spar ich mir -  im Halbkreis um ein kleines Podium gruppiert und lauschen dem Vortrag einer Ordenschwester in Tracht (wenigstens etwas!).
Nur,  der Blick  der Versammelten  geht nicht Richtung Altar, sondern Richtung Wand!
Auf dem Podium, im Zentrum des halben Stuhlkreises,  steht eine Osterkerze, die, wie uns das Innere des Konradsblattes erklärt, die Gegenwart Christi symboliseren soll.
 Herrschaften, da ist ein Altar, da ist bestimmt ein  Tabernakel drin, wahrscheinlich am Hochaltar, auf jeden Fall irgendwo in der Richtung, der Herr ist schon da!  ihr müsstet euch nur rumdrehen.
Vorne  am Altar finden sich links und rechts 2 Ikonen, die nach Auffassung der Ostkirche nicht nur einfach Bilder sind, sondern das was sie darstellen gegenwärtig setzen (wenigstens ein bisschen).
Wie wir der Homepage der ED Freiburg hier  entnehmen können, hielt man es auch beim gemeinsamen Morgenlob (was ja anundfürsich schwer löblich ist) ebenfalls nicht für nötig, sich zum Herrn hin zu wenden.
War den Veranstaltern wahrscheinlich zuviel der Symbolik das Morgenlob in Richtung der durch die aufgehende Sonne erleuchtenden Fenster hinter dem Altar zu singen! (oder was?)
Weiter belehrt uns das Konradsblatt, dass auf einem der Pulte am Podium ein Evangelienbuch lag, es heißt das Evangelienbuch sie die Mitte des Geschehens gewesen.
Naja davon mal abgesehen, dass wir nicht an ein Buch, sondern an eine Person glauben, besteht das eine Standbein des Katholischen auf der Schrift,  der ganzen Schrift, inklusive der von Luther, aus philologischen Gründen, ausgeschiedenen deuterokanonischen Schriften! Dazu noch Tradition und die Gegenwart Christi in den Sakramenten.
Abschließend könnte man sagen, kein Wunder das da nix Gescheites bei rum  kommt,. wenn man in die verkehrte Richtung guggt und die Kirche nur auf einen einzigen Pfeiler stellen will.




1 Kommentar:

  1. Ich gehe oft in die Martinskirche, deshalb kann ich versichern, dass die Kirche definitiv schöner ist als die Bilder der Homepage es suggerieren und dass der Tabernakel sich tatsächlich im Zentrum des Hochaltars befindet.
    Es ist traurig zu sehen was die Diözesanversammlung daraus gemacht hat.
    Aber die Abwendung vom Hochaltar gehört auf dem Weg in die Zukunft anscheinend dazu:

    http://pius.info/archiv-news/933-bild-der-woche/7547-bild-der-woche-von-der-barockkirche-zum


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