Donnerstag, 6. Juni 2013

Die Ehe, der mainstream, und was Augustinus und Franz von Sales dazu zu sagen haben

Naja irgendwie sträubt sich meine Tastatur, aber es hat sich ja herumgesprochen auch den schwulen Paaren steht das Ehegattensplitting zu.
Ich meine zwar mal gehört zu haben, das Ehegattensplitting resultiere aus den Zeiten, wo man davon ausging dass der Mann die Brötchen verdient, und die Frau selbige streicht, es also um den Ausgleich und Achtung der Erziehungsarbeit zuHause ging, was ich übrigens gut und richtig finde, aber egal.
Man könnte sich nun stundenlang drüber aufregen, aber andererseits ist all das, inklusive der Definition der Abtreibung als Frauenrecht, und des Genderwahns nur logisch, wenn man sich die Erosion des christlichen Abendlandes mitsamt der konsequenten Leugnung eines Naturrechts,  der letzten Jahrzehnte anguggt.

Fangen wir mal ganz von vorne an, da lebte, als das römische Weltreich in den letzten Zügen lag und alles den Sex vergötterte, sowie heute, (wir haben mal in der Schule von Sallust "die Verschwörung des Catilina" gelesen, hörte sich an wie mein Großvater, der Sallust), ein junger Bursche namens Aurelius Augustinus.
Der junge Mann war bekanntlich nicht dumm und sah wohl gut aus und so  konnte er alles haben, was er wollte und das nahm er sich dann auch! (Confessiones S 56, S 66 u.a.)


Irgendwann einmal wurde er ruhiger und hielt seiner aktuellen Loverin "die Treue des Lagers" er selber schreibt über diese Zeit "und ich spürte am eigenen Leibe, welcher Abstand besteht zwischen einer ordentlich geschlossenen Ehe um der Erziehung der Kinder willen und dem Bündnis begehrlicher Liebe...) Confessiones S. 87.
Selbstverständlich ist eine solche Sicht der Dinge heutzutage nogo und selbst gestandene Theologen werfen dem Augustinus vor, hier zu übertreiben und all das.
Aber wie man in alten Katechismen liest und was auch in neuen Enzykliken (stillschweigend)  vorausgesetzt wird, gibt es einen zweifachen Ehezweck welche da sind:
Der Zweck der Ehe ist einmal die Zeugung und Erziehung der Kinder und  zweitens die gegenseitige Heiligung, weswegen Unfruchbarkeit noch nie ein Eheanullierungsgrund war. (Letzteres nur der Vollständigkeit halber)
Heutzutage ist es ja eher so, dass Fruchtbarkeit irgendwie als Schande gilt. Wurde ich doch bei unserem 4ten Kind begrüßt mit "Willkommen im Club der Asozialen" und das künstliche Erzeugen von Unfruchtbarkeit der Pharma- und Gummindustrie dicke Gewinne garantiert. Ich finde das ja fast witzig, Einerseits panikt frau wegen jeder Falte und sorgt doch gleichzeitig dafür, dass sie eine Oma ist (eben eine Frau, die aber nicht mehr fruchtbar ist).
Nun ja, wenn aber kirchlicherseits und gesamtgesellschaftlich in vollendetem Aggionamento, immer nur der zweite Ehezweck betont wird, dann muss man sich nicht wundern.
Insbesondere da in der Betonung des zweiten Ehezweckes immer mitschwingt, dass es um die Schmetterlinge im Bauch, dass man sich zusammen wohl fühlt und all das, geht.
Dabei ist die Verliebtheit etwas, was  vorbeigeht, schön wie ein Baum in Blüten im Frühling, aber doch vorübergehend und das haben die geistlichen Lehrer (außer heutzutage ) auch immer gewusst.
So auch Franz von Sales, der den Stand der Eheleute mit dem der Büßer gleichsetzt und deshalb den Eheleuten in der Beichte keine Buße aufgegeben hat, weil ihr Stand schon Buße genug sei.
Die Reliquien des Franz von Sales touren augenblicklich zusammen mit den Reliquien der Franziska von Chantal durchs Badische.
Hier die nächsten Termine:

Herz Jesus Fest am Freitag den 7.6.  im Kloster Waghäusel

Samstag den 8.6 in der Wallfahrtskirche  "unsere liebe Frau mit dem Kindelein" in Kämpfelbach-Bilfingen
Beginn 8:00 Uhr 9:00 Uhr Wallfahrtsmesse und dann können die Reliquien den ganzen Tag privat verehrt werden.

Freitag den 14.6   Oberflockenbach (Steinklingener Straße 24 in 69469 Weinheim - das ist eine Kapelle - ab 15h kommen die Reliquien, um 18h ist tridentinische Messe - also im alten Ritus, auf Latein mit Einzelsegen zum Schluß)

Samstag  den 15.6. in  Balsbacher St. Clara-Kloster (s. http://www.clarissen-kapuzinerinnen.de/impressum.html) werden die Reliquien des Hl. Franz von Sales in einer Andacht ab 15:30h verehrt (leider ist KEINE Hl. Messe dabei)

Sonntag den 16.6 in der Pfarrei St. Peter und Paul in Rauenberg (beginn 10:30 Uhr mit Hl Messe, Ende 18:00 Uhr mit eucharistischem Segen)








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