Samstag, 15. Juni 2013

McKinsey wird Papst?

"I wonder what the poor will think of him employing a management consultant to do what every pope in Christendom did himself from the time of St Peter."
Diesem Kommentar von EditorCT  unter einem Artikel des Catholic Herald ist eigentlich nichts mehr hinzuzufügen....

Doch: Hellsehen ist eigentlich nicht meine Stärke und als ich vor weniger als einem Jahr diesen Beitrag geschrieben habe, hätte ich mir niemals träumen lassen, dass ein Unternehmensberater, der nicht nur Martin Luther toll findet, sondern auch noch auf den oberen Rängen des ZDK mitmischt,  einmal Papstberater werden könnte - mit freundlicher Empfehlung der DBK und unter besonderer Mitwirkung des Münchner Erzbischofs Reinhard Kardinal Marx!
Das Abbruchkommando beginnt seine Arbeit ... es wird ernst.

Vielleicht war das doch nicht nur ein Blitz am 11. Februar 2013, sondern ein deutlicher Hinweis was uns erwartet:



Beten wir, dass der Herr seine Kirche und uns nicht im Stich lässt.


Kommentare:

  1. Schon an unsere tägliche Überraschung aus der Casa Santa Marta gewöhnt- hätte ich mit dieser dann doch nicht gerechnet.
    McKinsey- aus den deutschen Reihen-und um das Ganze noch zu toppen ZdK-nah (geht es noch schliommer?) ich kann es nicht fassen!
    Und das sicher nicht geringe Honorar dieses Herrn, der eine präreformatorische Stimmung diagnostiziert zu haben glaubt ( wo bei Alosi Glück?), dürfte ja ein erkleckliches sein.
    War da nicht was mit den Armen und der Armut dieser Welt, denen jeder überflüssige Cent, der im Vatican ausgegeben wurdr, zugute kommen sollte?

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    1. Pauline aus dem Schlauchboot15.06.13, 12:43

      wie Vaticanist Sandro Magister berichtet, habe Papst Franziskus den Vorschlag, einen Unternehmensberater zu engagieren "mit Enthusiasmus" aufgenommen.
      Augenscheinlich kennt er die Firma McKinsey nicht.

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  2. Trotzdem danke! ;-)

    http://einfachentfachend.wordpress.com/2013/06/15/kurienreform-durch-loyalen-ungehorsam-a-la-zdk-und-luther/

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    1. Danke für's weitertragen !!
      Wir malen uns gerade aus, was uns demnächst erwartet, wenn McKinsey erstmal im Vatikan sitzt: Dezentralisierung? (Unternehmensberatersprech: Verlagerung der Verantwortung auf die unteren Ebenen). Weiterführend wären automatisierte Kommunionausteilung via Austeilungsautomat gg. Einwurf von 1 Euro, wiederverheiratet Geschiedene müssen dann 2 Euro reinwerfen, dann dürfen sie auch usw. Gesponserte Heilige Messen?, z.B. Papst und Konzelebranten in Rot, Coca-Cola-Logo vorne drauf?
      Da hilft nur Vertrauen auf die Zusage des Herrn, dass die Mächte der Unterwelt den Felsen nicht überwinden werden. Und in der Regel haben sich die Möchtegern-Zerstörer langfristig selbst zerstört. Ich denke da mal an Preußen ...

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    2. Vor einem halben Jahr wär der Heraldartikel noch in der Rubrik Satire erschienen. Falls dort korrekt berichtet wird, kriegen wir wohl ne neue corporate identity:
      "Katholisch ist alles außer Rom!". Eigentlich kann man nur noch hoffen, daß Magister einer Ente aufsaß..

      LG clamormeus

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    3. ElizaBerlin15.06.13, 15:26

      oder "Wie es euch gefällt". Der heutige SPON-Online-Artikel dürfte ein erster Hinweis sein, dass McKinsey die Presse bereits beruhigt - so nach dem Motto: Lasst uns mal machen, in kurzer Zeit kriegt ihr alles was ihr wollt.
      http://www.spiegel.de/panorama/vatikan-beobachter-zu-franziskus-aussage-ueber-schwulen-lobby-a-905602.html

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  3. ALso billig ist das bestimmt nicht der Mc Kinnsey, ich sag es ja ungern, aber ich hätte da bessere Verwendungsmöglichkeiten, z.B Aufstockung der Bischofsgehälter in der dritten Welt, selbige bekommen nämlcih vom Vatikan 171€ im Jahr!
    AUch könnte man von dem Geld lauter schöne Paramente und liturgische Gegenstände kaufen.
    Manches was man ja am Fernseher so sieht ist zum heulen.

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  4. verstehe ja die Aufregung, aber wenn ich es richtig gelesen habe, ist das ein pensionierter Mc Kinsey - Berater, der keine Beratersätze mehr kassiert. Über seinen Einfluß auf den Papst kann man streiten, aber eine Geldfrage scheint das nicht zu sein.

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    1. Braucht der Heilige Geist einen Unternehmensberater? Ist die Kirche wirklich ein Unternehmen?
      Wenn Unternehmensberater im Vatikan regieren, ist alles das, was Papst Franziskus bisher gesagt hat, für die Tonne.
      Wir erinnern uns: "Die Kirche ist keine NGO, die Kirche ist eine spirituelle Gemeinschaft. Er hat uns auf die Christusnachfolge eingeschworen und folgt jetzt selbst einem Unternehmensberater, einer ZDK-Führungsperönlichkeit und Lutherfreund? Wie arm ist das denn? Wie oft hat er in seinen "Perlen" am Morgen gegen die Lüge gewettert, gegen Intrigen und Verleumdung und dann holt er einen Unternehmensberater an seine Seite, der in seinem Buch nichts anderes tut? Und wieso sollte ein Mc-Kinsey Boss in Pension nicht weiter Geld verdienen. Sowas ist in diesen Kreisen die Regel. Und hinterher sitzt er dann in Talkshows rum und erzählt, wie er den Vatikan umgekrempelt hat .... Mich gruselt.

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  5. Ich schreib das jetzt mal ganz kurz hier, als Mc KInnsey in Freiburg tätig war, da haben alle PGR's alle Gruppen udn Gruppierungen über den BDKJ bis zum frommen Strickclub zur Unterstützung der Arbeit der Mutter Theresa Schwestern unendliche Sitzungen gehabt um die "Pastoralen Leitlinien Entwürfe" a) zu verstehen, b) zu kommentieren und c) schriftlich zu fixieren "wie hädde mers denn gern".
    Das ist dann von irgendeiner Kommission unter Beteiligung der Laien wieder in ein Papier gefasst worden, es gibt seien Kommission (LEVI) die das Umsetzten überwacht und all das.
    Wenn ich mir das weltweit vorstelle, kriege ich die Krise, das ist Vat II, von seiner schlechtesten Seite reloaded.
    Wir befinden drüber wie wir es gerne hätten und wie es nach den Kriterien dieser Welt am effizientestes umgesetzt wird.
    Kopfschüttel

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  6. Und Petrus hatte nicht nur kein Konto, keinen Mercedes und keine roten Schuhe ( schwarze aber auch nicht) er hatte auch keinen Unternehmensberater und nach ihm keiner seiner Nachfolger-und schon gar keinen Luther-Bewunderer. Hat der Hl. Geist seinen Dienst aufgekündigt ?

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    1. ElizaBerlin16.06.13, 13:34

      Wenn der Heilige Geist seinen Dienst aufgekündigt hat, dann ist die Kirche nur noch geistlos. ... da hilft dann auch ein Unternehmensberater nicht mehr weiter ... denn so einer kann den Sturm nicht besänftigen und die Winde gehorchen ihm auch nicht.
      Beten wir für unsere Kirche.

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  7. Statt hier der Phantasie allzuviel Freiraum zu geben,rate ich den ganzen Artikel von Magister zu lesen, der den Führungsstil von PapstFranziskus recht gut analysiert. In bewährter jesuitischer Art hört er sich alle Meinungen an und fällt dann hächst persönölich und allein seine Entscheidung(en). Es gehörte schon in Buenos Aires zu seinem Stil,auch Leute zu konsultieren, die ganz und gar anderer Meinung waren als er. Man darf all diese Entwiclungen also recht ruhig und gelassen zur Kenntnis nehemen, "Bltz und Demonrage" sind wohl ein wenig gewagte Metaphern für einen Prozess, der gerade erst beginnt....

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    1. Er hat ja auch Frau Merkel konsultiert und bespricht sich während vieler Privataudienzen mit allen möglichen Menschen.
      Aber einen Unternehmens(!)berater in das 8köpfige Kardinalskollegium zu berufen und sich von ihm Konzepte ausarbeiten zu lassen, wie er die Kirche "umkrempeln" und führen soll, hat eben doch eine andere Qualität. Wenn man zudem das von domradio geführte Interview mit dem Unternehmensberater liest und sich noch zugute führt, dass der Herr ein führender Kopf im ZDK ist (wo u.a. auch W. Kretschmann (Grüne), Theresa Schopper (Grüne), Norbert Lammert (CDU), Alois Glück (CSU) oder Wolfgang Thierse (SPD) zugange sind), lässt das nix Gutes ahnen. Eine protestantierte Kirche, geführt nach Marketinggesichtspunkten, die nicht mehr an Gott und Christus orientiert ist, sondern sich nach den "Wünschen der Kunden" richtet, ist jetzt nicht unbedingt das, warum ich konvertiert bin. Da können sie dann gleich Hans Küng zum Papst machen.

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    2. langsam, langsam....aus dem einen Satz von Magister solche Szenarien abzuleiten, scheint mir gewagt und auch nicht zulässig. Ein Papst der am 1. Mai vorgeschrieben hat, dass in Zukunft in jedem eucharist. Hochgebet der Hl. Joseph zu erwähnen ist, wird keine protestantischen Konzepte übernehmen.

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    3. Der Papst verkündet seit seinem Amtsantritt, dass die Kirche eine spirituelle Gemeinschaft sei und keine NGO .... Wenn er aber einen Unternehmensberater engagiert, tut er genau das Gegenteil von dem, was er sagt und predigt.
      Der Unternehmensberater hat ein Buch geschrieben, wie er die Kirche verändern will: Ein Willnessverein, nach den Wünschen der "Kunden". Vielleicht kriegt er es ja bei Papst Franziskus nicht durch. Da reicht es aber vielleicht schon, ein Konzept zu machen, vieles zu dezentralisieren (Verantwortung nach "unten" delegieren = UB-Sprech), um regionale Unterschiede zuzulassen. Dann haben die Deutschen ihr Ziel erreicht und ihre Nationalkirche, die schön vor der Politik Männchen macht und sich um das "Gerede aus Rom" nicht mehr kümmern wird. Die mit den Protestanten eine große "Ökumene jetzt-Kirche" gründen kann und alle haben sich lieb. Wie schön. Der Unternehmensberater ist dann gern gesehener Gast in allen Talkshows und erzählt dann, wie es ihm gelungen ist, mit modernen Management-Methoden endlich die Kirche zu "reformieren" und einen Sozialverein (à la EKD) bzw. NGO draus zu machen usw.
      Für mich ist das keine allzu schöne Option. Ich empfehle zur Lektüre mal den "Consulting Report".

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    4. Das Buch kenne ich und es gilt für dieses wie für viele "insiderbücher"; viel Wahres wird mit viel Unsinn vermischt und gibt außer fragwürdiger Unterhaltung nicht viel her. Ich kenne die Branche auch gut. Bin wahrlich nichr unkritisch aber sie ist dann doch besser als ihr Ruf,,,,

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    5. Na ja, ich könnte da aus dem Nähkästchen plaudern, aber das tut hier nichts zur Sache. Auf jeden Fall sind Kirche und Glauben kein Experimentierfeld für Unternehmensberater, weil die Kirche kein Unternehmen ist ... und auch keine NGO, um mal bei den Worten von Papst Franziskus zu bleiben. Und unser Glaube ist stark genug, der braucht auch kein Marketing, sondern starke Hirten, die den Glauben verkünden.

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