Freitag, 9. August 2013

Der erste Papst aus Bayern: Damasus II

In Europa war früher auch nicht alles besser: 

Damasus II, Replik seines Bildes aus der
Basilika St. Paul vor den Mauern, Rom
Quelle: Wikimedia commons,  public domain

Lang ist's her und es war zu einer Zeit, als die Kaiser noch bestimmten, wer unter ihnen Papst war. So einer war auch Kaiser Heinrich III, der das Papsttum aus der Abhängigkeit vom römischen Adel befreien und damit Grundlage für dessen universale Geltung schaffen wollte. 

Die Wahl fiel auf Bischof Poppo von Brixen, der den Beinamen Baginarius (der Bayer) deshalb trug, weil er aus bayerischem Adel stammte. Über seine genaue Herkunft gibt es verschiedene Angaben, er soll ein Nachkomme des Grafen Poppo von Rott sein, andere sagen, er sei der Sohn des Vogtes von Benediktbeuern gewesen. 1039 wurde Poppo Bischof von Brixen. An Weihnachten 1047 folgte dann der ganz große Karrieresprung:
Kaiser Heinrich III bestimmte ihn zum neuen Papst - als Gegenpapst zu Benedikt IX, der sich gerade wieder den Papstthron von Clemens II (den er vergiftet haben soll) zurückerobert hatte.

Nun zog also der Bischof von Brixen, begleitet von einer Armee gen Rom, um sich auf den Stuhl Petri zu setzen. Das gelang, und am 17. Juli 1048 wurde er inthronisiert. Doch die Freude währte nicht lange, denn bereits 24 Tage später verstarb er - vermutlich an der Malaria in Palestrina. Andererseits wurde gemunkelt, dass auch er von den Anhängern Benedikts IX vergiftet wurde ....
Damasus II ist in der Basilika San Lorenzo fuori le mura in Rom beigesetzt.

Heute, am 9. August 2013 jährt sich sein Todestag zum 965. Mal.

R.I.P lieber erster Bayernpapst und habe von Deinem Platz im Himmel aus ein wachsames Auge auf Deinen Landsmann Benedikt XVI, der im Vatikanischen Kloster Mater Ecclesia für unsere Kirche betet.




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