Samstag, 14. September 2013

Ein Fundstück von Papst Benedikt zum Heil extra ecclesia


In dem Buch "Jesus von Nazareth" des Papstes Benedikt lesen wir auf Seite 122 folgendes:

Die heutige Theorie geht dahin, daß jeder seine Religion leben solle oder vielleicht auch den Atheismus, in dem er sich vorfindet. Auf diese Weise werde er das Heil finden. Eine solche Meinung setzt ein sehr seltsames Gottesbild und eine seltsame Vorstellung vom Menschen und dem rechten Weg des Menschseins voraus. Versuchen wir, und das durch ein paar praktische Fragen deutlich zu machen. Wird jemand deshalb selig und von Gott als recht anerkannt werden, weil er den Pflichten der Blutrache gewissenhaft nachgekommen ist? Weil er sich kräftig für und im „Heiligen Krieg“ engagiert hat? Oder weil er bestimmte Tieropfer dargebracht hat? Oder weil er rituelle Waschungen und sonstige Observanzen eingehalten hat? Weil er seine Meinungen und Wünsche zum Gewissensspruch erklärt und so sich selbst zum Maßstab erhoben hat? Nein, Gott verlangt das Gegenteil: das innere Wachwerden für seinen stillen Zuspruch, der in uns da ist und uns aus den bloßen Gewohnheiten herausreißt auf den Weg zu Wahrheit; Menschen, die „hungern und dürsten nach der Gerechtigkeit“ – das ist der Weg, der jedem offensteht; es ist der Weg, der bei Jesus Christus endet.“

Wer Ohren hat zu hören, der höre, kann man da nur sagen .
Wir müssen sehr dankbar sein, für alles was uns Kardinal Ratzinger auch als  Papst Benedikt an Schriftlichem hinterlassen hat.

4 Kommentare:

  1. Vielleicht sind's ja doch die Tieropfer.
    Woher will Ratzinger wissen was Gott wirklich verlangt?

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    1. Kirchenfreund14.09.13, 23:45

      Nun, das Tieropfer fand ja im alten Testament durchaus noch das eine oder andere Mal statt.
      Nur Jesus hat dies alles nicht mehr gelehrt, weil es nicht erforderlich ist, Tieropfer zu bringen, um Gott gnädig zu stimmen. Jesus lehrte "bittet, so wird euch gegeben".
      Und der große Theologie Ratzinger kennt diese Wahrheit. Er hat sie nicht nur in den letzten Jahren verkündet, sondern in den Jahren vorher auch gelehrt. Wir können also davon ausgehen, dass Papst Benedikt (Josef Ratzinger) die Wahrheit kennt.

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  2. Das ist ja die Sache mit dem Glauben.
    Laut Paulus gilt "Glaube ist: Feststehen in dem, was man erhofft. Überzeugt sein von Dingen, die man nicht sieht".
    Papst Benedikt glaubt und wir mit ihm, dass es so ist, wie es nunmal ist mit Gott und der Welt.
    Wäre Papst Benedikt und wir mit ihm, davon überzeugt, dass es anders ist, dann wären wir (zumindest) eben nicht katholisch.
    Das innerkirchliche Problem besteht ja genau darin, dass ne Menge Leute daruf bestehen katholisch zu sein, aber nicht katholisch glauben. Dabei gibt es soviele Denonimationen und Sekten, wo man bestimmt das findet, wie man es gerne hätte.

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  3. Wenn man es einmal etwas zugespitzt formuliert, könnte man es so sagen: eihe fulminantere und zugleich vornehmer formulierte Kritik am jetzigen Papst gibt es nicht.

    Von wegen "kein Blatt Papier" und so. Zwischen den beiden liegen nicht nur Welten, sondern v.a. die Wahrheit. Die ist bei Benedikt.

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