Mittwoch, 18. September 2013

Grüne und Missbrauch - wir erinnern uns.

Ich bin ja nun schon seit Tagen in den diversen Foren unterwegs, um mal zu gucken, was das Volk so denkt über die "Guten Grünen", die doch die Moral mit Löffeln gefressen haben und über allem erhaben sind, was sonst noch so in dieser Republik zugegen ist.
Wir erinnern uns: Es ist gerade einmal drei Jahre her, als der Missbrauchshype Deutschland überrollte. Ganz vorne dran: die Grünen mit ihrer Vorsitzenden Claudia Roth.
Besonders die Aussage des damaligen Augsburger Bischofs hatte es der Dame angetan. Er hatte es gewagt, die Missbrauchsfälle mit der von den 68ern initiierten Sexualisierung der Gesellschaft in Verbindung zu bringen. Denn die hochmoralischen Grünen, frei von jeder Schuld, konnten das damals nicht auf sich sitzen lassen.
Deshalb griff Frau Roth auch tief in die Empörungskiste und das las sich in der Augsburger Allgemeine dann so:
© Screenshot Augsburger Allgemeine
Und jetzt wundern wir uns gar nicht mehr, warum die gute Frau Roth in diesen Tagen so abgetaucht ist. Sie versucht gerade mal wieder ihr altes Prinzip, aus irgendwelchen Gründen auf die CDU zu zeigen, aber, das nimmt ihr sowieso keiner mehr ab. Interessant ist allerdings wirklich, wie die Grünen und ihre Anhänger mit dem Kindesmissbrauch in ihren Reihen umgehen. Hauptargument: Das ist ja schon soooooo lange her.
Aber stimmt das wirklich?
Beim SpOn kann man zum Beispiel nachlesen, dass die Familienministerin 2007 zwei Broschüren vom Markt genommen hat, die von der Regierungsorganisation Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung in großer Menge verteilt wurde. In diesen Broschüren ging es um die Frühsexualisierung von Kleinkindern von 1 - 3 und von 4 - 6 Jahren. Unter anderem liest man darin:
"Es ist "nur ein Zeichen der gesunden Entwicklung Ihres Kindes, wenn es die Möglichkeit, sich selbst Lust und Befriedigung zu verschaffen, ausgiebig nutzt". Oder diese: Wenn Mädchen - nicht einmal drei Jahre alt - "Gegenstände zur Hilfe nehmen", dann sollte man das nicht "als Vorwand benutzen, um die Masturbation zu verhindern". Oder diese: "Scheide und vor allem Klitoris erfahren kaum Beachtung durch zärtliche Berührung (weder durch Vater noch Mutter) und erschweren es damit für das Mädchen, Stolz auf seine Geschlechtlichkeit zu entwickeln."
Wohlgemerkt - es geht hier um Kinder im Alter von 1 - 3 Jahren!!!

Diese Broschüre wurde seit 2001 verteilt. 2001, das waren genau drei Jahre, nachdem die Grünen erstmals (1998) in Regierungsverantwortung kamen. Sie hatten also schon kurz nach der Regierungsübernahme nichts besseres zu tun, als ihre vor 30 Jahren verkündeten Ziele rasch in die Tat umzusetzen. Natürlich ging das nur noch unter dem Deckmäntelchen der "Aufklärung"... denn wäre die wahre Absicht ans Tageslicht gekommen, wäre man nicht gewählt worden.
Es ist wirklich erschreckend, dass diese Partei immer noch von sog. Bürgerlichen gewählt werden. Welche Einstellung haben diese Bürgerlichen denn zu ihren Kindern?

Dieses Jahr haben die Grünen allerdings keine Luftballons mehr an ihren Wahlständen verteilt.... Wär dann doch zu peinlich gewesen.

Hier noch zwei Kommentare aus WOn, die aufzeigen, wie die Grünen sich in allen gesellschaftlichen Bereichen breit machen

Und - ja, man hat den Eindruck, die Kirche ist wirklich blind - und das ist anders als 1933.

Kommentare:

  1. Orlando furioso18.09.13, 13:51

    Nach dem Verlauf dieses unschönen Skandals kann man viele der Grünenpolitiker sicher, ohne ihnen Unrecht zu tun, als Meister der Doppelmoral bezeichnen. Die erbärmlichen Erklärungsversuche, man habe unter dem Druck so vieler Minderheiten vulgo Päderasten und Pädophilen und ihrer "Spezial"-interessen gestanden, von der verlogenen Antikirchenkampagne vor 2 Jahren, wo sich die Mitwisser um diese Ereignisse zur Speerspitze der Ankläger stilisierten, mal ganz zu schweigen, machen sie außer eben für diese Obengenannten eigentlich unwählbar.

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  2. ElizaBerlin18.09.13, 16:29

    Interessant, wie sich die Kirche zurückhält. Sie hätten doch allen Grund, das Thema jetzt einmal aufzugreifen und den Grünen die eine oder andere Empfehlung zu geben, wie man die Angelegenheit aufarbeiten kann. z.B., dass es nichts nützt, mit dem Finger auf andere zu zeigen.

    Sieht ganz so aus, als wäre die Deutsche Kirche schon so von Grünen unterwandert, dass man sich besser einfach wegduckt.

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  3. Nun ja, wenn selbst der eher konservative Meisner sich schon vor Jahre mit der irrlichternden Aussage vernehmen liess, die Grünen stünden der Kirche inzwischen in vielem näher als die CDU, was willst du da anderes erwarten als pures Schweigen??

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  4. Beim SZ Watchblog liest man mittlerweile, dass der Professor Walter die Aussagen über Herrn Trittin zuerst an die Süddeutsche gegeben hat. Die haben sich aber geweigert, das zu veröffentlichen, um Herrn Trittin nicht zu schaden.

    Auch hier kommen also Erinnerungen hoch, wie vehement und verbissen sich das Enthüllungsblatt damals auf die Suche machte, um Aussagen zu finden, die Papst Benedikt direkt belasten sollten. Angeblich haben sie sogar finanzielle Mittel angeboten.
    Und es ging ihnen ja damals angeblich "nur um die Opfer".
    Und heute, wo es gilt, einen der ihren zu beschützen, zeigt sich, wie sehr sie wirklich an den Opfern interessiert sind und waren ....

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  5. Das absolute Drama liegt noch wo ganz anderes.
    Erinnern wir uns an die Zeiten in den 70ern und 80ern.
    Diverse linke Ideen wurden Allgemeingut, und es war einfach so, dass man in einer Weise über Sexualität und Verklemmung redete, wie es heute nicht mehr denkbar ist (Gottseidank).
    Ich erinnere mich an eine Mutter (Lehrerin), die mir voller Stolz erzählte, dass ihre Tochter mit 5 schon komplett "aufgeklärt" sei. Sie erwähnte dabei ein bestimmtes Buch, wo detailliert udn ausgiebigst bebildert, erklärt wurde wie das so funktioniert. Die Tochter habe gesagt "Ihhhh ist das eklig". Die Mutter habe der Tochter dann beigebracht, "Aber Schatz wie du entstanden bist, das ist nicht eklig. Komm wir guggen und das Buch noch genauer an.........."
    Niemand sagte was dagegen!
    Christa Meves berichtet von einem jungen Pfarrersehepaar, das zu ihr kam, weil die 3 jährige Tochter sich nicht für ihre Genitalien interessierte.
    In Romanen und Erzählungen wo es um den frühen Tod von Jugendlichen ging, galt als besonders schlimm, dass er oder sie, nie im Leben .............
    Kurz man hielt sexuelle Aktivitäten für die Ursache allen Glücks und Wohlergehens und sexuelle Verklemmung, für die Ursache allen Übels und war daher, logischerweise, gegen jedes, aber auch jedes Tabu.

    Es gab nun 2 Fraktionen die eine, war der Ansicht, wenn man nur die Verbote aufhebe, dann würden sich die Leut, ganz von selber, hochmoralisch aufführen. Man behauptete Perversionen seien Ergebnis des Verbotes.
    Das war das Argument das auch bei Bürgers beiderlei Konfessionen, Zustimmung für die Idee der sexuellen Befreiung erreichte.

    Dann gab es die, die ein persönliches Interesse an unmoralischen Aktivitäten hatten.

    Fakt ist, in dem Klima damals hat sich keiner getraut zu sagen "Wir brauchen Mauern und Zäune, weil der Mensch vor sich selber geschützt werden muss. Weil der Mensch nur mit Mühe erkennt was richtig und falsch ist"

    Es wäre einfach gut und würde einen echten Fortschritt darstellen, wenn diverse Apologeten von damals einfach sagen würden "Wir haben uns absolut geirrt und waren total auf dem Holzweg. Wir haben gesündigt, in Gedanken und Schriften und Reden"
    Freude würde im Himmel herrschen über den Sünder der umkehrt!

    Aber so "will es keiner gewesen sein und keiner hat's gesehen"

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