Sonntag, 13. Oktober 2013

Prunk- und Protzwochen auf dem Beiboot, Teil 3

Ludwig I im prachtvollen Ornat!
Gemälde von Josef Karl Stieler
in der Neuen Pinakothek München
© Public domain via Wikimediacommons
Am 13. Oktober 1825 wurde Ludwig I zum König von Bayern gekrönt. Er folgte seinem Vater Maximilian nach dessen Tod auf den Thron.
Besonders wir Münchner verdanken diesem kunstsinnigen Monarchen viel: z.B. den Königsplatz oder die Ludwigsstraße incl. der nach dem heiligen Ludwig benannten Kirche.
Das weltberühmte Oktoberfest, oder wie wir Bayern sagen, d'Wiesn geht auf seine Hochzeit mit Therese zu Sachsen-Hildburghausen zurück.
Aber auch Bayern machte unter seiner Herrschaft große Fortschritte: Er reaktivierte die unter napoleonischer Herrschaft säkularisierten Klöster, mit der Vorgabe, dass sich die Mönche verpflichteten, für die Ausbildung der Landbevölkerung zu sorgen, da der Staat dieses nicht leisten konnte. Höhepunkt war der Neubau des Innenstadtklosters St. Bonifaz.
Seiner Förderung von Wirtschaft, Innovation und Technik verdankt die Deutsche Bahn ihre Anfänge.
Ludwig I hatte den Bau der Bahnlinie von Nürnberg nach Fürth unter großen Widerständen "durchgedrückt". Über die Argumente der Gegner können wir heute noch lachen, meinte doch ein damaliger "Vorgrüner", dass der Mensch nicht für Geschwindigkeiten über 25 km/h geschaffen sei.....


Berühmt ist seine Schönheitengalerie in Schloss Nymphenburg: Er beauftragte renommierte Maler, die Schönheiten des Landes zu malen, denn Ludwig I hatte schon immer ein Faible für schöne Frauen. Das wurde ihm dann auch zum Verhängnis: Seine übertriebene Zuneigung zu Lola Montez löste in Bayern einen Volksaufstand aus, was schließlich zur Abdankung führte.

Wir Bayern sagen Danke Majestät für all die Pracht, die Sie Ihrem Volk und seinen Nachkommen geschenkt haben. Danke für das vorausschauende Handeln in Sachen Industrie und Technik, das für die Bayerische Wirtschaft ein großer Vorteil war - und natürlich Danke für's Oktoberfest, das die Menschen aus aller Welt immer wieder gerne nach München bringt!

1 Kommentar:

  1. Bin wieder mal etwas spät, aber mit von der Partie!
    Danke für die Anregung.

    AntwortenLöschen

Mit dem Posten eines Kommentars erteilen Sie die nach der DSGVO nötige Zustimmung, dass dieser, im Falle seiner Freischaltung, auf Dauer gespeichert und lesbar bleibt. Von der »Blogger« Software vorgegeben ist, dass Ihre E-Mail-Adresse, sofern Sie diese angeben, ebenfalls gespeichert wird. Daher stimmen Sie, sofern Sie Ihre email Adresse angeben, einer Speicherung zu. Gleiches gilt für eine Anmeldung als »Follower«. Sollten Sie nachträglich die Löschung eines Kommentars wünschen, können Sie dies, unter Angabe des Artikels und Inhalt des Kommentars, über die Kommentarfunktion erbitten. Ihr Kommentar wird dann so bald wie möglich gelöscht.