Mittwoch, 30. Oktober 2013

Was wurde eigentlich aus den Ablassbriefen?

Wenn man sich in diesen Tagen durch die diversen MSM klickt und dort die Kommentare der üblichen Forenpöbler liest, kann man entweder sofort auf einen "anderen Kanal" klicken oder sich über die mal mehr oder weniger kreativ hervorgebrachten immer gleichen Texte amüsieren. Heute war mir irgendwie nach amüsieren und dann bin ich auch schnell bei SPON fündig geworden. Da schreiben dann die üblichen, dass ihnen die Kirche ihr Geld wegnimmt - und das schon mindestens seit den Kreuzzügen. Mei, müssen diese SpOn-Schreiber alle alt sein - oder wahrscheinlich sind sie alle Buddhisten, die schon mehrere Leben hinter sich haben. Deshalb waren sie auch immer mittendrin statt nur dabei. Heute konnte so ein Zeitreisender wundersames aus dem Mittelalter und der Lutherzeit berichten. Der wusste nämlich, dass "die Kirche den Leibeigenen das Geld geraubt habe...". Also ich bin ja in Hessen zur Schule gegangen und da haben wir im Geschichtsunterricht gelernt, dass die Leibeigenen arm waren. Wo hatten die nun aber das Geld her, dass die Fürstbischöfe ihnen das rauben konnten? Naja, vielleicht findet sich mal ein Historiker und klärt uns darüber auf. Evtl. kriegt er ja sogar einen Sendeplatz beim ZDF ...

Die interessanteste Frage, die dieser Kommentator aber einbrachte, war, dass die Kirche ja mit dem Ablasshandel den Menschen das Geld aus der Tasche gezogen habe.. Das ist historisch belegt. Und deshalb zweifele ich das jetzt mal nicht an.
Nur - wie wir alle wissen, wurde ja aus dem Ablasshandel der Bau des Petersdoms finanziert und damit eines der größten und schönsten Bauwerke der Menschheitsgeschichte geschaffen - vollgepackt mit sakraler Kunst, geschaffen von den Meistern damaliger Zeit, die heute so wertvoll sind, dass sie nicht mal russische Oligarchen bezahlen könnten.
Den Menschen damals war das wahrscheinlich egal - denn sie haben  ja mit der Finanzierung dieses "Himmels auf Erden" ein Stück des wirklichen Himmels gewinnen wollen.

Und jetzt die Frage: Was wurde aus den Ablassbriefen? Das sind doch nach unserem heutigen finanzwirtschaftlichen Denken Anteilsscheine an diesen Kunstwerken. Wurden die dem Käufer mit ins Grab gegeben? Oder hatte die Familie die Pflicht, diese aufzubewahren? Wenn eine Familie jetzt diese Ablassbriefe über die Jahrhunderte aufgehoben hat, hat sie damit einen Anteil am Petersdom erwirkt?
Viele Katholiken sind also somit Teilhaber am Petersdom und wissen es gar nicht?
Da könnte doch der eine oder andere mal klagen?

Andererseits ist das aber genauso aussichtsreich, wie wenn wir heutigen diesseitigen den aufgezwungenen modernen Ablassbrief "Tankquittung für die Ökosteuer" dafür nutzen würden, um unsere Rentenansprüche zu erhöhen - hieß es doch mal "Rasen für die Rente". Eine persönliche Genugtuung wäre es allerdings, wenn diese Rentenansprüche von den Grünen ausbezahlt werden müssten. Sie hatten ja schließlich die Idee für die Wiederbelebung des Ablass ..... und heute sind es wahrscheinlich genau ihre Parteigänger, die den Ablasshandel der Kirche in den Foren der modernen MSM immer wieder anprangern.

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