Samstag, 30. November 2013

Bischof Fürst zum Thema Wiederverheiratete Geschiedene; richtige Diagnose, verkehrte Therapie

Im neuesten Konradsblatt geht es lang und breit um das Thema, das ich zumindest, nicht mehr hören kann, die wiederverheirateten Geschiedenen und da wird ebenfalls lang und breit, der Bischof von Rottenburg-Stuttgart zitiert, der seiner Hoffnung, fast schon Gewissheit Ausdruck verleiht, dass sich demnächst da was ändern wird.
Zum einen wird die katholische  Kirche noch weniger von  ihrer, eh nicht ausgenutzten, Autonomie ausüben und wird geschiedenen Mitarbeitern, im Falle eine Wiederheirat, nicht mehr kündigen, (nein ein Präsentkorb und einen Segen wird sie denen geben, das ist ironisch gemeint)
Jedoch zickt man noch ein bisschen rum, wenn es um Gemeidereferenten und Pastoreusen  ("Mitarbeiter die in der Verkündigung tätig sind"), geht .
Der große Witz des Tages ist, dass der Bischof unter die Leute die "Verkündigungsnahe Tätigkeiten" ausüben, und wo man im Fall einer Wiederverheiratung nach Scheidung, strenger guggen müsse (was er gleich wieder mit einem nonchalanten "Warum eigentlich?"  relativiert) , auch die Diakone zählt.
Je nun bekanntlich ist es zwar so, dass zu Diakonen auch verheiratete Männer geweiht werden können, aber einmal geweiht kann der Diakon nicht mehr heiraten, auch dann nicht, wenn die Ehefrau einfach stirbt und  schon gar nicht nach einer Scheidung. Aber wen interessieren schon solche Feinheiten, wo wir doch "alle, alle in den Himmel kommen" und eh alles egal, weil gleich ist.


Aber das sollte ein Bischof schon wissen und damit zeigt er ganz nebenher, dass  das jahrzehntelange Geblubber von den "Viri probati"  einfach Geblubber war, um den Frommen Sand in die Augen zu streuen,
Weil man ja heutzutage, wenn man sich ganz normal müht und kämpft , sich eh den Vorwurf gefallen lassen muss 'ein Christ der nur die Fastenzeit kennt' zu sein.
Klar, dass unter dieser Prämisse, daß der Christ ja immer alles geregelt kriegen muss und sich beständig zu freuen hat, kein Raum für die Begleitung von Kreuzträgern bleibt.
Ja  und da wären wir bei der in der Überschrift  erwähnten richtigen Diagnose des Herrn Bischofs Fürst, er sagt nämlich:
blubber di .blubber und dann " Wie kann die Kirche als Ort der Versöhnung wahrgenommen werden, wenn sie selber die Glaubensnot vieler wiederverheiratete Geschiedenen nicht wahrnimmt ? "!
So und wenn wir bei dem Satz die wiederverheiraten Geschiedenen weglassen, so haben wir  das grundlegende Problem Kirche in Deutschland in voller Nacktheit und Größe vor uns.
Die Glaubensnot vieler sogar von Bischöfen ist in der Tat ein riesengroß.
Wenn man  nicht mehr weiß, was der Glaube lehrt, was er bedeutet und was er an Forderungen  mit sich bringt, dann ist die Not in der Tat groß.
 Manchmal denke ich es wird zu viel geredet, zu viel geschrieben, zu viel gedacht und zu wenig gebetet in dieser Kirche.

Ich gebe zu, das Folgende ist extremes Cherry Picking, aber in der Einleitung zur Evangelium Gaudii steht:


Die große Gefahr der Welt von heute mit ihrem vielfältigen und erdrückenden Konsumangebot ist eine individualistische Traurigkeit, die aus einem bequemen, begehrlichen Herzen hervorgeht, aus der krankhaften Suche nach oberflächlichen Vergnügungen, aus einer abgeschotteten Geisteshaltung. Wenn das innere Leben sich in den eigenen Interessen verschließt, gibt es keinen Raum mehr für die anderen, finden die Armen keinen Einlass mehr, hört man nicht mehr die Stimme Gottes, genießt man nicht mehr die innige Freude über seine Liebe, regt sich nicht die Begeisterung, das Gute zu tun.........
nachdem dann lang und  breit festgestellt wird, dass auch Gläubige dieser Versuchung erliegen, wird empfohlen 

Ich lade jeden Christen ein, gleich an welchem Ort und in welcher Lage er sich befindet, noch heute seine persönliche Begegnung mit Jesus Christus zu erneuern oder zumindest den Entschluss zu fassen, sich von ihm finden zu lassen, ihn jeden Tag ohne Unterlass zu suchen....

 Auf jeden Fall wäre es  hohe Zeit, das was gegen die ausufernde Glaubensnot in deutschen Landen getan wird und auch hier bereitet es mir ein gewisses Vergüngen, ausgerechnet Kardinal Lehmann zitieren zu können, der mal vor Jahrzehnten einen Flyer (zur Beibehaltung des Religionsunterichts an staatlichen Schulen herausgebracht) hat, dessen knackige Überschrift lautete:
Wir haben das Recht zu wissen was wir glauben!

Ich nehme an, wenn wir wieder wüssten, was wir glauben, dann sähe manches anders aus, nicht dass das Leben dann leichter würde, aber es wäre gewisser,  dass die Leiden der gegenwärtigen Zeit nichts sind im Vergleich zu der Herrlichkeit, die uns erwartet, wie Paulus schreibt.
Zum Weiterlesen empfehle ich das apostolische Schreiben Johannes Paul II Salvifici Doloris 


P.S als besonderes Bonbon findet sich dann noch ein Leserbrief einer betroffenen Dame die sich drüber beschwert, dass man zwar ihre Kirchensteuer annehme, ihr jedoch trotzdem keine Kommunion reichten täte,. obwohl man ihre neue Verbindung gesegnet habe. 
Wie gesagt: die Glaubensnot ist groß, sehr groß! 
Es wäre an der Zeit im Religionsuntericht, Sakramentenuntericht und Predigt aufzuhören den Glauben vorauszusetzten und mit neckischen Spielereien die Zeit tot zu schlagen,  und stattdessen einfach mal den Glauben vorzusetzen .

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