Montag, 25. November 2013

Die Katharina mit dem Radl

Heute feiern wir die heilige Katharina von Alexandria. Sie gilt als Heilige der Philosophen, aber auch als Heilige der Stotterer ... sie hilft denen, die sich mit dem Sprechen und Reden halten schwer tun.

Antonio Palma: 
Die mystische Vermählung Katharinas mit Christus. 

©Wikimedia Commons public domain
Die heilige Katharina von Alexandria gehört zu den frühen Christen, die wegen ihres Glaubens verfolgt wurden. Der Überlieferung nach lebte sie im 3. oder 4. Jahrhundert - und wurde auf Zypern geboren. Sie war nicht nur schön, sondern auch reich und hatte demzufolge viele Verehrer, die sie heiraten wollten. Sie entschied sich aber, eine Braut Christi zu werden und sich für den Glauben einzusetzen. In Alexandria begegnete sie dem römischen Kaiser Maxentius und frage ihn, warum er nicht seinem Aberglauben abschwöre und sich zu Christus bekenne. Sie weigerte sich, ihm ein Götzenopfer darzubringen und bestand darauf, ihre Argumente in einer Diskussion darzubringen. Der Kaiser schickte ihr die 50 besten Philosophen, die aber allesamt in der Diskussion mit ihr unterlagen und sich anschließend taufen ließen. Doch der Kaiser kannte kein Pardon und ließ alle 50 verbrennen. Anschließend machte er Katharina einen Heiratsantrag, den sie ablehnte ...
Das brachte Katharina nicht nur das Gefängnis ein, sondern sie wurde mit bleikugelbesetzten Geißeln ausgepeitscht, was sie ertrug, denn ein Engel tröstete sie und eine weiße Taube brachte ihr Nahrung. Das führte dazu, dass sich nicht nur die Wachmannschaft bekehrte, sondern auch die Kaiserin. Wieder ließ der Kaiser alle Beteiligten ermorden. Katharina sollte gerädert und gevierteilt werden, doch das Rad zerbrach und tötete die Henker. Wenig später wurde Katharina enthauptet. Engel ergriffen ihren Leib und brachten ihn auf den Berg Sinai wo das um 550 entstandene Kloster nach ihr benannt wurde.

Das Katharinenkloster auf dem Berg Sinai.
©Gérard Janot via Wikimedia Commons

Zu Beginn des neuen Jahres kommt ein Film, der die Lebensgeschichte der Heiligen erzählt, in die Kinos:



Der "Catholic Herald" hat mehr Informationen.

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So viel vergossenes Blut wegen einer schönen, klugen und tiefgläubigen Frau. Der Gedenktag einer großen Märtyrerin als Fest zum Tanzen? In Bayern hat es sich so eingebürgert, auch wenn es von der Obrigkeit sehr oft verboten wurde. Das Fest der "heiligen Kathrein" gilt vielerorts als letzte Gelegenheit, noch einmal zu tanzen und zu feiern, bevor die "staade Zeit" - der Advent - anbricht. Der BR hat heute einen schönen Artikel darüber.






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