Mittwoch, 13. November 2013

Wie wird man ein engagierter Laie?

In einem Tweet von Bellfrell zum neuen Erzbischof von Salzburg war heute ein Artikel verlinkt, der einmal die Forderung nach der Mitwirkung der "engagierten Laien" aufwarf. Gemeint war natürlich, dass diese "engagierten Laien" das Recht beanspruchen, bei der Wahl des Erzbischofs ein Wörtchen mitzureden. Ah ja .... Parteiengezänk in der Kirche - das fehlt uns noch!
Ich habe mir dann überlegt, was man dazu tun muss, um selbst ein "engagierter Laie" zu werden. Könnte ja vielleicht Spaß machen, diese "Wichtigen" mal ein bisschen aufzumischen.

Da fiel mir dieser Tweet von Annuntiator wieder ein:

Aha, so geht das, man greift sich einen Bierdeckel, guckt, ob da noch Platz für einen selbst ist und begibt sich zur Wahl - alle sind begabt! Oder? Ich habe dann erst mal weitergeforscht und bin auf dieses Video gestoßen:




Gut so, Kandidaten gesucht. Aber die eine Seite ist ja nun doch nicht so aufschlussreich, also begab ich mich auf die Seiten des Erzbistums und der dort angegliederten Pfarreien, um mal zu sehen, was so ein "engagierter Laie" denn so macht bzw. womit er sich beschäftigen muss - das hier stammt aus einer Umfrage unter den Mitgliedern einer Münchner Gemeinde:

Damit hatte ich dann genug Informationen und  war für's erste bedient.
Wenn ein "engagierter Laie" solche Prüfungen bestehen muss, dann bleib ich doch lieber ein gläubiger Katholik.  
Ich hatte ja gedacht, dass ein "engagierter Laie" jemand ist, der besonders viel betet, der seinen Glauben auch dann vertritt, wenn die Kirche gerade mal wieder von der "Welt" angegriffen wird. Der seinen Pfarrer oder seinen Bischof unterstützt, auch wenn die Zeiten mal hart sind. Der Freude am Glauben hat und das auch allen zeigt. Für den Christus der Herr der Kirche ist und nicht irgendwelche "Partei"-Funktionäre. Also da hätte man als einfacher Katholik ja gar keine Chance, sich gegen solche "engagierten Laien" durchzusetzen. Und man wär innerhalb kürzester Zeit aus so einem PGR wieder hinausgemobbt.
Da nutz ich die Zeit dann doch lieber für Gebete.
Und jetzt kann ich auch verstehen, warum unser Kardinal den "Fragebogen zur Familienpolitik" lieber "selbst ausfüllen" will. Die obigen Antworten hat er sicher schon mehrfach in seinem Papierkorb liegen. Und er weiß, dass eine Weitergabe des Fragebogens keine neuen Erkenntnisse bringen würde.

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