Sonntag, 15. Dezember 2013

Als Hochwürden sauer wurde, weil die Schäfchen taten, was er predigte.

Vorhin erzählte mir ein Bekannter eine leider wahre Geschichte.
Neulich wurde in unserer Nachbarkirche (ich glaube es war gar nicht dran, aber egal), das Evangelium von der armen Witwe, die in den Opferkasten ihre letzten 2 Pfennige warf und darob von Christus selig gepriesen  wurde, verlesen.
In der Predigt wurde, unter Berufung auf Papst Franziskus, kräftig über die Reichen geschimpft und dazu natürlich immer wieder die arme Witwe gepriesen, das Geld verflucht und über die auch im Evangelium vorkommenden Reichen, die nur was von ihrem Überfluss (jedoch Säckelein voll Gold)  und damit eben nix gäben, hergezogen.
Soweit so gut, ich will das auch gar nicht ausführen, finde es nur immer putzig und fast erheiternd, wie all die Leute die ich so kenne, und die zuerst an ihr Girokonto und dann an ihre Geldanlage und erst dann an den lieben Gott, glauben, sich für den Papst Franziskus begeistern.
Wie das bei uns (leider, seufz) so üblich ist, baute man in die Predigt einen Event ein.
Man schickte den Küster nach hinten, um den dort stehenden Opferkasten zu holen.
Der Pfarrer öffnete den Kasten dramatisch und verlor die Fassung: Es waren nämlich nur Centstücke drin

3 Kommentare:

  1. "Es waren nämlich nur Centstücke drin"
    Man nennt das das sog. Eulen- und Meerkatzen-Syndrom. In Memoriam Till Eulenspiegel.

    AntwortenLöschen
  2. Was schließen wir daraus?... dass es in besagter Pfarre wohl zahlreiche Witwen geben muss, die ihre letzten 2 Cent evangeliengemäß in den Opferkasten warfen...

    AntwortenLöschen
  3. Man wundert sich ein wenig, daß so viele Geistliche diesen schlichten Vulgärmarxismus -gepaart mit klerikalem Pauperismus kolportieren, Auf einige Kritiken an der päpstlichen Wirtschaftstheorie in Evangelii Gaudium angesprochen, sagte Papst Franziskus in seinem neuesten Interview , das er A.Tornielli von La Stampa gewährte, daß Marx sich zwar geirrt habe, er aber viele Marxisten kenne, die gute Menschen seien...und er habe keine technische Beschreibung der Wirtschaftslage geben wollen sondern eine Art fotographische Wiedergabe . Der freie Markt, habe es nicht vermocht-bei wachsendem Reichtum, die Armut auf der Welt zu besiegen..... ob er glaubt, das wäre den gelenkten Planwirtschaften sozialistischen Musters vorbehalten, hat er nicht gesagt. Viele unserer jetzt auf einmal so pauperistischen Pfarrer scheinen vergessen zu haben, wie sehr sie für größere Projekte ( z.B. Orgelrestauerierungen oder-neubauten) auf Großspenden der nun permanent gescholtenen Nichtarmen angewiesen sind. Und die waren ihnen bisher auch immer willkommen.

    AntwortenLöschen

Mit dem Posten eines Kommentars erteilen Sie die nach der DSGVO nötige Zustimmung, dass dieser, im Falle seiner Freischaltung, auf Dauer gespeichert und lesbar bleibt. Von der »Blogger« Software vorgegeben ist, dass Ihre E-Mail-Adresse, sofern Sie diese angeben, ebenfalls gespeichert wird. Daher stimmen Sie, sofern Sie Ihre email Adresse angeben, einer Speicherung zu. Gleiches gilt für eine Anmeldung als »Follower«. Sollten Sie nachträglich die Löschung eines Kommentars wünschen, können Sie dies, unter Angabe des Artikels und Inhalt des Kommentars, über die Kommentarfunktion erbitten. Ihr Kommentar wird dann so bald wie möglich gelöscht.