Montag, 9. Dezember 2013

Ein Fundstück zur Lage von Kirche und Nation

Bei Weihrausch und Gnadenvergiftung habe ich diesen, sehr guten Beitrag gefunden, der sich mit dem Gerangel um Bischofsstühle in Köln und Limburg befasst und dessen Quintessenz lautet:

Die Gesellschaft wird zum Maßstabgeber für die Kirche ernannt. Kein Wunder, dass man dann auch in der Gesellschaft nachfragt, wie man die Kirche denn nun gerne hätte.

Die Autorin reflektiert die AT Geschichte als Israel unbedingt einen König haben will, einfach weil sie so sein wollen wie alle anderen auch.
Es ist keineswegs so, dass das Anliegen so sein zu wollen wie alle andern auch, oder wenn schon anders, dann bitte so, dass alle anderen einem anhimmeln, irgendwie unverständlich ist oder so.

Jedoch sind wir halt die "die nicht so ganz von dieser Welt sind", weil unsere Heimat im Himmel ist.
Diese Weltfremdheit wird der Kirche immer und immer vorgeworfen, und seit einigen Jahrzehnten fällt der Kirche nix besseres ein, als das weit von sich zu weisen, so z.B. in dem Kommentar zum Lied "Wie schön leuchtet der Morgenstern..."GL Nr 554.



Ich erinnere mich an meine Tante Religonslehrerin und Bibelgruppen-Leiterin, die auf unserer aufmüpfigen Fragen, damals in den 70ern, es auch nicht gebacken gekriegt hat zu sagen, "Das Reich Gottes ist nicht von dieser Welt" sondern sich redlich mühte, zu beweisen, dass alles, was wir so ins Feld führten, "Demokratie, Frauenemanzipation, Gleichberechtigung aller und jeder, Anti-Atomkraft, Bildung, Anti Startbahn-West  und all das", schon immer und ewig Anliegen der Kirche sei.

Damit man mich nicht missversteht, all das ist wichtig (oder auch nicht) jedoch muss die Kirche sich nicht an die Spitze jeder spinnerten oder auch  nicht spinnerten Bewegung setzten!

Die Kirche muss den Menschen helfen, die erste Katechismus Frage "Warum sind wir auf Erden?" zu beantworten und die lautet "Um Gott zu erkennen, ihn zu  lieben, ihm zu dienen,  und dermal einst für immer bei ihm zu sein!"
Und wenn wir soweit sind, dass wir Gott lieben, dann können wir, sagt der heilige Augustinus, grad tun was wir wollen.
Also Bischöfe wählen, indem wir den ersten Priester dazu machen, der an einem bestimmten Tag als erster die Kirche betritt, oder das Domkapitel machen lassen, oder den Papst, und das Ganze mit 3er oder 5er Listen das ist dann nicht so wichtig.
Jedoch, wenn ich mir so landläufige Gottesdienste angugge, scheint es mit dem "Gott dienen" nicht so weit her zu sein. Ergo sollten wir uns einfach an die Formen, die unserer frömmeren Vorfahren uns hinterlassen haben, halten.

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