Samstag, 7. Dezember 2013

Missverständnisse

Als ich gestern am späten Abend immer noch auf dem trostlosen Berliner Flughafen rumsaß und auf den um mehr als eine Stunde verspäteten Flieger nach München wartete, freute ich mich, bald wieder "dahoam" zu sein .... und um auf dem laufenden zu bleiben, warf ich hin und wieder auch einen Blick in meinen Twitter Account, wo dann dieser Link auftauchte.

Da kann man wirklich erst mal erschrecken, dass das mitten in München passieren kann, in einer der meistfrequentierten Straßen Deutschlands, umgeben vom "lauten Business" des Weihnachtsmarktes.

Inzwischen berichten auch die Münchner Kirchennachrichten darüber.

Aber wenn man darüber nachdenkt, fragt man sich schon, wodurch solche Aktionen ausgelöst werden.
Und wir erinnern uns: Vor ein paar Tagen wurde unter viel Getöse das Schreiben "Evangelii Gaudium" des Papstes veröffentlicht, wo wir unter dem Absatz 253 folgendes zu lesen bekamen:
"Bitte! Ich ersuche diese Länder demütig darum, in Anbetracht der Freiheit, welche die Angehörigen des Islam in den westlichen Ländern genießen, den Christen Freiheit zu gewährleisten....."
Auch dieser Satz wurde in den deutschen Medien lautstark bejubelt und auch mehrfach verfälscht dargestellt - und da dürfen wir uns nicht wundern, wenn so ein durchgeknallter jordanischer Asylbewerber Allmachtsphantasien entwickelt und diese Aussage des "Führers der Christenheit" als Sieg des Islam über das Christentum uminterpretiert. Sein "Allah ist größer" an der Kirchentür ist da einfach die logische Konsequenz.

Interessant ist aber in dem Zusammenhang, dass es ausgerechnet die Tür der Jesuitenkirche war, deren Ordensleute sich über die Aussagen des Papstes in den letzten Monaten besonders gefreut haben
und dies auch in der einen oder anderen Predigt (z.B. die Aussage mit der Kurie und der Lepra) noch verstärkt wiedergegeben haben. Was mich dazu verleitete, mich seitdem dort nicht mehr blicken zu lassen. Muss diese Kirche jetzt eigentlich neu geweiht werden?
Immerhin ist St. Michael die einzige Innenstadtkirche, wo der Rosenkranz nicht täglich gebetet wird, von Angelus etc. ganz zu schweigen. Es gibt zwar einen Marienaltar in der Kirche, der (wie es einer der Priester einmal ausdrückte) "eine Menge Geld einbringt" ... aber ob die Bitten, die an die Gottesmutter herangetragen werden ausreichen, um die Entweihung wieder aufzuheben?

Auf jeden Fall konnte man in dem Artikel nachlesen, dass der Asylbewerber wieder in sein "Heim" ins Ostallgäu verfrachtet wurde. Besser wäre es gewesen, dem Mann einen Flug nach Rom zu spendieren, um dem Papst "sein Anliegen" persönlich vorzutragen. Vielleicht hätte Franziskus in seiner charmanten Art ihn nochmal demütig gebeten, solche Dinge in Zukunft zu unterlassen.




Heilige Maria, Mutter Gottes
Bitte für uns Sünder!
Jetzt und in der Stunde unseres Todes!

3 Kommentare:

  1. Auch in Augsburg:
    http://www.augsburger-allgemeine.de/augsburg/Allah-ist-gross-Unbekannte-beschmieren-Kirchen-mit-arabischen-Schriftzeichen-id28000022.html
    Erstaunlich ist die polizeiliche Feststellung, daß es bislang "unklar" sei, welchen Hintergrund die Schmiererei habe. Tjaaa....

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    1. Der in München war wohl der gleiche, wie in Augsburg, in München haben sie ihn halt erwischt. Die tz meldete derweil, dass er auch in der Kirche gewesen sei und dort am Marienaltar sämtliche Kerzen ausgeblasen hat. Offensichtlich hat sich der Kerl doch etwas vor der Gottesmutter gefürchtet und wollte sie ins Dunkel setzen, bevor er loslegt.

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  2. naja eine Entweihung ist das nicht, wenn dummes Zeug an die Kirchentüren gekrackelt wird.
    In MUltan in Pakistan wurden in der dortigen Bischofskirche einmal betende Christen von fanatischen Moslems erschossen, damit war die Kirche entweiht und wurde dann auch neu geweiht.

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