Dienstag, 17. Dezember 2013

Was der KKK über die Endzeit und die Hoffnung, auf die Erlösung in dieser Welt, so lehrt.


Es ist immer wieder heilsam, ein bisschen im Katechismus zu blättern. Deshalb stell ich jetzt mal einfach kommentarlos rein, was der Katechismus über die Idee,  dass man das Reich Gottes auf dieser Welt verwirklichen könne, so sagt: (Hervorhebungen und so ein Kram von mir)

675 Vor dem Kommen Christi muß die Kirche eine letzte Prüfung durchmachen, die den Glauben vieler erschüttern wird [Vgl. Lk 21,12;Joh 15,19 -20]. Die Verfolgung, die ihre Pilgerschaft auf Erden begleitet , wird das „Mysterium der Bosheit" enthüllen: Ein religiöser Lügenwahn bringt den Menschen um den Preis ihres Abfalls von der Wahrheit eine Scheinlösung ihrer Probleme. Der schlimmste religiöse Betrug ist der des Antichrist, das heißt eines falschen Messianismus, worin der Mensch sich selbst verherrlicht, statt Gott und seinen im Fleisch gekommenen Messias [Vgl. 2 Thess 2,4-12; 1 Thess 5,2-3; 2Joh 7; 1 Joh 2,18.22].


676 Dieser gegen Christus gerichtete Betrug zeichnet sich auf der Welt jedesmal ab, wenn man vorgibt, schon innerhalb der Geschichte die messianische Hoffnung zu erfüllen, die nur nachgeschichtlich durch das eschatologische Gericht zu ihrem Ziel gelangen kann. Die Kirche hat diese Verfälschung des künftigen Reiches, selbst in ihrer gemäßigten Spielart, unter dem Namen „Millenarismus" zurückgewiesen [Vgl. DS 3839], vor allem aber die „zuinnerst verkehrte" politische Form des säkularisierten Messianismus [Vgl. die Verurteilung des falschen „Mystizismus" dieser Fehlform der Erlösung der Armen in der Enzyklika „Divioi Redemptoris" Pius‘ Xl].

 677 Die Kirche wird nur durch dieses letzte Pascha hindurch, worin sie dem Herrn in seinem Tod und seiner Auferstehung folgen wird [Vgl. auch GS 20-21], in die Herrlichkeit des Reiches eingehen. Das Reich wird also nicht in stetigem Fortschritt durch einen geschichtlichen Triumph der Kirche zustande kommen [Vgl. Offb 19,1-9], sondern durch den Sieg Gottes im Endkampf mit dem Bösen [Vgl. Offb 3,18]. In diesem Sieg wird die Braut Christi vom Himmel herabkommen [Vgl. Offb 20,7-10]. Nach der letzten kosmischen Erschütterung dieser Welt, die vergeht [Vgl. Offb 21,2-4], wird es in Gestalt des letzten Gerichts zum Triumph Gottes über den Aufstand des Bösen kommen [Vgl. 2 Petr 3,12-13]. 



Wahrhaftig, wer Ohren hat zu hören, der höre!


Ach ja und in der Enzyklika Divini Redemptoris verurteilt der Papst Pius XI den Kommunismus und es finden sich  darin so Sätze wie:

This all too imminent danger, Venerable Brethren, as you have already surmised, is bolshevistic and atheistic Communism, which aims at upsetting the social order and at undermining the very foundations of Christian civilization . 

Es finden sich in der Enzyklika solche schon ewig nicht mehr gehörte Feststellungen wie:

."But the poor too, in their turn, while engaged, according to the laws of charity and justice, in acquiring the necessities of life and also in bettering their condition, should always remain "poor in spirit,"[29] and hold spiritual goods in higher esteem than earthly property and pleasures. Let them remember that the world will never be able to rid itself of misery, sorrow and tribulation, which are the portion even of those who seem most prosperous. Patience, therefore, is the need of all, that Christian patience which comforts the heart with the divine assurance of eternal happiness. "Be patient, therefore, brethren," we repeat with St. .lames, "until the coming of the Lord. Behold the husbandman waiteth for the precious fruit of the earth, patiently bearing until he receive the early and the later rain. Be you therefore also patient and strengthen your hearts, for the coming of the Lord is at hand."[30] Only thus will be fulfilled the consoling promise of the Lord: "Blessed are the poor!" These words are no vain consolation, a promise as empty as those of the Communists. They are the words of life, pregnant with a sovereign reality. They are fully verified here on earth, as well as in eternity. Indeed, how many of the poor, in anticipation of the Kingdom of Heaven already proclaimed their own: "for yours is the Kingdom of Heaven,"[31] find in these words a happiness which so many of the wealthy, uneasy with their riches and ever thirsting for more, look for in vain! "

Es ist nämlich keinesweges so, dass nur die materiell Armen leiden und alle anderen eben nicht, nein das Leid das erwischt früher oder später jeden. Und alle wahrhaft alle, selbst und auch besonders Bill Gates und alle anderen Milliardäre bedürfen der Erlösung. Und um alle zu erlösen, auch die Kamele (die nicht durch Nadelöhr passen), ist Christus gekommen.

Damit man das nicht verkehrt versteht, der Papst ist nicht dafür, alles ungerecht und unsozial und mit den Arbeiterfamilien im vierten Hinterhof, mit einem Lohn zum Leben zu wenig und zum Sterben zu viel, so  laufen zu lassen,  nein das auf gar keinen Fall! Er  sagt:

"But social justice cannot be said to have been satisfied as long as workingmen are denied a salary that will enable them to secure proper sustenance for themselves and for their families; as long as they are denied the opportunity of acquiring a modest fortune and forestalling the plague of universal pauperism; as long as they cannot make suitable provision through public or private insurance for old age, for periods of illness and unemployment. In a word, to repeat what has been said in Our Encyclical Quadragesimo Anno":

und

"It must likewise be the special care of the State to create those material conditions of life without which an orderly society cannot exist. The State must take every measure necessary to supply employment, particularly for the heads of families and for the young. To achieve this end demanded by the pressing needs of the common welfare, the wealthy classes must be induced to assume those burdens without which human society cannot be saved nor they themselves remain secure."

Am Schluss stellt er fest, gerettet werden wir durch den Namen des Herrn Jesus Christus und durch sonst nix.
Und ich stelle fest, eine Enzyklika eines verstorbenen Papstes zählt wohl mehr, als eine Exhoration eines lebenden Papstes.
Gott sei Dank!

Kommentare:

  1. Danke. Schöne Texte, die man, wie Sie zurecht sagen, immer wieder lesen sollte.
    Ja der "der Himmel“ ist nicht mit einer friedlich gewordenen Erde zu verwechseln, wo es keine Kriege mehr gibt und wo die Medizin alle Krankheiten besiegt hat. Das ist eben, was Teilhard de Chardin nicht verstanden hatte. Das Reich Gottes wird sich auch nicht in millionen Lichtjahre entfernte Galaxien befinden, sondern hat vielmehr zu tun mit einer anderen Dimension oder Realität.
    Ein französischer Priester und Theologe (Frederik Marlière) in seinem hoch interessanten Buch-leider nur auf Französisch und vergriffen- „et ils virent qu’ils étaient nus“ schreibt, dass sogar der Zustand vor dem Sündenfall (also der Eden) noch nicht „das Reich“ war, sondern sozusagen eine Zwischen Station zwischen Erde und Himmel (Selbstverständlich nicht „örtlich“ betrachtet).
    Was sagen Sie dazu?

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    1. Auf die Schnelle nur.
      Ich habe mir mal sagen lassen, der Himmel ist nicht das Paradies.
      Der Mensch im Paradies musste eine Prüfung bestehen, um dahin zu kommen, was wir Himmel (heaven) nennen.
      (es gibt die Idee das die Stelle in Genesis 3 Darauf sagte die Schlange zur Frau: Nein, ihr werdet nicht sterben... auch so übersetzbar ist "darauf sagte die Schlange zur Frau "wenn ihr nicht esst, dann werdet ihr sterben".." Also eine Drohung, "wenn ihr nicht esst, dann bring ich euch um!")
      Aber egal wie man das interpretiert, der Mensch hat in seiner ersten Prüfung versagt, aber durch Christus haben wir sozusagen eine 2te Chance erhalten, eben durch den Tod hindurch nicht einfach zurück ins Paradies, sondern zu unserem ursprünglichen Ziel, dennoch zu gelangen.
      Gott hat denen, die ihn lieben mehr (im qualitativen Sinn) bereitet, als die Augen Adams und Evas gesehen haben.

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