Sonntag, 26. Januar 2014

Aus dem Konradsblatt, Merkwürdiges, Seltsames und Gutes. Teil 2 über die drohende Euthanasie

Um es mal abzukürzen, ich bin davon überzeugt, dass die ausufernde Abtreiberei, wo es ja jetzt in Frankreich ein schändliches Gesetz gibt, das selbst den Hinweis an eine zur Abtreibung entschlossenen Schwangere, dass es da doch auch andere Wege gäbe, unter Strafe stellt, im allerletzten Folge des geänderten Frauenbildes ist.
So nett es ist, Geld zu haben und so sehr auch Frauen in der Lage sind, Krieg zu führen und mit ´nem Helm uff em Kopp uff aner Baustell' rumzustiefeln, so sehr ist Muttersein  zunächst ein Fulltimejob aus der Abteilung 24 Stunden an 7 Tagen die Woche, wo man locker Personal brauchen könnte, und erst mit der Zeit wird es ruhiger, jedoch ist es keineswegs so, dass die lieben Kleinen  ab 3 Jahren plötzlich pflegeleicht würden.
Weiter bin ich der Ansicht, dass die ebenfalls (leider, bedauernswerterweise, aber nichts destotrotz sicher kommende) Euthanasie, logische Folge der Abtreibungsmentalität ist.
Wenn ich im Mittelpunkt stehe, so sehr,  dass mit nicht zuzumuten ist, mich um mein eigenes (ungeplantes, möglicherweise krankes, sicher anstrengendes) Kind zu kümmern, so ist mir schon dreimal nicht zuzumuten, mich um wen zu kümmern, der a) meine Schwester damals hat abtreiben lassen und b) sein Leben im Wesentlichen hinter sich hat und anstrengender zu pflegen ist als ein kleines Kind; weil ich ein kleines Kind zur Not untern Arm klemmen und mitnehmen kann, wo immer ich hin muss oder will, was bei einem alten Menschen nun absolut nicht geht........
Warum sollte ich das tun? Warum sollte ich mich um wen kümmern, der sich um mich auch nicht gekümmert hat, sondern mich in den Hort gestopft hat, wegen der eigenen Karriere oder weil man Geld brauchte wegen des Hauses?
Dass ich es christlich gesehen schon tun soll, ist klar und somit wären wir elegant bei dem neuesten Konradsblatt.
Der Chefredakteur  befasst sich auf Seite 1 mit dem Thema.
Richtig unterscheidet er, (ohne es zu erklären) mit der Unterscheidung Sterbebegleitung (ich versuch auch im und beim Sterben da zu sein, was nebenher schon immer und ewig die Kirche tut und getan hat) und der Sterbehilfe (was ein Euphemismus ist und meint Nachhelfen beim Sterben, sprich umbringen).


Richtig und und  treffend ist die im Konradsblatt abgebildete Karikatur, wo ein Mann zwischen 2 Zeitungslesern sitzt und die rechte Schlagzeile lautet  "Rentenreform kostet 40 Mio. Euro" und die linke "Deutsche für Sterbehilfe" !
Ja so isses wohl und man weiß doch, wer schon mal genau so argumentiert hat und deshalb "Seliger Graf von Galen, bitte für uns"
Aber weiter zum Konradsblatt, zunächst wird festgestellt Euthanasie geht für Christen gar nicht, um dann herumzusülzen, und zu erklären, dass "die Kirchen eine Argumentation finden müssten, die nicht vom Glaube an den Schöpfer Gott ausgeht..." und genau da wird es m.E. verkehrt.
Man kann nur erklären, dass man niemanden, einfach weil er stressig ist, umbringen darf, wenn man davon ausgeht, dass es einen Gott gibt, der bei der Erschaffung jedes Menschen die Prímärrolle spielt.
Man nennt das üblicherweise Verkündigung, aber davon hält man in deutschen, katholischen Kreisen wohl nicht viel, obwohl es der primäre Job der Kirche ist.
Weiter stellt der Herr Chefredakteur fest,  dass die Frage und der Wunsch nach aktiver Sterbehilfe logische Folge des herrschenden Weltbildes ist. Das finde ich  sehr gut,  weil nämlich m.E  die  katholische  Pro Live Argumentation oft daran krankt, dass sie nicht versteht,  dass der Abtreibungsfan halt für sich, in seiner Wertehermeneutik, Gründe hat, und von seinem Standpunkt aus logisch und richtig handelt, also nach seinem falsch geeichten Kompass auf dem richtigen Weg ist. Siehe die Diskussion hier .

Nur lässt sich kein stichhaltiges Argument dagegen, auf der Grundlage, dass es keinen  Gott bzw. nur einen Gott dem alles egal ist, finden, höchstens der Hinweis, dass man selber ja auch an seinem  bisschen Leben mit allen Fasern hängt, und selbst mein Onkel Alois, der immer gebrüllt hat "wenn ich mal nicht mehr kann, bring ich mich um" und zu diesem Zweck Mitglied im Schützenverein geworden ist, mittlerweile so alt ist, dass er seine eigenen, selbstständig und aus freier Gewissensentscheidung, im ergebnisoffenen Dialog mit Frau und Kindern (die dagegen waren) Kriterien, wann der Punkt ist, an dem er nicht mehr will, schon seit Jahren überschritten hat.
Aber im Gegensatz zu dem, was er damals behauptet hat, findet er das Leben, trotz Rollator, Essen auf Rädern, Schmerzen und dem immer mehr andere Leute brauchen, doch immer noch nett und gut.
Um es zusammenzufassen: der Kommentator ist ein sehr guter Diagnostiker, nur was die Therapie angeht, sollte er sich an seinen Konradsblatt-mitredakteur halten,  der sich  in der Kolumne nebendran,  mit der Petition von wegen den neuen rot-grünen Bildungsplan befasst und zu dem Brief, den der Diözesanrat der Freiburger Katholiken geschrieben hat, feststellt:  Das Schreiben sei  im Grunde eine Solidaritätsadresse die sagt "machen sie nur so weiter" und dann den bemerkenswerten Satz schreibt der da lautet "Damit verzichtet das oberste Laiengremium der Erzdiözese ohne Not darauf, eine eigenen differenzierte und unterscheidbare Position herauszuarbeiten."
Ja, das ist wohl die Krankheit, dass wir weitestgehend drauf verzichten, eine eigene katholische Meinung zu haben. Deshalb wird auch nix besser, weil Kirche nämlich Salz der Erde ist und in den Wunden der Welt brennen muss!

So und ganz zum Schluss habe ich die große Freude, mit Zustimmung, unseren Papst Franziskus  zitieren zu können, der nämlich festgestellt hat, dass das Primäre was Mütter zu tun haben die Familie ist, wo sie unverzichtbar sind und alles andere erst sekundär ist.
Und was die Ursachen der immer weiter um sich greifenden Wegwertmentalität in Bezug auf Menschen (wobei ich in Bezug auf Sachen, im Gegensatz zum herrschenden grünen Denken, überhaupt keine Probleme habe)  so hat, (scheint heute ein Tag des Heiligen Geistes zu sein) der scheidende Vorsitzende der deutschen Bischofskonferenz, wahre und klare Worte gefunden: es hat gesagt, (gefunden beim Kreuzknappen)
Einem Volk ohne Gott fehlt die Mitte; ein Volk ohne Gott gleicht einer hohlen Fassade ohne wohnlichen Kern. Der Schritt ist nicht weit: Von einer geistig entkernten Gesellschaft zum gewissenlosen Menschen, der keine innere Verpflichtung mehr spürt; zum rastlosen Menschen, der um Stille und Besinnung nicht mehr weiß; zum apathischen Menschen, dem das geistliche Rückgrat gebrochen wurde; oder gar zum aggressiven Menschen, der – wie Herr Bundesanwalt Griesbaum hervorhob – für Ideologien anfällig wird, und seine innere Spannung und geistliche Not an Anderen abreagiert..."
Dem ist nichts mehr hinzuzufügen,  Hoffen wir nur, dass der Herr Erzbischof auch Mittel ersinnt, den Menschen den Glauben an Gott wiederzugeben und aufhört, die paar Frommen, die er noch in seiner Diözese hat, weiter zu mobben.
Die pure Tatsache, dass sein mutiges Wort ihm eine Strafanzeige eingebracht hat, sollte ihn bestätigen. Und die Kosten für einen gescheiten Rechtsanwalt werden bei den gestiegenen Kirchensteuer Einnahmen schon noch drin sein. Auch hat sich im Fall des Bischofs von Limburg ja klar gezeigt, nicht jeder, dem man mit einer Anzeige kommt, ist auch gleich schuldig.

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