Dienstag, 14. Januar 2014

Bestürzendes von einem Mitglied des ZDK

Zu Beginn möchte ich vorausschicken, dass ich durchaus verstehen kann, auch wenn ich das nicht richtig finde, wenn einer der Ansicht ist, "deine Kirche ist doch das allerletzte" und "Interessiert mich nicht, was die Kirche lehrt!"
Ich erwarte dann von einer solchen Person, dass sie sich dann auch entsprechend verhält und nicht im Namen selbiger Kirche auftritt. Klar, wegen des "Buberschen Zweifels" "Vielleicht ist es doch wahr" versteh ich schon, dass man eben genau nicht austritt, aber darum geht es nicht.
Es ist mir schon klar, dass man da zu Beginn einigen Missverständnissen aufsitzen kann. Ich meine wer weiß schon ob das "K" in irgendeiner Abkürzung für katholisch oder für kommunistisch steht?.
So kann es schon geschehen, dass ein ehemaliges KBW Mitglied in ein Zentralkomitee gerät und aus der Abkürzung ZDK halt schließt, es handle sich um das Zentralkomitee der deutschen Kommunisten.
Nur, denke ich mal, müsste sich die Erkenntnis, im verkehrten Club gelandet zu sein, dann schon über kurz oder lange ergeben.
Also um was geht es? Der  Landesvater Baden-Württembergs hat sich geäußert, er bezeichnet die Gegner des angedachten Bildungsplans, die von ihrem Recht sich frei zu äußern, mittels einer Petition Gebrauch machen, als "religiös imprägniert".


Nun, besagter Landesvater ist  Mitglied des Zentralkomitees der deutschen Katholiken und wenn man sich auch manchmal fragt was das für Gestalten sind, eins sind sie sicher, nämlich Katholiken und auch der Baden-Württembergische Landesvater bezeichnet sich als einen solchen, und sollte doch froh sein, wenn  einer religiös imprägniert ist! Etwas was imprägniert ist, ist doch gegen schädliche Angriffe gefeit und genau deshalb wird doch bei der Taufe der Säugling mit Crisam gesalbt, wobei Crisam aus Olivenöl gemacht wird, welches die Eigenschaft hat, alles zu durchtränken, also zu imprägnieren. Ich meine religiös, christlich religiös  imprägniert zu sein, ist doch was Gutes, aber der Herr Katholik und Landesvater sieht das als was negatives!
Gut, lassen wir den Rest mit den Regeln, weil der Herr Landesvater meint, es sei Aufgabe der Kirche ihre Leute zum Einhalten der Regeln anzuhalten, so als ob die Kirchen das  nicht täten! beiseite. Ich wusste bislang nicht, dass freie Meinungsäußerung  und das Initiieren von Petitionen, ein Regelbruch wäre und finde gerade eine Partei,  die definitiv und stolz drauf! aus "Regelbrechen" hervorgegangen ist, sollte da doch besser etwas vorsichtiger sein, oder ist es etwa kein Regelbruch Häuser zu besetzen, sich an Bahngleisen anzuschmieden, auf Demos Steine zu schmeißen und  Bauarbeiten zu behindern?
Es geht weiter, der Herr Katholik und  Landesvater nennt einige "extreme sexuellen Verhaltensweisen" für die in der Schule nicht geworben werden soll (wenn ich das richtig kapiere).
Nun, den freien  Inzest fordert die grüne Jugend! Sadomaso warum dagegen? Wenn es dem einen doch Vergnügen macht. Selbst der biedere Quelle Katalog hatte seinerzeit  entsprechende Werkzeuge im Sortiment! Ja und Polygamie, warum nicht? Ich meine nicht eingetragen ist doch in Ordnung, in unserer schönen neuen  Welt!  machen selbst französische Präsidenten, oder nicht? werter Herr ZDK Mitglied.  Wenn es also in Ordnung ist, dass einer 2 Freundinnen gleichzeitig hat, warum darf man das dann nicht offiziell machen, denken Sie an das Leid der Kinder, eines ehelich, das andere muss immer unehelich sein, gerade in traditionelleren Kreisen unserer Migranten, gilt das ja immer noch als Makel! Und was ist wenn der Lover beim Hinundherfahren auf dem Motorrad einen Unfall hat, ins Krankenhaus muss, dann dürfen den Geliebten keine Auskünfte erteilt werden, wie es denn dem Gspusi geht, und das nur, weil die Polygamie verboten ist, ts,. ts!
Scherz beiseite, auffällig ist lediglich, dass im Kanon der nogos, also der Verhaltensweisen für deren Akzeptanz der neue Bildungsplan nicht werben soll, merkwürdigerweise die Pädophilie nicht vorkommt!

Jedoch hat auch Baden-Württemberg ein Schulgesetz und da steht in §1 Absatz 2 folgendes (Fettdruck von mir) :

 Die Schule hat den in der Landesverfassung verankerten Erziehungs- und Bildungsauftrag zu verwirklichen. Über die Vermittlung von Wissen, Fähigkeiten und Fertigkeiten hinaus ist die Schule insbesondere gehalten, die Schüler
  • in Verantwortung vor Gott, im Geiste christlicher Nächstenliebe, zur Menschlichkeit und Friedensliebe, in der Liebe zu Volk und Heimat, zur Achtung der Würde und der Überzeugung anderer, zu Leistungswillen und Eigenverantwortung sowie zu sozialer Bewährung zu erziehen und in der Entfaltung ihrer Persönlichkeit und Begabung zu fördern,

  • zur Anerkennung der Wert- und Ordnungsvorstellungen der freiheitlich-demokratischen Grundordnung zu erziehen, die im einzelnen eine Auseinandersetzung mit ihnen nicht ausschließt, wobei jedoch die freiheitlich-demokratische Grundordnung, wie in Grundgesetz und Landesverfassung verankert, nicht in Frage gestellt werden darf,

  • auf die Wahrnehmung ihrer verfassungsmäßigen staatsbürgerlichen Rechte und Pflichten vorzubereiten und die dazu notwendige Urteils- und Entscheidungsfähigkeit zu vermitteln,

  • auf die Mannigfaltigkeit der Lebensaufgaben und auf die Anforderungen der Berufs- und Arbeitswelt mit ihren unterschiedlichen Aufgaben und Entwicklungen vorzubereiten.
(3) Bei der Erfüllung ihres Auftrags hat die Schule das verfassungsmäßige Recht der Eltern, die Erziehung und Bildung ihrer Kinder mitzubestimmen, zu achten und die Verantwortung der übrigen Träger der Erziehung und Bildung zu berücksichtigen.

Ja je nun im Grundgesetz steht "Ehe und Familie steht unter dem besonderen Schutz des Staates!"  und was Gott zum Thema sexuelle Vielfalt  zu sagen hat, steht in der Bibel und es ist mir nicht bekannt, dass Jesus da was aufgehoben hat, meines Wissens hat er da eher was verschärft, indem er die Scheidung abgeschafft hat.
Es kommt dann immer das schlagende Argument, das auch im konkreten Fall nicht fehlen darf, welches lautet "Jesus hat den Menschen in den Mittelpunkt gestellt". Jesus hat gesagt "Ihr habt gehört, dass gesagt worden ist: Du sollst nicht die Ehe brechen.
28Ich aber sage euch: Wer eine Frau auch nur lüstern ansieht, hat in seinem Herzen schon Ehebruch mit ihr begangen. Wenn dich dein rechtes Auge zum Bösen verführt, dann reiß es aus und wirf es weg! Denn es ist besser für dich, dass eines deiner Glieder verloren geht, als dass dein ganzer Leib in die Hölle geworfen wird. Und wenn dich deine rechte Hand zum Bösen verführt, dann hau sie ab und wirf sie weg! Denn es ist besser für dich, dass eines deiner Glieder verloren geht, als dass dein ganzer Leib in die Hölle kommt.
Jesus hat erschreckende, furchtbare Dinge gesagt zum Beispiel:
Ihr Schlangenbrut, wie könnt ihr Gutes reden, wenn ihr böse seid? Denn wovon das Herz voll ist, davon spricht der Mund. Ein guter Mensch bringt Gutes hervor, weil er Gutes in sich hat, und ein böser Mensch bringt Böses hervor, weil er Böses in sich hat. Ich sage euch: Über jedes unnütze Wort, das die Menschen reden, werden sie am Tag des Gerichts Rechenschaft ablegen müssen; denn aufgrund deiner Worte wirst du freigesprochen und aufgrund deiner Worte wirst du verurteilt werden.

Ja es stimmt, dass eine eine gewisse Sorte schwer überhebliches, von  der eigenen Gerechtigkeit schwer überzeugtes Christentum gibt, das sind Leute die es auch zur Zeit Jesu schon gab, halt die Pharisäer. Es scheint sich dabei um ein schier unausrottbares Unkraut zu handeln, das nur auf dem Boden der Frömmigkeit wächst und dem ganzen Acker einen sehr unangenehmen Anstrich gibt, ja das stimmt. Nur ist der Umkehrschluß nicht richtig.  Mit keiner  Gruppe hat Jesus sich so auseinandergesetzt, wie mit den Pharisäeren, und das hat er nicht getan, weil die, die superbösen, total danebenen  waren; sondern weil diese Leute  eben ganz nahe dran waren, aber den einen, alles entscheidenden, allein wichtigen  Schritt nicht gemacht haben, es waren die, die bis zur Tür gekommen waren, aber nicht hineingegangen sind, die, die Jesus hätten erkennen müssen. Ungeahnte Möglichkeiten wären wirklich geworden, wennn die Pharisäer ihn als Gott erkannt und angenommen hätten!
Aber was Jesus wollte war den Menschen befreien, von der Sünde, der Sünde des Fleisches, des Stolzes, des Hochmutes, der Selbstgerechtigkeit und nicht  um ihm zu sagen "Hey ich bin okay, du bist okay und übrigens ich bin Gottes Sohn, ich bin gekommen, damit ihr locker so weiter machen könnt!"
Nein umkehren sollen wir alle und wie das Motto eines evangelischen Kirchentages mal lautete "Es ist dir gesagt o Mensch was gut ist!" das sollte die Schule, in der Verantwortung vor Gott, den Schülern beibringen. Und das sollte auch ein ZDK Mitglied, das sich auf Jesus beruft, wissen.



5 Kommentare:

  1. Ja, das sehe ich auch so. Es stellen sich aber Fragen: Was will uns Gott damit sagen, daß solche Geschwüre am mystischen Leib des Gottesvolkes wuchern? Warum schneidet man es nicht heraus? Mit anderen Worten: Warum wird dergleichen nicht mit dem Bann der Exkommunikation belegt? Etwa, weil er Kohle abdrückt?

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  2. Der Begriff "religiös imprägniert" gefällt mir. Meine Allwetterjacke wird regelmäßig imprägniert, allerdings nur deshalb, weil ich im Regen nicht nass werden will.

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  3. Warum sitzt Herr Kretschmann im ZdK? Er will halt ein wenig "religiös ausstaffiert" sein, kann beim noch immer wahrnehmbaren Anteil Restkonservativer in BW kein Schaden sein ...

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  4. Romanissimus15.01.14, 11:05

    Die "Restkonservativen" wird man nun durch eine Mitliedschaft im durch und durch linken und durchgegrünten Zd"K" alles andere als beeindrucken. Das kann nicht der Grund sein.

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  5. Nun erstens zahlt er und das wohl nicht zu knapp Kirchensteuer, verdient ja schließlich um einiges mehr wie ein Facharbeiter (Forderung der Pariser Kommune).
    Dann ist die Kirche eine große NGO und in D leider auch nicht viel mehr. Wobei man sich hier ja wundervoll auf den Bischof von Rom berufen kann, der genau das nicht will, aber das führt auf einen Nebenkriegsschauplatz.
    Ich nehme an, dass auch der fanatischste Kirchengegner begriffen hat, dass die Kirchen in ihrem sozialen Tun von Kindergarten bis Hospiz unersetzlich sind.
    So treffen da einfach 2 Bewegungen aufeinander, Katholiken die endlich endlich sein wollen dürfen "wie alle Welt" und nicht Katholiken die die Kirche sozusagen als Feldlazarett für die Opfer des Zeitgeistes,.( die die aus dem System rausfallen, die die in der Spaßgesellschaft vor lauter Spaß das heulende Elend gekriegt haben u.a) etablieren wollen.
    Beiden Bewegungen ist gleich, dass beide an verzweifelter Innerweltlichkeit leiden.
    Christus ist gekommen um uns die Botschaft, dass wir genau nicht für immer und ewig auf dieser buckeligen Welt leben müssen, zu bringen, das begreifen aber weder die einen, noch die anderen und deshalb vertragen sie sich eben so gut.

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