Donnerstag, 16. Januar 2014

Grübelei, ein Fundstück und ein Vergleich

Pro Spe Salutis hat gegrübelt und ich auch.
Er hat sich überlegt, dass, was auch richtig, ist, wenn die Priester tief und fest getroffen wären von ihrem Ruf, ihrer Sendung, dann hätten sie nicht alle die bekannten und immer wieder öffentlich ventilierten Schwierigkeiten mit dem Zölibat.
Das stimmt absolut, aber ist nur die Hälfte der Medaille.
Ich denke, so faszinierend der Gedanke ist, sorum ist es zu einfach.
Wären mehr Laien von Gott bis ins Mark ergriffen, so wäre der Boden auf dem die Priester wachsen gesünder und somit der Baum besser.
Ist wie im Garten, wenn der Boden nix mehr ist, ausgelaugt, mager, am Nordhang und beständig im Schatten, und keiner, der gießt, so kann man da die edelsten Gewächse pflanzen, das wird einfach nix!
Guradini sagt es mehrmals, christliche Jungfräulichkeit wächst aus der christlichen Ehe, christliche Armut (in Bezug auf Franz von Assisi, sagt er das) wächst aus dem christlichen Besitzen.
Und so ist es wohl!

4 Kommentare:

  1. Ich wäre mir da nicht ganz so sicher. Gewiß dürfte priesterliche Existenz in einer Gemeinde, die sie mitträgt, Unterstützung finden. Gewiß auch mag eine solche Gemeinde ein guter Acker für Berufungen sein.

    Doch ist dies nicht von gleicher Bedeutung wie der Ruf Gottes an einen bestimmten Menschen und dessen Antwort. Das geht allem Apostolat voraus.

    Der hl. Pfarrer von Ars wurde nicht durch seine Gemeinde geheiligt, sondern seine Gemeinde durch ihn - bzw. durch den, der durch ihn ´gewirkt hat.

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    1. Der Ruf Gottes an den späteren heiligen Pfarrer von Ars konnte wachsen in der tief frommen Familie Vianney.
      Darum ging es mir.
      Das hat jetzt zunächst nichts mit den Katechismus runterbeten udn verstehen können, zu tun, aber wie soll der übernatürliche Ruf in einer Familie gehört werden können, wenn der Ruf "die Kinder die Gott euch schenken will" einfach mittels Kontrazeption (bei den Frommen mittels Thermometer) um gedeutet wird in den Ruf "Die Kinder die wir wollen, dass du, Gott, uns schenkst!".
      Darum ging es mir. Um Kinder zu haben braucht es Großherzigkeit, sagt JPII immer und immer wieder.
      Wenn einen Familie nciht großherzig und offen für den Ruf Gottes in Bezug auf die natürliche Kinder ist, (Und das bedeutet Opfer, und viel Mühe, wenn dem nicht so wären,. so wären die Leut nicht flächendeckend für wenig bis keine Kinder) so kann sie nicht offen sein, für die Opfer udn Mühen die ein Ruf zum Priestertum erfordern.

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  2. Eine spannende Frage. Ich kenne auch Priester, die aus wenig bis dürftig frommen Familien kommen und ihr Berufung heute sehr ernst nehmen und gute Hirten sind. Daneben gibt es Berufungen die in einsamer Entscheidung auch gegen die Familie getroffen werden. Die ganze Bandbreite eben. Einfacher wird es natürlich wenn die Familie, hier die Eltern und Geschwister der Berufung ihre volle Unterstützung geben, aber das dürfte in den meisten Fällen hierzulande die Ausnahme sein. Ich glaube, dass die Berufung Priester zu werden in erster Linie eine persönliche Entscheidung zwischen Gott und dem Menschen ist. Dass Gott auch auf einem wenig bestellten Acker Gutes wachsen lässt, dürfte wohl nicht zu bestreiten sein.

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    1. ja Gerd dem ist so, weil Gottes Gnade halt Gottes Gnade ist.
      Es gibt so Priester und dass es sie gibt ist schlicht und ergreifend ein Wunder!
      Richtig ist jedoch, dass die Gnade auf der Natur aufbaut.
      Ich habe bei meinen Kindern gelernt und es hat mich immer schwer geärgert, dass die Ausnahme, also die doch erlaubte Übernachtung bei einer Freundin, das ausnahmsweise mal sehr lange wegbleiben können, die ausnahmsweise gekauften teuren Schuhe, die Erlaubnis, mit dem Nachtisch ins eigene Zimmer zu verschwinden als selbstverständlich gesehen wurde. "Du hast doch letztens erlaubt".
      Noch schlimmer war es, wenn eines der Kinder eine Extrawurst gebraten bekommen hat, z.B um es zu motivieren zu essen (kann bei kleinen Kindern echt problematische Züge annehmen) oder auch um eben zu lernen, damit das Kind nicht sitzenbleibt.
      Der Rest forderte dann die Ausnahme auch für sich.
      Ich kann das ja durchaus verstehen, war als Kind auch nicht anders, aber auf das Problem übertragen bedeutet es:
      "Gott hat sich als groß erweisen, gugg doch den Pater XY, und ja er kann ja auch auf schlechtem Acker wachsen lassen, wundervoll, priest den Herrn, und mühen muss ich mich jetzt nicht mehr!"
      Man versteht dann plötzlich warum nicht alle die sagen "Herr, Herr!" in den Himmel kommen.
      Ich weiß nicht ob ich mich verständlich hab machen könne.
      Gott ist immer größer, aber es ist ein bisschen wie Lucie in "Prinz Kaspian von Narnia" (als alles schief geht und Aslan eben nicht kommt) sagt "Ich denke wir müssen ihm zeigen,d ass wir seiner würdig sind" und wenn wir uns dann mühen wie blöd udn dann feststellen "Nix wie Mist gebaut, alles unedel und nicht so besonders aufrichtig, der alte Mensch hat immer voll zugeschlagen" sprich ein zerknirschtes Herz haben, dann erweist er sich als groß.
      Wenn man aber aus so einer Erfahrung sagt "Gott soll mal machen, ich bin eh zu doof" und (das ist jetzt der springende Punkt) sich dabei ungeheuer demütig udn fromm vorkommt, dann wird das nix.

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