Freitag, 17. Januar 2014

Meine Erfahrungen mit der geschlechtsneutralen Erziehung, aus Tante Esters Nähkästchen

Als ich damals mit meinem ersten Kind schwanger war, hätte ich schallend gelacht, wenn mir jemand erzählt hätte, ich würde mal einen katholischen Blog mitbetreiben und Positionen vertreten, die mir von Seiten mancher  Kommentatoren die Titulierung einbringen würde "konservativ" zu sein.
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Deshalb sind für mich solche Geschichten, wie hier beklagt, im Grunde alte Hüte.

Also damals hatte scheinbar jeder, (außer ich ) ein Buch gelesen, das den Titel trug "Wir werden nicht als Mädchen geboren, wir werden dazu gemacht".
In dem Buch geht es (gähn, langweil) darum, dass  Frauen deshalb vorsichtiger und nicht so draufgängerisch Auto fahren, weil sie immer nur mit Puppen spielen mussten. Fakt ist, dass für Töchter unter 25 ein niedrigerer Versicherungsbeitrag gezahlt werden muss, als für Söhne unter 25, wenn diese das elterliche Auto fahren. Wo bleibt hier eigentlich der Aufstand der Gleichberechtigungsbeauftragten?
Man behauptete in dem Buch jedoch, dass all das, was man so als typisch weiblich, typisch männlich titulierte nur und  ausschließlich! antrainierte Verhaltensweisen seien, welche aus unerklärten Gründen abtrainiert werden müssten.
Auch wenn mir Sinn und Zweck einer solchen  Übung schon immer seltsam vorkam und ich auch nie die WG Streits um sich nicht aufs Klo setzende Männer kapiert habe, war mir das ganze aber auch wiederum irgendwie egal.
Also jeder, echt jeder erklärte mir absolut feierlich, dass ich ja darauf achten müsse, das noch nicht mal geborene Kind nur in keine Rolle zu drängen! Sei ganz böse.


Mir war das irgendwie wurscht, weil ich, wie so häufig, mal wieder mit der Orga der Katastrophe, die die Schwangerschaft darstellte, beschäftigt war und beschloss, einfach mal abzuwarten.
Naja, es war ein Junge, und der war kaum auf der Welt, da lag ihm die Damenwelt zu Füßen, habe sowas noch nie gesehen, es nicht für möglich gehalten. Beziehungdrama am Spielplatz.
Dazu war der Kurze einfach männlich,und wenn man dem mit einer Puppe gekommen wäre, hätte er nur geguggt, wie man die zerlegen kann.
Oma und Opa waren immer auf der Suche nach Spielzeug mit dem Gütesiegel "robust products". Er hat sie alle zerlegt!
Als der liebe Kleine älter wurde, mussten auch Kindergeburtstage arrangiert werden, der reinste Horror. Die Bande musste beständig beschäftigt werden, glücklicherweise hatte er im Sommer Geburtstag und hinterm  Haus erstreckte sich ein Waldgebiet!
Einige Jahre später kam meine Tochter auf die Welt. Ich dachte nun, das wäre das gleiche Spiel, aber sie war absolut weiblich, unbeschreiblich weiblich! Vor ihrem vierten Kindergeburtstag, zu dem sie ihre Freundinnen aus dem Kindergarten einlud, und der halt mitten im Winter ist, hatte ich so einen Horror, weil ich vor meinem geistigen Auge die Wohnung in ein absolutes Chaos verwandelt sah. War dann ganz friedlich, die Mädels saßen an einem Tisch und bastelten, friedlich!
Hier habe ich das schon mal ausführlicher beschrieben.
Und vor einiger Zeit machte die Sendung eines norwegischen Unterhaltungskünstlers und Soziologen,  Furore, der ernsthaft  nachforschen wollte wie sich die absolute Gleichberechtigung in Norwegen auswirken täte und feststellen musste:  ist alles so, wie es schon immer war.



Ich nehme an das werden die Franzosen auch noch merken.

Und um mal den Kardinal Ratzinger zu zitieren (steht glaub ich in "Salz der Erde") : Ende der 60er gesellte sich zu den Befreiungskämpfen in den Kolonien im Westen der Kampf gegen die (menschliche) Natur.
Kardinal Ratzinger ist zuzustimmen und der Kampf ist noch in vollem Gange.

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