Montag, 27. Januar 2014

Zeichen und Wunder, von Tauben und Zufällen

ja es geschehen auch heutzutage noch Zeichen und Wunder, auch wenn ich als halbwegs gebildeter Mitteleuropäer so meine Schwierigkeiten habe in der Interpretation selbiger.
Jedoch wurde uns immer und immer wieder berichtet, dass die am Angelus anlässlich des Treffens der katholischen Aktion Italiens, vom jeweiligen Papst, freigelassenen Tauben sich so verhalten, dass man da ein Zeichen drin sah.
Im Jahr, als JPII verstarb, wollten die Tauben ihn gar nicht verlassen, wie man hier nachlesen kann.
Auch bei Benedikt flog einmal eine Taube wieder ins Zimmer zurück hier und ein anderes mal blieben beide Tauben sitzen hier
Als Papst Benedikt in Auschwitz war und ein Regenbogen durch die Wolken brach, ging es durch die Welt und die "Welt" zitierte zu Beginn des entsprechenden Artikels sowohl Axel Springer, der angeblich, man höre und staune, zu sagen pflegte "Nichts ist Zufall, alles ist göttliche Fügung" sowie Albert Schweitzer mit dem Wort "Der Zufall ist das Pseudonym, das Gott wählt, wenn er anonym bleiben will!"
Ja und Hermann Kardinal Volk pflegte zu sagen "Es gibt keine Zufälle, nur die Kellertür fällt zu!"
Okay, soweit so gut, wenn es uns in den Kram passt, dann zitierte sogar Axel Springer, den Kardinal Volk oder so, wenn es uns aber nicht in den Kram passt, dann bedeutet es nichts, dass die päpstliche Friedenstaube von einer Möwe gemeuchelt wurde und die andere von einer Krähe gejagt wurde, möchte man erstaunt fragen?
Ich betone noch mal, keinen blassen Dunst zu haben, was das alles zu bedeuten hat und fühle mich bei solcherlei Angelegenheit immer an den Stoßseufzer Jesu erinnert, der da lautet
Außerdem sagte Jesus zu den Leuten: Sobald ihr im Westen Wolken aufsteigen seht, sagt ihr: Es gibt Regen. Und es kommt so.
55Und wenn der Südwind weht, dann sagt ihr: Es wird heiß. Und es trifft ein.

56Ihr Heuchler! Das Aussehen der Erde und des Himmels könnt ihr deuten. Warum könnt ihr dann die Zeichen dieser Zeit nicht deuten?

57Warum findet ihr nicht schon von selbst das rechte Urteil? (Lukas 12, 55ff) 

Ich denke immer, wenn mir diese Bibelstelle unter kommt, ja das trifft wohl zu, über das Wetter, sprich das Klima, redet jeder geschwollen und im Brustton des eigenen Wissens über Ursache und Wirkung bzw. dessen was zu tun ist, damit das Wetter so ist, wie es der eigenen Überzeugung gemäß zu sein  habe, das Wetter, aber das wahre Problem, das Bischof Dyba mal so formulierte:

 Jahrhundertelang war für eine Generation die kommende Generation die Hauptaufgabe. Heute ist für viele das eigene Wohlbefinden zehnmal wichtiger. Die Weitergabe des Lebens ist nicht mehr selbstverständlich, und natürlich auch die Weitergabe des Glaubens nicht. Ich klage die Leute nicht an: Sie sind in eine solche Welt hineingeboren. Früher bekamen sie ja par force ihre Sinngebung mit durch Familie, Schule, Konfession, heute dagegen praktisch nichts.

Ja ich finde nicht das rechte Urteil, aber der Blitz in den Petersdom damals, die Attacke auf die Taube Benedikts, wobei sich letztes Jahr die Taube noch  ins Appartemento flüchten konnte,  und die diesmal erfolgreiche Attacke auf die Tauben gestern, das ist kein Zufall.

P.S damit man mich nicht verkehrt versteht, mir gehen auch die Leute auf den Nerv, die immer für alles und jedes eine Erklärung haben, die genau wissen, wie und was der böse Feind wirkt, was Angriffe sind, welches Öl gegen welchen Angriff und warum das Gebet bei der XY wirkt und bei mir nicht, und von wem man sich segnen lassen muss, damit das Kind nicht durch die Führerscheinprüfung fällt und so.
Ich bin da mal zufällig in eine Gruppe Frauen geraten, die die Familiengeschichte eines gerade Verstorbenen, nach diesen Kriterien "durchhechelten", kam mir vor wie beim Treffen der Hexen in Macbeth!
Aber nur weil Leute, die von nix ne Ahnung haben, da gerne und mit Fleiß und dabei gar nicht merkend wie abschreckend ihr Katholischsein wirkt, behaupten, was von den sichtbaren Dingen der unsichtbaren Welt zu verstehen: deshalb ist es keineswegs so, dass es das nicht gibt.
Nur s.o, wie schon unser Herr und Meister feststellt, wir haben Schwierigkeiten damit, die Zeichen der Zeit zu deuten, oder wie  es im 9ten Kapitel des Buches der Weisheit heißt:
 Wir erraten kaum, was auf der Erde vorgeht, und finden nur mit Mühe, was doch auf der Hand liegt; / wer kann dann ergründen, was im Himmel ist?

In diesem Sinne  bin ich mir sicher, dass wir beten sollten.

1 Kommentar:

  1. Die Zeichen mehren sich. Wer Augen hat, sehe. Wer Ohren hat, höre. Es ist eine Warnung. Kein Zweifel: Die Verfolgung der Christen nimmt Fahrt auf, Man kann es täglich hören und sehen. Gleichzeitig sind die Verderber im Inneren aktiver. Es wird interessant.

    AntwortenLöschen

Mit dem Posten eines Kommentars erteilen Sie die nach der DSGVO nötige Zustimmung, dass dieser, im Falle seiner Freischaltung, auf Dauer gespeichert und lesbar bleibt. Von der »Blogger« Software vorgegeben ist, dass Ihre E-Mail-Adresse, sofern Sie diese angeben, ebenfalls gespeichert wird. Daher stimmen Sie, sofern Sie Ihre email Adresse angeben, einer Speicherung zu. Gleiches gilt für eine Anmeldung als »Follower«. Sollten Sie nachträglich die Löschung eines Kommentars wünschen, können Sie dies, unter Angabe des Artikels und Inhalt des Kommentars, über die Kommentarfunktion erbitten. Ihr Kommentar wird dann so bald wie möglich gelöscht.