Montag, 3. Februar 2014

Quellsünden, oder was mir einfällt, wenn ich Limburg höre

Ich komm nicht drüber weg,
Vorhin beim Checken meiner Mails bin ich über die t-online Startseit auf die Meldung gestoßen, der Bischof von Limburg, sei da wo er hingehöre, natürlich schwer negativ dargestellt.
Naja Medien können nicht anders, aber was mich echt erschreckt, ist das Niveau der mittlerweile über 500 Leserzuschriften.
Man fragt sich wirklich "woher dieser Hass"?
Ich möchte hier mal einfach darauf hinweisen, dass es unmöglich ist, einem deutschen Staatsbürger das Betreten, egal welcher, deutschen Stadt zu verbieten. Es darf sogar auch keinem EU Bürger verboten werden, sich in Deutschland aufzuhalten, wo er will, ich erinnere an das Geschrei das losgeht, wenn irgendwer abgeschoben werden soll.
Lediglich schlagenden Ehemännern  kann, für eine gewisse Zeit, das Betreten der Familienwohnung verboten werden, jedoch nicht der Aufenthalt in ihrer Stadt.
Nun geschlagen hat der Bischof von Limburg ja niemanden, und geschadet hat er auch keinem , was für mich der springende Punkt ist, Geld hat er ausgegeben, während andere genau das auch tun, und Millionen von Leuten, jede Woche Lotto spielen, um genau das tun zu könne, was sie dem Bischof von Limburg vorwerfen (und was der nie getan hat), nämlich mit Geld nur so um sich zu schmeißen.
Es ist ja nun keineswegs so, dass die anderen Eminenzen, die wir so haben, irgendwie alle schwer asketisch und in Lumpen daherkämen. Selbst vom Vorgänger des Tebartz van Elst, Bischof Kamphaus, der sich ja schwer mühte um ein bescheidenes Auftreten, ist bekannt, der lies sich in der bischöfliche Luxuskarosse (die ich zumindest, jedem Bischof gönne) an die Ecke fahren und kam dann "zu Fuß" find' ich heuchlerisch, aber wenns schee macht.
Es ist wieder und wieder festgestellt worden, das was man dem Bischof vorwirft, eine große Wohnung, also nee, ich kenne genug alte Leute die bewohnen alleine ein ganzes Haus, über 100qm, es gibt genug junge Leute, die wollen keine Kinder, aber wollen bzw.  haben ein riesiges Haus.
Es ist auch immer wieder festgestellt worden, der Bischof hat das Geld ja nicht im Ofen verbrannt.....um es kurz zu machen, irgendwie fass ich es nicht.



Hinz und Kunz fliegt in Urlaub, und es ist fast nichts mehr besonderes, durch die Gegend zu fliegen.
Meine Tante ging vor 30 Jahren noch regelmäßig ins örtliche Hallenbad zum Duschen (es gab damals auch noch die Möglichkeit im Hallenbad ein sogenanntes Wannenbad zu nehmen) mittlerweile ist eine Badewanne in der Wohnung Standart.
Will hießen, es ist keineswegs so, dass die Bevölkerung sich von schimmeligen Brot und Wasser nähren muss, und sich der Bischof von Limburg aufgeführt hat, wie der Bischof zu Bingen (der mit dem Mäsueturm).
trotzdem wird so getan, als habe er es!
Das ganze erinnert mich an längst vergangene Zeiten, wo Klöster gestürmt wurden, Mönche und Nonnen brutalst umgebracht, weil man der Ansicht war, in den Kellern der Klöster würden arme, junge Frauen eingesperrt. Die Leute stürmten die Klöster um die Gefangene zu befreien, aber es gab keine!
Hat aber den Mob nicht dran gehindert, sich weiter aufzuführen wie die Berserker und Vandalen (wobei die echten Vandalen wohl im Gegensatz dazu noch zivilisiert waren).
Soweit ich das ausmachen kann, spricht aus den Kommentaren zur Affäre, reiner Neid und unbegründeter Hass, welche beide zu den sogenannten Quellsünden gehören.
Hier noch eine schon ältere Satire zum Thema. Ein Fundstück von Pulchra et Luna .Über die Lebensumstände der Kritiker.
So wird es wohl wirklich sein.










14 Kommentare:

  1. Das Einzige womit heutzutage noch völlig hemmungslos geprotzt werden darf, ist Haß und Mißgunst.

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  2. Der Bischof war deutlich gegen Abtreibung und Homo-Ehe. Das ist letztendlich der wahre Grund warum er von den Marionetten unserer kulturellen Diktatur gehasst wurde.

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  3. Gegen Abtreibung und Homo-Ehe sind alle Bischöfe - gleich welchem "kirchenpolitischen Spektrum" sie zugeordnet werden. Das kann also nicht der Grund sein.

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    1. Es darf als bekannt gelten, daß definitiv nicht alle Bischöfe zum Generalthema und zum Sakrament der Ehe mit Rom in herzlichem Einverständnis sind. Im Gegensatz zu anderen, ist TvE eben kein Relativierer. Das macht ihn bei etlichen "Gläubigen" und den Medien suspekt.

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    2. Das Eheakrament und die "Geschiedenenpastoral" sind aber etwas anderes als Abtreibung und Homo-Ehe. Nur darum ging es, weil der Post von "aussant" den Eindruck erweckte, TvE werde deshalb verfolgt, weil er, anders als die meisten anderen Bischöfe, "gegen Abtreibung und Homo-Ehe" war. Wer das auch so sieht, möge bitte die Namen deutscher Bischöfe nennen, die sich pro Abtreibung und Homo-Ehe geäußert haben. Das ist das Mindeste, wenn man solches insinuiert.

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    3. Die meisten Bischöfe sind aber nicht besonders deutlich gegen Abtreibung, sondern signalisieren, dass sie da nicht vehement dagegen sind, sondern eher deshalb dagegen sind, weil sie dagegen sein müssen, so wie ein Bäcker halt Brötchen verkaufen muss.
      Und dasselbe gilt für ihre Position gegen die Homo Ehe.
      Liebster Jürgen, das wissen wir doch alle, dass die bischöflichen Hunde es vermeiden zu bellen, wenn der Dieb verspricht leise zu sein.

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    4. P. S die gehen doch nach dem Motto vor "wer schweigt stimmt zu" und nur wenn man ihnen dann gaaaaanz arg auf die Füße tritt, sagen sie dass sie zwar schweigen aber doch jeder wisse, dass sie da nicht dafür seien.

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    5. @Jürgen,
      da haben wir z.B. den sonderbaren Verein "Donum vitae". Einfach mal nachsehen, wer sich da alles so als "Katholik" tummelt. Es ist mir kein Bischof in deutschen Landen bekannt, der dagegen sein machtvolles Wort erhebt. Auch eine Tradition Lehmann/Kamphaus'scher Art. Es wäre ein Leichtes, diesen Herrschaften den Kirchensteuer-Geldhahn abzudrehen. Duldung heißt immer auch Zustimmung.

      Es grenzt an Dreistigkeit, dies alles zu übersehen.

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    6. @ Ester:
      "Die meisten Bischöfe sind aber nicht besonders deutlich gegen Abtreibung, sondern signalisieren, dass sie da nicht vehement dagegen sind, sondern eher deshalb dagegen sind, weil sie dagegen sein müssen, so wie ein Bäcker halt Brötchen verkaufen muss."

      Namen? Belege?? So formuliert sind das Insinuationen - nicht anders als viele Vorwürfe gegen TvE, gegen die wir uns zu Recht wehren.


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    7. Nachtrag: Dass "Donum vitae" durch Kirchensteuermittel unrestützt wird, ist mir neu. M.W. kriegen die Staatsknete, aber keinen Cent von der Kirche. Für einen beleg für die Kirchensteuerzufuhr bin ich dankbar.

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    8. Ach Jürgen lassen Sie das!
      Wir kennen das ja mittlerweile zur Genüge. "Alles im Griff auf dem sinkenden Schiff! Wir haben es ja amtlich, die Titanic kann nicht sinken und Sie, weisen Sie gefälligst nach, dass das Wasser ist, was einem da so kalte Beine macht!"
      Jeder der feststellt, dass die Kirche ein mainstream Haufen ist, ist der Böse und das ist er selbst dann, wenn man es überall in den Bistumsblättchen und den Internet Auftritten nachlesen kann.
      Weil, seit dem Vatikanum II sagt die Welt der Kirche was gut ist und wir schunkeln alle im Takt und singen "Freude schöner Götterfunken!" und jeder der die Gemütlichkeit stören will muss das beweisen!
      Wenn dann dieser Kelch auch getrunken ist, wird die Generation der Enkelkinder die katholischen Großeltern fragen "Wie konnte das geschehen" udn die Großeltern werden dann mit stolz geschwellter Brust auf die heute und aktuell von ihnen, mit dem Etikett "Konservativ = böse" versehenen, Leute verweisen.
      Hatten wir alles schon mal und es ist mal wieder an mir Hegel zu zitieren "Aus der Geschichte lernt man nur, dass man aus der Geschichte nix lernt!"

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    9. @Jürgen,
      an anderer Stelle habe ich von Ihnen vermutet, daß Sie am Eulen-und-Meerkatzensyndrom des Till Eulenspiegel leiden. Deshalb will ich Sie auf eine indirekte Finanzierung des "Donum Vitae"-Vereins hinweisen: Namhafte Vertreter diese dubiosen Vereins bezeichnen sich als Mitglieder oder gar Vorstände des ZdK. Und dieses "Aushängeschild" der hiesigen deutschen ("katholischen"?) Nationalkirche wird aus Kirchensteuermitteln finanziert. Ebenso, wie auch der merkwürdige BdKJ. Noch Fragen?

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  4. Das Problem der meisten Bischöfe ist die fehlende Verbindlichkeit in ihren Aussagen, (wenn sie denn überhaupt stattfinden), wie z. B. über Abtreibungen oder die Homo-Ehe. (allein der Begriff Home-Ehe ist schon irreführend) Wenn man voraussetzt oder annimmt, dass konsequentes Schweigen schon als eine Art von Zustimmung gelten kann, dann sieht es wahrlich nicht gut aus, was die o.g. Themen angeht. Welcher Bischof wagt es in der Öffentlichkeit schon den Katechismus zu zitieren, der die Abtreibung als abscheuliches Verbrechen bezeichnet? Wie hoch wäre der Sturm der Entrüstung, wenn sie es denn endlich täten? Eigentlich kann kein Mensch egal ob Geistlicher oder Laie, für die Abtreibung sein, wenn sie die Fakten kennen. Allerdings ist es tödlich für das Erkennen bestimmter Verhältnisse, wenn man sie konsequent verschweigt. Ich erinnere im übrigen auch an die Auseinandersetzung die Bischof Kamphaus mit J.P.2 hatte, als er sich lange weigerte aus der staatlichen Schwangerschaftsberatung auszutreten. Das wiederum hatte zur Folge, dass die Abtreibung als gar kein so großes Übel angesehen wurde, wenn sich die Kirche, hier ein Bischof, an die Ausstellung der Beratungsscheine beteiligt, die zur straffreien Tötung ungeborenen Lebens führen kann. Ein konsequentes Nein zur Abtreibung und zur gängigen Praxis der Beratung im Staat Deutschland kam von Kamphaus bis heute nicht. Sein Handeln allerdings, könnte so gedeutet werden, dass der damalige Bischof von Limburg unter gewissen Umständen, die Abtreibung befürwortet hat.

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  5. Orlando f.03.02.14 12:53
    Leider funktioniert dieses von den Medien perfektionierte Instrument zur Auslösung von Neid-und/oder Empörungshypes gegen jeden X-Beliebigen mittlerweile reibungslos und nach absolut zuverlässiger Art des Pawlow´schen Reflexes. Wenn das Neid-und Mißgunstglöckchen - verstärkt durch die Glocke des ubiquitären Katholikenhasses- bimmelt, tropft unaufhaltsam der Speichel der Adressaten und sie produzieren zuverlässig die erwünschten Haß-und Schmutzkommentare, die eigentlich nur eines beweisen, dass Dummheit wohl doch ansteckend ist.

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